Dänemark Wintertour

Dänemark Wintertour

Wintertour durch Dänemark

Jahreswechsel in Dänemark im Dezember/Januar 2025/2026
9 Tage Wohnmobil, Wind, Weite & winterliche Küsten
Dänemark im Winter ist leise, weit und ehrlich.
Wir waren mit unserem Camper Muki unterwegs, von Nordsee bis Ostsee, von Stränden über Leuchttürme bis zum höchsten Punkt des Landes.
Ohne Plan, aber mit viel Zeit, Gløgg und Meerblick.

Unsere Route

Stuttgart→ Trøjborg → Rømø → Vandhodje Mondovejen → Ribe → Esbjerg → Kallesmaerskvej Blavand → Nymindegab Strand → Hvide Sande → Lyngvig Leuchtturm →Søndervig → Vesløs → Skagen → Grenen → Sæby → Ebeltoft → Møllehøj → Rade Strand Haderslev → Twielenfleth → Stuttgart

Interaktive Google Maps Karte mit unserer Camping-Reiseroute durch Dänemark im Winter, inklusive aller Etappen und Stellplätze.

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Lakolk Strand Rømø

Stellt euch vor, ihr seid zum allerersten Mal in Dänemark und werdet direkt von diesem Anblick empfangen. Für uns war es genau so ein Moment. Der Lakolk Strand auf Rømø war unsere erste Begegnung mit der dänischen Nordseeküste und wir waren sofort Feuer und Flamme! Wir hatten schon viel gehört, aber die schiere Weite dieses Strandes hat uns einfach umgehauen. Dieses Gefühl von unendlichem Raum, die frische Brise und die Möglichkeit, mit dem Wohnmobil direkt bis ans Wasser zu fahren, absolut unser TOP 1.

Wohnmobil parkt auf dem weiten Sandstrand von Lakolk auf der Insel Rømø bei Ebbe.

2. Der Leuchtturm Lyngvig Fyr

Unser zweiter Favorit ist der 38 Meter hohe Lyngvig Fyr, der seit 1906 mitten in den hohen Dünen steht. Der weiße Turm ist schon von Weitem zu sehen und steht genau an der schmalen Stelle zwischen der Nordsee und dem Ringkøbing Fjord.
Perfekt für einen Spaziergang, die frische Luft und der Blick auf den Turm in der Morgensonne sind der Wahnsinn. Man spürt hier sofort diesen typischen dänischen Charme, auch wenn man nur davorsteht.
Direkt am Fuß des Turms gibt es im alten Leuchtturmwärterhaus noch ein gemütliches Café, wo man entspannt sitzen kann. Für uns war der Turm das perfekte Fotomotiv und fängt die weite, nordische Stimmung einfach super ein.

3. Grenen bei Skagen

Ein echtes Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist Grenen, der nördlichste Zipfel von Dänemark. Das Besondere hier, Nordsee und Ostsee treffen direkt aufeinander. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Wellen von beiden Seiten richtig gegeneinanderklatschen.
Wir sind vom Parkplatz aus gemütlich zur Spitze vorgelaufen, was man in etwa 30 Minuten schafft. Dort am Strand zu stehen und den beiden Meeren beim Zusammenfließen zuzusehen, ist ein Wahnsinns-Gefühl.
Die wilde Natur und das Aufeinandertreffen der Meere machen Grenen für uns zu einem absoluten Muss!
Zusammenfluss von Nordsee und Ostsee am Kap Grenen bei Skagen im Januar 2026.

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Hier zeigen wir euch unsere Stellplatz-Highlights aus Dänemark – Fjorde, Strände, Häfen & Naturspots. Kleiner Hinweis: Wildcampen ist in Dänemark offiziell nicht erlaubt, das reine Übernachten im Fahrzeug wird aber meist toleriert, wenn man unauffällig bleibt und nichts „campermäßig“ aufbaut. 

Sæby

Wohnmobil auf dem Parkplatz am Hafen von Sæby in Dänemark während einer Wintertour im Januar 2026.
Diesen kleinen Schotterplatz in Sæby haben wir direkt an der Ostsee gefunden, perfekt, wenn man beim Einschlafen das Meer hören will. Über einen kurzen Pfad ist man sofort am Strand. Wir hatten bei unserem Besuch Anfang 2026 richtig Glück mit dem Wetter. Es hat geschneit und alles in ein echtes Winterwonderland verwandelt. Für uns war es ein toller Platz, um die verschneite Küste mal in aller Ruhe zu genießen.

Ebeltoft

Wohnmobil auf dem Stellplatz H.H. Hansens Vej in Ebeltoft, Dänemark, mit Blick Richtung Hafen im Januar 2026.
Dieser Stellplatz besticht vor allem durch seine Lage direkt an der Ostsee. Es handelt sich um eine befestigte Parkfläche am Anfang eines langen Damms, der weit ins Meer hineinführt. Das Besondere hier ist der Blick auf die großen Windräder, die direkt im Wasser stehen. Man kann den Damm zu Fuß bis ganz nach vorne ablaufen, um die Windkraftanlagen aus nächster Nähe zu betrachten. Geschäfte und öffentliche WCs im Hafenbereich sind schnell erreichbar. Gerade in der Nebensaison oder im Winter ist es hier extrem ruhig und man hat einen freien Blick auf die weite Küstenlandschaft. Der Platz bietet keinen Service (kein Strom/Wasser), punktet aber durch die unmittelbare Nähe zum Wasser.

Handerslev

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Tonneshøjvej 52 in Haderslev, Dänemark, mit Blick auf die winterliche Landschaft im Januar 2026.
Direkt an der Steilküste über dem Kleinen Belt gelegen, bietet dieser naturbelassene Platz eine geniale Aussicht und absolute Ruhe. Ein kleiner Pfad führt vom Plateau direkt hinunter zum Naturstrand, perfekt für alle, die Abgeschiedenheit suchen. Man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt. Die Anfahrt ist extrem schmal und uneben. Ohne Allrad oder viel Bodenfreiheit ist das Risiko groß, sich im weichen Gelände festzufahren. Wer autark unterwegs ist und die fahrerische Herausforderung nicht scheut, findet hier einen der schönsten Aussichtspunkte der Region.

Esbjerg Strand

Wohnmobilstellplatz Esbjerg Brygge mit Blick auf den Hafen und die Nordsee im Januar 2026.

Direkt am modernen Yachthafen Esbjerg Søsport findet ihr diesen kostenlosen Stellplatz. Die markierten Flächen bieten Platz für über 10 Wohnmobile und liegen unmittelbar am Wasser. Das gesamte Viertel an der Esbjerg Brygge ist architektonisch super modern gestaltet und bietet ein richtig schickes Hafen-Ambiente. Ihr steht direkt am Hafenbecken. Das absolute Highlight ist die Nähe zum Sædding Strand. Nur ein kurzes Stück entfernt thronen die „Mennesket ved Havet“ die berühmten weißen Riesenskulpturen („Die vier weißen Männer“), die man sich in Esbjerg auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es ist ein reiner Parkplatz ohne Strom oder Wasser.

Autocamp Ringkobing Fjord, Hvide Sande

Wohnmobil auf einem Stellplatz im Autocamp Ringkøbing Fjord bei Hvide Sande während einer Winterreise im Januar 2026.
Diesen Platz auf der Landzunge haben wir uns für den Jahreswechsel 2025/2026 ausgesucht. Ein genialer Rundumblick auf das Feuerwerk über dem Fjord! Die Lage ist perfekt, über einen kleinen Pfad ist man sofort am Wasser, die Nordsee ist direkt um die Ecke und auch die Stadt Hvide Sande ist super schnell erreichbar. Da im Januar kaum etwas los war, hatten wir hier totale Ruhe. Wichtig für die Planung:
Der Platz ist ein reiner Übernachtungsspot ohne Strom, man muss also autark sein. Bezahlt wird unkompliziert am Automaten. Die Abrechnung gilt immer für den Zeitraum von 20:00 Uhr bis 09:00 Uhr (Nebensaison ca. 20–21 €).

Unsere Reise in Etappen

Tag 1 – Willkommen im Hygge-Modus

27.12.2025 | Stuttgart– Trøjborg

Unsere Wintertour nach Dänemark begann mit einer langen Anfahrt von rund 11 Stunden, viel Verkehr, viele Kilometer, aber voller Vorfreude. Gegen 15 Uhr sind wir angekommen, genau rechtzeitig für einen spektakulären Sonnenuntergang an unserem ersten Stellplatz. 

Dieser lag direkt an der Trøjborg Burgruine  ein ganz besonderer Ort. Die Ruine war einst eine bedeutende Wasserburg und liegt heute ruhig eingebettet in der Landschaft. Man kann hier wunderbar spazieren gehen, die alten Mauern besichtigen und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lassen.  Den kostenlosen Parkplatz haben wir über Park4Night gefunden, absoluter Glücksgriff.
Zum Abend gab es eine gemütliche Resteverwertung vom Weihnachtsessen, genau das Richtige nach einem langen Reisetag und perfekt fürs erste Dinner im Wohnmobil. 

Am nächsten Morgen wurden wir dann mit einem mindestens genauso spektakulären Sonnenaufgang belohnt. 
Ein kleines Highlight zwischendurch: Der Hund vom benachbarten Bauernhof schaut regelmäßig vorbei, um nach dem Rechten zu sehen,  ein sehr sympathischer Platzwächter. 🐕
Und wer mag, kann am kleinen Verkaufshäuschen sogar leckeres Rhabarber-Gelee kaufen.

Ein ruhiger, besonderer Start in unsere Winterreise durch Dänemark.

Tag 2 – Strandfreiheit auf Rømø

28.12.2025 | Lakolk Strand Insel Rømø

Am zweiten Tag ging es für uns weiter auf die Insel Rømø. Schon die Anfahrt über den Damm war ein echtes Highlight.

Unser Ziel war der Lakolk Strand. Der Strand ist riesig, extrem breit und befahrbar, wirklich beeindruckend. Wir sind stundenlang am Strand entlanggelaufen, haben uns den Wind um die Nase wehen lassen und einfach die Weite genossen.

Zwischendurch ging es kurz zurück in den Camper für eine kleine Kaffeepause, wo wir dann auf ganz liebe MLT-Nachbarn trafen. Immer schön, unterwegs auf Gleichgesinnte mit dem gleichen Fahrzeug zu treffen. Es ergaben sich nette Gespräche und ein kurzer Austausch, bevor es langsam kälter wurde und wir uns wieder in den Camper zurückgezogen haben. 

Zum Nachmittag hin riss der Himmel noch einmal auf und wir konnten einen richtig schönen Sonnenuntergang an diesem tollen Strand genießen. 
Da Übernachten am Strand leider nicht erlaubt ist, ging es für uns anschließend weiter zum nächsten Stellplatz.

Rømø – wir kommen bestimmt wieder.

Tag 3 – Von Dänemarks ältester Stadt zum Hafen der Riesen

29.12.2025 | Ribe und Esbjerg

Am dritten Tag unserer Wintertour ging es nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Die Altstadt ist klein, gemütlich und voller Charme, schräge, teils schief stehende Häuser, enge Gassen, Kopfsteinpflaster und viele liebevolle Details. Beim Spaziergang durch die Stadt fühlt man sich schnell ein paar Jahrhunderte zurückversetzt, ruhig, entschleunigt und richtig schön.

Danach fuhren wir weiter zum Bådtrailerparkering Esbjerg, um Schiffe zu beobachten. Das ist dort wirklich beeindruckend, weil die großen Frachter und Schiffe verdammt nah an einem vorbeifahren, man steht fast direkt an der Fahrrinne. Die Zufahrt ist hier allerdings zwischen 18 und 6 Uhr gesperrt, vor allem um nächtlichen Verkehr, Lärm und wildes Übernachten im Hafenbereich zu vermeiden. Übernachten ist dort daher nicht erlaubt.

Für uns reichte es für eine kurze Kaffeepause im Camper mit den restlichen Plätzchen, bevor wir ein Stück weiter zum Parkplatz am Esbjerg Strand gefahren sind. Im Winter ist der Parkplatz angenehm ruhig, viel Platz, kein Trubel, ideal, um entspannt zu stehen und einen Spaziergang zu machen.

Vom Parkplatz aus ging es zu Fuß zum Strand, zu den bekannten „Mennesket ved Havet“ den großen weißen Männerstatuen, die Richtung Meer schauen. Bei Ebbe wirkt die Landschaft dort besonders weit und ruhig. Wir sind ein Stück ins Watt und Richtung Meer gelaufen, während die Sonne langsam unterging und alles in warmes Licht getaucht wurde.

Zurück am Camper wurde noch schnell etwas gekocht, bevor wir den Abend gemütlich mit einem Glühwein im Wohnmobil ausklingen ließen. (Da kannten wir Gløgg noch nicht 🙂

Ein entspannter Tag zwischen Geschichte, Hafen und Nordsee.

Tag 4 – Dünen, Panzer & Nordseeweite

30.12.2025 | Weg durch den Truppenübungsplatz Blåvand  – Nymindegab Strand – Hvide Sande

Von Esbjerg ging es für uns heute Richtung Hvide Sande  und der Weg dorthin hatte es in sich. Offroad-Feeling & kleine Gänsehaut-Momente inklusive

Wir sind über die legendäre Militär-Panoramastraße (Kallesmærskvej) zwischen Blåvand und Vejers gefahren. Eine wirklich besondere Strecke: mitten durch das größte Militärgelände Dänemarks, rechts und links endlose Heide- und Dünenlandschaften und man weiß nie, ob hinter dem nächsten Hügel plötzlich ein Panzer auftaucht. 

Solange die roten Kugeln an den Masten unten sind, gehört die Piste uns. Sind sie oben, heißt es: Stopp – Schießbetrieb
Schon ziemlich beeindruckend, auch wenn wir leider keinen Panzer zu Gesicht bekommen haben.

Weiter ging es mit einem kleinen Zwischenstopp am Nymindegab Strand. Dieser Spot ist einfach traumhaft: oben auf der Düne stehen, den Wind im Gesicht und dieser Blick. Ringkøbing Fjord auf der einen Seite, die wilde Nordsee auf der anderen

Kurz durchgeatmet, den Sand aus den Schuhen geschüttelt  und weiter Richtung Norden.

In Hvide Sande angekommen, ging es direkt an den Ringkøbing Fjord. Unser Stellplatz: Autocamp Ringkøbing Fjord. Ein wirklich schöner Platz mit direktem Blick aufs Wasser.
Der Platz ist sauber, ruhig und völlig okay. 22 € pro Nacht finden wir für das, was geboten wird vor allem in der Nebensaison schon etwas sportlich, aber der Ausblick ist einfach einmalig und macht vieles wieder wett. 

Hvide Sande selbst ist ein typischer kleiner Küstenort, geprägt von Fischerei, Hafen und ordentlich Wind. Besonders spannend ist die Schleuse mit der Brücke, die den Fjord mit der Nordsee verbindet. Wenn Schiffe durchfahren und die Brücke geöffnet wird, bleibt alles stehen, Zuschauen lohnt sich.

Am Nachmittag hieß es dann:
Wir gehen heute schick essen“, hat er gesagt …
Am Ende saßen wir bei Fish & Chips, draußen, mit Mütze auf, die ich nicht mal absetzen musste. Aber ehrlich, genau so muss es im Norden sein. Einfach, lecker und entspannt.

Danach noch kurz in den Lebensmittelladen, ein bisschen durch die Regale geschlendert, Produkte entdeckt und natürlich Gløgg eingekauft. Den haben wir uns später draußen am Camper beim Sonnenuntergang schmecken lassen. 

Unsere Camper-Nachbarn gesellten sich dazu, wir kamen ins Quatschen – und so wurde es ein richtig schöner, gemütlicher Ausklang dieses Tages.

Tag 5 – Eisbaden & Leuchtturm-Zauber: Silvester 2025 zwischen Søndervig und Hvide Sande

31.12.2025 |Leuchtturm Leuchtturm Lyngvig – Søndervig – Hvide Sande

Der Plan für diesen Tag war eigentlich ganz klar, an unserem traumhaften Platz in Hvide Sande bleiben und dort ganz entspannt Silvester verbringen.

Aber dann erreichte uns am Abend noch ein Tipp: Am Silvestertag findet in Søndervig das traditionelle Winterbaden statt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Also morgens schnell frühstücken und los ging’s Richtung Søndervig.

Auf dem Weg lag noch der Leuchtturm Lyngvig Fyr, wo wir einen Zwischenstopp eingelegt haben. Ein wirklich besonderer Ort. Dünen, Wind, Meer und dieser markante Leuchtturm, der seit 1906 zwischen Nordsee und Fjord steht und früher den Schiffen den sicheren Weg gewiesen hat. Perfekt für einen Morning Walk, ruhig, weit und einfach beeindruckend. Danach ging es weiter nach Søndervig, unserem eigentlichen Ziel. Schon bei der Einfahrt in den Ort war klar. Hier ist richtig was los. Wir suchten einen Parkplatz für Muki und pilgerten einfach mit den Menschenmassen Richtung Strand, sehr praktisch, da musste man wirklich niemanden nach dem Weg fragen.

Das Winterbaden ist dort ein echtes Silvester-Highlight. Hunderte Menschen gehen gemeinsam ins eiskalte Meer, um das alte Jahr symbolisch hinter sich zu lassen. Laut, fröhlich, verrückt  und eine ganz besondere Atmosphäre, die man einfach mal erlebt haben muss.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil legten wir noch einen Stopp beim Bäcker ein, um eine traditionelle Kransekage zu kaufen. Der typische dänische Neujahrskuchen besteht aus Mandelmasse, wird oft ringförmig oder als kleiner Turm gebacken und gehört hier einfach zum Jahreswechsel dazu.
Kein Preis ausgezeichnet und wir sind in Dänemark ja immer sehr vorsichtig mit Preisen. Aber was soll so ein Kuchen schon kosten? 5 oder 8 Euro vielleicht?
Am Ende waren es 22 € für ein bisschen Mandelmasse. 😅
Tja … Spaß kostet. Und Tradition offenbar auch.

Eigentlich wollten wir uns danach einen neuen Platz für die Nacht suchen aber das stellte sich als schwierig heraus. Überall Camping verboten, und der Camping- bzw. Stellplatz vor Ort gefiel uns ehrlich gesagt gar nicht.

Ein kurzer Blick reichte und Entscheidung getroffen: zurück nach Hvide Sande. Und was sollen wir sagen: Unser Platz war noch frei  und auch unsere Nachbarn vom Vorabend waren noch da. Wieder Glühwein draußen, ein kurzer Abstecher zum Fischhändler, zurück zum Camper, Muki noch schnell silvesterfest dekoriert und dann ging es wieder raus auf einen Glühwein mit den Nachbarn. Nach dem Kochen traf man sich noch einmal draußen, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Und besser hätten wir uns unseren Silvester-Stellplatz wirklich nicht aussuchen können, direkt am Fjord, rundherum überall Feuerwerk, etwas entfernt von uns, was uns sehr gefallen hat. Nicht laut, aber wunderschön anzusehen, das müssen wir schon zugeben.  Die Schiffe im Hafen hupten zum Jahreswechsel, was für ein Erlebnis.

Noch gut eine Stunde nach Mitternacht wurde überall weiter geböllert, dann fing es an zu regnen.

Also ab in den Camper, von dort aus noch das restliche Feuerwerk genießen und den letzten Sekt trinken.

Besser hätte das neue Jahr wirklich nicht starten können.

Tag 6 – Der Tag danach: Entspannt ins neue Jahr in Vesløs

01.01.2026 | Vesløs 

Nach der Silvesternacht haben wir erst mal ausgeschlafen und es ganz ruhig angehen lassen. Kein Stress, kein Plan, einfach treiben lassen. Danach ging es ein Stück weiter Richtung Norden.

In Vesløs haben wir dann einen richtig schönen Stellplatz entdeckt.
Ein kostenloser Parkplatz, direkt am Wasser, mit weiter Sicht und absoluter Ruhe genau das, was man sich nach Silvester wünscht. 🌊

Ein kleiner Spaziergang am Wasser, ein paar Muscheln gesammelt, frische Luft geschnappt und dann zurück in den Camper. Dort haben wir es uns gemütlich gemacht und unser traditionelles Neujahrsessen gekocht, Nudeln mit Tomatensoße. 🍝😄

Mehr ist heute nicht passiert und genau das war perfekt. Ankommen, runterfahren, genießen.

Tag 7 –Zwei Meere und ein Wintermärchen: Von der Nordspitze Grenen ins hyggelige Sæby

02.01.2026 | Skagen – Grenen -  Sæby

Der Tag begann früh. Direkt nach dem Frühstück ging es los, unser Ziel war klar: Skagen, Grenen der nördlichste Punkt Dänemarks.
Gestartet sind wir noch bei bestem „Strandwetter“ 😄 Schon ein paar Kilometer später fing es an zu schneien, der Wind nahm zu und die Sicht wurde immer schlechter. Eigentlich kein guter Tag, um Strecke zu machen, aber wir wollten unbedingt nach Skagen.

250 Kilometer durch Schneetreiben und Böen später erreichten wir Skagen. Und dann die Überraschung: fast leere Parkplätze, kaum Menschen. Vom Parkplatz am Bunkermuseum aus ging es zu Fuß weiter, rund 1 km gegen den Wind, Mütze tief ins Gesicht gezogen, Sand und Schnee im Gesicht,  bis wir schließlich Grenen erreichten.

Und dort angekommen war es einfach nur beeindruckend.
Hier treffen Nordsee (Skagerrak) und Ostsee (Kattegat) direkt aufeinander. Die Wellen kommen aus zwei Richtungen, prallen aufeinander und vermischen sich sichtbar. Zwei Meere, zwei Strömungen, pure Kraft. Laut, wild, rau und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Man steht genau dazwischen und spürt, wie klein man eigentlich ist.

Zurück am Camper gab es erst mal einen heißen Kaffee, um wieder warm zu werden. Durchgepustet, glücklich und mit diesem Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.

Nach dem Stopp in Skagen war für uns noch nicht Schluss. Wir sind weitergefahren, etwa 50 km Richtung Süden, bis nach Sæby. Über Park4Night hatten wir einen Parkplatz gefunden und der entpuppte sich als echter Volltreffer.

Der Parkplatz liegt direkt am Strand, offen, ruhig und bei unserer Ankunft komplett leer. Kein Verkehr, keine Häuser, kein Licht nur wir, der Camper und das Meer.

Der Strand selbst ist weit und naturbelassen. Feiner Sand, Muscheln, dunkles Wintermeer und dieser typische nordische Wind, der einen sofort wach macht. Wir sind ein Stück am Wasser entlanggelaufen, haben dem Meer zugehört und die Stimmung aufgesogen, bis wir gemerkt haben, dass die Finger langsam taub wurden. ❄️😄

Also zurück in den Camper, Heizung an, Jacken aus und erst mal ankommen. Dann gab es Gløgg, schön heiß, während draußen die Wellen weiter rauschten. Drinnen warm und gemütlich, draußen kalt und wild, genau diese Mischung macht solche Plätze für uns perfekt.

Ein ruhiger, stimmungsvoller Abschluss eines langen Tages.
Genau so fühlt sich unterwegs sein im Winter an. 🤍🚐

Tag 8 – Eine Nacht zwischen Ostseewellen und den vier Windrädern

03.01.2026 | Ebeltoft

Der Tag startete mit einem ausgedehnten Morgenwalk am winterlichen Strand von Sæby. Leerer Strand, kalte Luft, viele große Muscheln, besser kann ein Wintermorgen kaum sein. 🐚
Danach hieß es wieder: Strecke machen, denn unsere Zeit wird langsam knapp.

Über Park4Night steuerten wir unseren nächsten Spot,
bei Ebeltoft an
Ein ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, perfekt gelegen für einen Spaziergang mit Aussicht.

Camper geparkt, warm eingepackt und los ging es zu den spektakulären vier Windrädern, die direkt im Meer stehen. Man läuft vom Parkplatz aus am Wasser entlang über einen schmalen Weg und einen kleinen Damm direkt auf sie zu. Je näher man kommt, desto gewaltiger wirken sie. Wenn man daruntersteht und nach oben schaut, wird einem schon etwas mulmig , riesig, kraftvoll und beeindruckend zugleich. 

Zurück am Camper war dann wieder Gløgg-Zeit 

Dazu wurde im Omnia noch nach dänischem Rezept gekocht und der Abend ganz gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen gelassen.

Ein ruhiger, entspannter Tag mit vielen kleinen Highlights.

Tag 9 – Abschied von Dänemark: Auf dem Dach Jütlands & ein letzter Blick in Haderslev

04.01.2026 | Møllehøj – Haderslev

Der Tag startete sehr früh. Um 8 Uhr Abfahrt, denn wir wollten zum Sonnenaufgang am höchsten natürlichen Punkt Dänemarks stehen. Ziel war Møllehøj bei Skanderborg.
Mit 170,86 Metern ist Møllehøj heute offiziell der höchste natürliche Punkt des Landes. Lange Zeit war das allerdings umstritten: Früher galten auch Ejer Bavnehøj und Yding Skovhøj als höchste Erhebungen. Erst genaue Vermessungen zeigten, dass Møllehøj ohne künstliche Aufschüttungen oder Grabhügel, tatsächlich der höchste Punkt ist.

Vom Parkplatz aus geht man etwa 500 Meter zu Fuß durch eine offene, leicht hügelige Landschaft bis zur kleinen Erhebung. Kein Gipfelkreuz, kein Trubel, einfach Natur. Und wir hatten richtig Glück: Wir waren komplett allein dort. Sonnenaufgang, kalte Luft, Ruhe, ein ganz besonderer Moment.

Danach ging es weiter Richtung Süden zu unserem nächsten Spot, Haderslev
(über Park4Night gefunden)

Schon die Bewertungen klangen vielversprechend: „schwierige Anfahrt, viele haben sich festgefahren“ also genau unser Ding 😄

Und tatsächlich: wieder ein echter Glücksgriff. Ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, Natur pur, viel Platz und absolute Ruhe.

Da wir früh dran waren und die Sonne schon schön stand, hieß es: Grill raus!
Angrillen 2026 ✔️
Eine gute rote Wurst vom Grill, Schnee im Sand, Sonne im Gesicht, mehr braucht es nicht. 🌭☀️

Danach ein Spaziergang am Strand, Schwäne, Enten und Möwen beobachten und den Fischern zusehen, die hier tatsächlich auf Meerforellen angeln.
Zum Abschluss ein traumhafter Sonnenuntergang und später noch der Vollmond über dem Meer.

Ein Tag, der leise anfing und wunderschön endete.

Fazit: Winter in Dänemark mit dem Camper

Nach neun Tagen Wintercamping in Dänemark ziehen wir für uns ein ganz klares Fazit:
Dänemark im Winter ist kein “schöner Zufall” es ist ein Erlebnis. Leere Strände, raue Nordsee, Fjorde, Dünen, Wind, salzige Luft und dieses ganz besondere Licht. Orte, die sonst voll sind, gehören einem fast alleine. Man spürt wieder, wie schön langsames Reisen sein kann.

Wintercamping hat uns hier komplett abgeholt. Kein Stress, keine Erwartungen, kein voller Kalender wir, und diese Ruhe, die man sofort spürt. Genau das hat uns gut getan.

Dänemark im Winter fühlt sich ehrlich an. Entschleunigt. Hygge, aber nicht im kitschigen Postkartenstil, sondern echt, draußen am Strand, im Wind, im Schnee, im Camper mit heißem Gløgg und kalten Fingern.

Das war ganz sicher nicht unser letztes Mal. 

Reisekosten Dänemark Winter 2025

Unsere Reise durch Dänemark fand vom 26.12.2025 bis 06.01.2026 statt.
Insgesamt legten wir rund 2954 Kilometer zurück.
Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht.

Fahrtkosten

  • Tanken: 635 €
  • Maut: 0 €
  • Fähre: 0 €

Unterkunft

  • Campingplätze, Stellplätze & Entsorgung: 50 €

Essen & Trinken

  • Restaurants & Bars: 25 €
  • Lebensmittel: 159 €

Für 9 Wintertage sind die Ausgaben ziemlich überschaubar. Liegt vor allem daran, dass wir viel frei standen, spontan unterwegs waren, keinen großen Einkaufs- oder Ausgehfokus hatten und außerdem Camping im Winter generell eher „ruhiger“ ist.
Sprit war diesmal der größte Posten, aber das war es uns wert

Sardinien

Sardinien

Sardinien

Unsere "planlos" Route

Deutschland -> Neumarkt -> Livorno (Fähre) -> Olbia (Ankunft) -> Spiaggia Cala Banana -> Nuoro -> Mamoiada -> Passo Genna Silana -> Arbatax -> Villasimius -> Cagliari -> Chia -> Costa Verde (Capo Pecora, Arbus) -> Oristano (Tirso Mündung, Fordongianus) -> Bosa -> Castelsardo -> Capo Testa -> Palau -> La Maddalena Archipel (Bootstour) -> Olbia (Fähre) -> Deutschland

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Das echte Dolce Vita in Mamoiada

Ein absolutes Top-Highlight war der Besuch im Restaurant Locanda 'Sa Rosada. Mitten unter temperamentvollen Italienern, ohne Speisekarte, bekamen wir die besten sardischen Ravioli (Culurgiones) und Malloreddus, begleitet von köstlichem Cannonau-Wein. Kulinarisch und menschlich ein Volltreffer!

2. Das Archipel La Maddalena (Bootstour)

Das war das absolute Karibik-Feeling! Die Bootsfahrt zu den Inseln wie Santa Maria und Spargi war trotz des großen Touri-Bootes jeden Cent wert. Das Wasser in allen Blau- und Türkistönen war einfach unglaublich.

3. Bosa

Bosa hat uns verzaubert! Die engen, liebevoll dekorierten Gassen und die bunten Häuser waren ein Traum. Nach einer Weinprobe in einer lokalen Bar war klar: Bosa ist ein absolutes Highlight, das man gesehen haben muss.

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Unsere Philosophie ist klar: Wir lieben die Freiheit des Freistehens. Wichtig vorab: Wildcampen ist auf Sardinien grundsätzlich strengstens verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet.
Die Küstenwache patrouilliert regelmäßig. In Italien wird jedoch oft zwischen Parken (duldet das Übernachten im Fahrzeug, solange man fahrtüchtig bleibt) und Campen (Markise ausfahren, Stühle/Tisch rausstellen, Fenster öffnen, waschen) unterschieden. Wir haben uns an die Regel gehalten, kein Campingverhalten zu zeigen, und hatten Glück, dass unsere Spots geduldet wurden. Hier sind unsere Top-Orte:

Capo Pecora

Eine wilde, felsige Landzunge. Trotz der "5-Camper-Regel" standen mehr da, aber die Ruhe und die spektakuläre Natur waren es wert. Ein Platz, der entschleunigt.

Spiaggia di Isula Manna

Unser absoluter Favorit: ruhig, viel Platz, mit Pinienwald und Meerblick. Ein echter Glücksgriff, den wir fast für uns allein hatten.

Osservazione Foce Fiume Tirso

Ein magischer Ort, an dem wir ganz allein standen, nur begleitet vom Rauschen von Fluss und Meer. Hier vermischen sich Süß- und Salzwasser, absolute Stille und Weite.

Camper Cagliari Park

Zentraler Stellplatz in Cagliari, ideal für die Stadtbesichtigung.
Nur 5 Gehminuten von der Altstadt entfernt, sicher und asphaltiert.
Kosten: 27 €/Nacht inklusive Wasser und Entsorgung

Area Sosta Camper San Nicolò (Buggerru)

Terrassenförmige Area Sosta bei Buggerru mit Meerblick.
Liegt direkt am schönen Strand San Nicolò an der Westküste.
Kosten: ca. 20 €/Nacht (plus Entsorgung), mit Außenduschen..

Spiaggia di Bosa Marina

Stellplatz direkt am Hafen von Bosa Marina, nahe dem Strand.
Die charmante Stadt Bosa ist über einen Spazierweg erreichbar.
Ab September kostenlos, in der Hochsaison gebührenpflichtig.

Reiseküche auf dem Roadtrip durch Sardinien

Auf unserem Roadtrip durch Sardinien spielte das Kochen unterwegs eine wichtige Rolle, allerdings auf eine andere Art, als wir es von früheren Reisen kannten. In dieser Kategorie zeigen wir unsere Reiseküche auf Sardinien.
Einfache Gerichte, gekocht im Wohnmobil, mit regionalen Zutaten und angepasst an den Reisealltag.

Reiseküche unterwegs

Anders als zum Beispiel in Albanien konnten wir auf Sardinien nur selten draußen kochen. Zur Reisezeit war noch sehr viel los, die Stellplätze waren gut gefüllt und wir standen kaum allein. Nicht, dass wir uns vor anderen Campern gescheut hätten zu kochen oder zu grillen, oft ließ der Platz es schlicht nicht zu. Außerdem kamen wir schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch und haben die Zeit lieber dafür genutzt, als für aufwendiges Kochen im Freien.

Unsere Rezepte sind deshalb bewusst unkompliziert. Sie entstehen mit wenig Equipment, meist im Wohnmobil, und mit dem, was wir unterwegs auf Märkten oder im kleinen Laden finden. Diese Sammlung zeigt, wie Reiseküche auf einem Sardinien-Roadtrip wirklich aussieht: alltagstauglich, flexibel und ohne großen Aufwand.

Kochen im Wohnmobil auf Sardinien
Kochen im Wohnmobil auf Sardinien

Planung ist beim Reisen Gold wert

Gerade weil Kochen für uns so wichtig ist, planen wir vorab grob, was wir auf der Reise kochen wollen. Kein starrer Essensplan, sondern eher eine Sammlung an Ideen:

  • Welche Gerichte funktionieren gut im Wohnmobil?

  • Was braucht wenig Platz und wenig Equipment?

  • Was lässt sich gut vorbereiten oder variieren?

Diese Planung spart unterwegs enorm Zeit und Nerven, vor allem in Ländern, in denen Einkaufen anders läuft als zu Hause. Außerdem entstehen so viele Rezepte, die später auch im Alltag funktionieren.

Lebensmittel Einkaufen auf Sardinien
Lebensmittel einkaufen auf dem Markt auf Sardinien

Das Einkaufen auf einem Roadtrip durch Sardinien ist unkompliziert und gut planbar. Entlang der Hauptstraßen sowie in und um größere Orte findet man regelmäßig Supermärkte und Discounter, was die Versorgung im Wohnmobil deutlich erleichtert. Auch in kleineren Orten gibt es meist zumindest einen Laden für den täglichen Bedarf.

Bevorzugt haben wir jedoch auf den lokalen Märkten in den Orten eingekauft, durch die wir zufällig gefahren sind. Dort gab es frische, regionale Produkte und genau das, was wir für unsere Reiseküche gesucht haben. Im September waren viele der typischen Straßenstände bereits geschlossen. Die leeren Holzhäuschen am Straßenrand lassen aber vermuten, dass man in den Sommermonaten auf Sardinien auch direkt am Straßenrand frisches Obst und Gemüse kaufen kann.

Für uns bedeutete das, eine Mischung aus Supermarkt und Marktbesuchen, ideal für das Kochen im Wohnmobil auf Sardinien und perfekt für eine einfache, flexible Reiseküche unterwegs.

Auf unserem Roadtrip durch Sardinien haben wir viele typische sardische Rezepte im Campingbackofen ausprobiert. Die Gerichte, die sich gut für das Kochen im Wohnmobil geeignet haben und uns geschmeckt haben, haben wir auf unseren Social-Media-Kanälen mit euch geteilt.

Die Rezepte, die nicht so gut funktioniert haben oder uns geschmacklich nicht überzeugt haben, seht ihr nur hier auf unserem Blog. Wir haben jeweils vermerkt, warum es nicht geklappt hat oder warum es zwar geklappt hat, uns aber nicht überzeugt hat. So bekommt ihr einen ehrlichen Einblick in unsere Reiseküche auf Sardinien und könnt selbst entscheiden, welche Rezepte ihr unterwegs ausprobieren möchtet.

Unten findest du alle Rezepte,
die auf unserem Sardinien-Roadtrip entstanden sind.
Swipe mal rüber und probiere sie selbst aus!

 

Feigen Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Feigen Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Mediterrane Käsespätzle One Pot aus dem Campingbackofen

Mediterrane Käsespätzle One Pot aus dem Campingbackofen

Feigen Trauben Feta aus dem Campingbackofen

Feigen Trauben Feta aus dem Campingbackofen

Ravioli Burger / Pastaburger aus dem Campingbackofen

Ravioli Burger / Pastaburger aus dem Campingbackofen

Salsiccia-Pasta-Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Salsiccia-Pasta-Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Sardische Lasagne aus dem Campingbackofen

Sardische Lasagne aus dem Campingbackofen

Ruck zuck Ofenlachs aus dem Omnia Campingbackofen

Ruck zuck Ofenlachs aus dem Omnia Campingbackofen

Unsere Reise in Etappen

Etappe 1: Von Zuhause bis Olbia: Der Start ins Abenteuer

Die Reise startet voller Vorfreude, als wir unser rollendes Zuhause beladen und uns auf den Weg Richtung Süden machen. Der erste Tag ist geprägt von langen Autobahnkilometern, einem Zwischenstopp in Neumarkt und der wachsenden Aufregung, dass nun endlich unser Sardinien-Abenteuer beginnt.

Am nächsten Morgen erreichen wir Livorno, allerdings erst nach einem kleinen Navigationschaos, bei dem wir gefühlt jede mögliche Einfahrt zur Grimaldi-Fähre dreimal gesehen haben. Doch schließlich finden wir den richtigen Zugang und ergattern sogar einen Stellplatz direkt am Hafen. Die Stimmung ist großartig: Ein Spaziergang durch die Stadt, ein guter Aperol und später ein spontanes Stellplatz-Fest mit fünf Nachbarpärchen. Besser hätte der Einstieg in den Urlaub nicht sein können.

Die Überfahrt am folgenden Tag verläuft entspannt. Wir dösen auf dem Deck, beobachten die anderen Reisenden und genießen die langsam näherkommende Insel. Als die Fähre in Olbia anlegt, ist es ein bisschen, als würden wir in einer anderen Welt ankommen. Warm, salzig, mediterran. Sardinien empfängt uns mit einem weichen Abendlicht. Unser erster Übernachtungsplatz, die Gegend um Cala Banana, schenkt uns einen ruhigen Start und den ersten sardischen Sonnenaufgang.

Etappe 2: Die Nordostküste: Von Olbia bis Cala Gonone

Unsere Sardinien-Tour beginnt an den Stränden rund um Olbia. Nach ein paar Fehlversuchen stoßen wir auf den Spiaggia di Bunthe, ein kleiner, feiner Strand, der uns sofort begeistert. Das Wasser glitzert, der Sand ist angenehm, und trotz anfänglicher Unsicherheit („Ist das hier erlaubt?“) fühlen wir uns schnell willkommen. Die deutschen Nachbarn beruhigen uns: „Solange ihr euch ruhig verhaltet, passt das schon.“ Hier genießen wir den ersten entspannten Strandtag Sardiniens.

Ein Stück weiter südlich liegt Spiaggia di Foghe Pizzina, ein versteckter, ruhiger Strand, der Natur und Einsamkeit pur bietet. Das Meer glitzert türkis, die kleine Bucht lädt zum Verweilen ein, ein perfekter Zwischenstopp, bevor wir wieder ins Landesinnere fahren.

Weiter südlich sammeln wir Eindrücke, die zwischen urig, wild und bergig wechseln. Die Höhenzüge um Nuoro wirken zunächst eher unspektakulär, doch gleich darauf tauchen wir in das ursprüngliche Sardinien ein: Mamoiada überrascht uns mit sardischer Gastfreundschaft. Beim Mittagessen ohne Menükarte lässt der Wirt für uns auf Italienisch, Sardisch und mit viel Gestik das Menü entstehen, ein Erlebnis, das man nicht plant, sondern das einen einfach findet.

Cala Gonone zeigt sich als hübsches Küstenstädtchen, aber völlig überfüllt. Die Stimmung im Ort weniger spektakulär, zu viele Menschen, zu wenig Platz. Also entscheiden wir, die Küstenstelle noch etwas zu meiden. Stattdessen zieht es uns weiter ins Hinterland, über den Passo Genna Silana. Die kurvigen Straßen durch dichte Wälder und schroffe Kalksteinfelsen bieten atemberaubende Ausblicke auf das Supramonte-Gebirge. Ein kurzer Stopp genügt, um die wilde Schönheit Sardiniens zu spüren, noch bevor wir wieder Richtung Küste fahren.

Also weiter Richtung Lotzorai, wo wir einen wunderschönen Pinienplatz finden. Morgens bei Meerrauschen frühstücken, abends wegen Wespen lieber im Wohnmobil grillen, es ist herrlich entspannt und langsam spüren wir das echte Urlaubsgefühl.

Etappe 3: Die Ostküste hinunter: Von Arbatax bis Villasimius

Die Ostküste Sardiniens empfängt uns mit Farbe, Form und Charakter:

Ein kurzer Abstecher führt uns zu den Rocce Rosse in Arbatax. Die bizarren roten Felsen sind beeindruckend und bieten spektakuläre Fotomotive. Die roten Felsen von Arbatax leuchten wie Monumente vor dem türkisblauen Meer, fast unwirklich schön. Ein Eindruck, der bleibt.

Wir steuern verschiedene Strände an, erleben zunächst überfüllte Parkplätze, dann wieder idyllische Buchten. Weiter südlich, bei Bari Sardo, finden wir Spiaggia dei Lobinas, ein ruhiger Strand mit glasklarem Wasser, feinem Sand und Blick auf den Torre di Barì. Hier fühlen wir uns wie in einem kleinen Paradies – nachts ganz allein mit dem Rauschen des Meeres.

Je weiter wir nach Süden kommen, desto karibischer wird es. Villasimius zeigt die strahlend hellen Farben, für die dieser Küstenabschnitt berühmt ist, allerdings auch die Ströme an Touristen. Daher fahren wir weiter und finden am Spiaggia di Santo Stefano genau das, wonach wir gesucht haben: ein ruhiger, natürlicher Strand mit Fischen im klaren Wasser und einem Sonnenuntergang, der den Himmel rosa färbt.

Etappe 4: Hauptstadtflair & südliche Küste: Cagliari und Porto Botte

Nach Tagen voller Natur tauchen wir in das lebendige Herz Sardiniens ein: Cagliari. Die Stadt verzaubert sofort mit ihren schmalen Gassen, bunten Häusern und einem lebendigen gastronomischen Rhythmus. Wir flanieren durch das Zentrum, probieren Köstlichkeiten, beobachten das Treiben und genießen das mediterrane Flair.

Ein Highlight ist der Besuch des Mercato di San Benedetto, ein Markt voller Leben, Farben, Stimmen, frischem Fisch und dem Duft nach Meer und Kräutern. Plötzlich merkt man, wie sehr die Insel kulinarisch von ihrer Geschichte und ihrer Küstennähe geprägt ist. Doch das pure Stadtleben wird am Abend von einem ganz anderen Erlebnis abgelöst.

Südlich von Cagliari suchen wir lange nach einem Spot. Pula? Voll. Piscinnì? Keine Chance. Schließlich landen wir in Porto Botte. Flamingos am Horizont, das Meer ruhig, der Wind mild. Romantisch… bis die Nacht beginnt. Karaoke bis 4 Uhr morgens, Staubwolken durch vorbeirasende Autos und null Schlaf. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst, aber garantiert nicht wiederholen möchte.

Etappe 5: Der wilde Südwesten: Von Sant’Antioco bis Buggerru

Der Südwesten Sardiniens zeigt sich rauer, kantiger und gleichzeitig unglaublich beeindruckend. Sant’Antioco ist inzwischen fast überall „Camper verboten“ – also weiter.

Am Pan di Zucchero, dem ikonischen Felsen im Meer, staunen wir zwar über die Natur, fliehen aber vor dem Trubel. Und dann finden wir genau das, was man auf so einer Reise sucht: Einen ruhigen, terrassenförmig angelegten Platz an der SP83 bei Buggerru.

Hier treffen steile Klippen auf türkisgrüne Wellen. Der Sonnenuntergang ist malerisch, und die kalte Außendusche mit Meerblick sorgt für viel Gelächter – und vermutlich ungewollte Blicke von unten.

Kurz darauf steht Capo Pecora auf dem Programm: wilde Felsen, starke Wellen und viel Ruhe. Ein Ort, der so roh und echt wirkt, dass man sich ein bisschen allein auf der Welt fühlt.

Etappe 6: Die wilde Westküste: Von den Dünen von Piscinas bis zu den Reiskornstränden

Diese Etappe führt uns an die ungezähmteste Küstenlinie Sardiniens; eine Landschaft, die wilder, weiter und ursprünglicher nicht sein könnte.

Unser Weg beginnt im Süden, wo die berühmten Dünen von Piscinas wie eine kleine Sahara ans Meer stoßen. Meterhohe Sandberge, die sich mit dem Wind formen, treffen hier auf das kräftig blaue Meer. Die Anfahrt über Schotterpisten lässt bereits ahnen, dass man an einem außergewöhnlichen Ort ankommt. Wir steigen die warmen Dünen hinauf und genießen oben einen Panorama-Blick, der uns sprachlos macht: endlose Sandhügel im Rücken, das Meer vor uns, die Sonne, die die Landschaft in goldenes Licht taucht. Ein Ort, der sich in Herz und Erinnerung brennt.

Wenige Kilometer weiter machen wir Halt am Spiaggia di Campu Sali, einem fast menschenleeren Strandabschnitt zwischen Arbus und der Küste Richtung Oristano. Die Brandung ist kräftig, der Strand weit, und am Abend glüht der Himmel in Orange- und Rosatönen. Hier wirken Meer und Wind fast ungezähmt, ein wilder, wunderschöner Moment der Ruhe.

Von hier führt uns eine schmale Straße durch weite Ebenen zur Brücke von Marceddì (Ponte Marceddì). Ein schmaler Landstreifen trennt hier das offene Meer von einer großen Lagune. Fischerboote schaukeln leicht im Wasser, Reiher stehen reglos am Ufer und die Luft riecht nach Salz, Schilf und Meer. Wir halten an und lassen die Stille wirken, ein Ort, der gleichzeitig verlassen und magisch ist.

Weiter nördlich erreichen wir Foce Fiume Tirso, die Mündung des größten Flusses Sardiniens. Hier stehen wir zum ersten Mal vollkommen allein. Kein anderes Fahrzeug, keine Menschen, nur wir, der Fluss, der sich ruhig ins Meer schiebt, und der Wind, der durch das hohe Schilf streicht. Der Platz hat etwas Raues, Unberührtes, als hätte die Natur ihn nur für uns freigehalten.

Für einen kulturellen Abstecher fahren wir ins Landesinnere nach Fordongianus. Die römischen Thermen liegen direkt am Fluss und erzählen seit Jahrhunderten Geschichten vergangener Zeiten. Heiße Quellen dampfen noch heute, Steine, die vor 2.000 Jahren von Menschenhand behauen wurden, sind noch sichtbar,  ein spannender Kontrast zur wilden Küste.

Zurück am Meer entdecken wir Portu Suedda, einen der schönsten und stillsten Plätze dieser Etappe. Der Strand ist naturbelassen, das Wasser schimmert in unglaublichen Blau- und Grüntönen. Ein Verkäufer bietet Pecorino aus eigener Herstellung an, natürlich können wir nicht widerstehen und genießen sardischen Käse mit Blick aufs Meer. Genau solche unerwarteten Momente machen diese Reise so besonders.

Ein Stück weiter nördlich liegen die berühmten Reiskornstrände von Is Arutas und Mari Ermi, die mit ihren schneeweißen Quarzkörnchen ein völlig anderes Strandgefühl vermitteln. Das Wasser ist glasklar, der Sand schimmert wie feiner Kristall, ein unvergesslicher Abschluss unserer wilden Westküsten-Etappe.

Etappe 7: Der Nordwesten: Bosa, Küstenstraßen & Maddalena-Archipel

Auf dem Weg Richtung Norden legten wir in Cuglieri einen kleinen, aber lohnenden Zwischenstopp ein. Unser Reiseführer hatte uns versprochen, dass es dort besonders gutes Olivenöl geben würde – und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Bei der Olearia Peddio probierten wir uns durch die verschiedenen Öle, verliebten uns in eins (oder zwei… 🤭) und schlugen zu. Anschließend spazierten wir durch das verschlafene Dorf, mit seinen engen Gassen und kleinen Steinhäusern, und genossen oben bei der Basilica einen traumhaften Blick über die Hügel bis zum Meer. Essen wäre schön gewesen, aber typisch Sardinien – alles geschlossen. Also weiter nach Bosa.

Dort hatten wir sofort Glück und ergatterten einen Stellplatz direkt am Hafen. Ab September sogar kostenlos, was will man mehr? Der Kaffee an der Strandbar fiel wegen der italienischen Regel „Kein Cappuccino nach 11 Uhr“ aus, also gab’s eben einen Spritz – wir passten uns an und konnten darüber nur lachen. Der Strand war herrlich, und später erkundeten wir die Stadt. Bosa hat uns wirklich begeistert: bunt, charmant, jede Ecke liebevoll dekoriert. Wir liefen manche Gassen zweimal ab, weil man immer wieder Neues entdeckte. Ein Besuch in einer Weinbar musste natürlich sein – leckerer Malvasia, super Beratung, ein Schnaps aufs Haus und später Pizza, bevor wir nachts entlang des beleuchteten Flusses zurückliefen. Bosa hat uns richtig verzaubert.

Die Küstenstraße SP105 zwischen Bosa und Alghero war schon wieder ein komplett anderes Sardinien: Felsen, Kurven und ein Meer, das wie gemalt wirkte. Ein kurzer Stopp in Villanova Monteleone, wo man locker hätte bleiben können, aber wir hatten noch ein Ziel vor Augen.

Am Spiaggia Pazzona bei Stintino erwartete uns ein ruhiger, fast schon stiller Ort. Schilder wie „Camping verboten“ interpretieren wir ja inzwischen mit etwas humorvollem Pragmatismus – campen tun wir ja nicht 😉. Und wie gedacht: es standen bereits Camper dort, weit genug von der Hauptsaison entfernt. Der Strand war wunderschön, türkisblau und weit, mit etwas Seegras, aber unglaublich entspannt. Kaum Menschen, keine Hektik, nur hin und wieder ein Umweltfahrzeug. Ein Platz, an dem man einfach abschaltet.

Weiter ging es nach Castelsardo, das auf den ersten Blick wie ein Postkartenmotiv wirkte – diese farbigen Häuser, die Burg, der Felsvorsprung über dem Meer. Der Weg hoch war anstrengend, aber der Blick lohnte sich. Doch je weiter wir hochkamen, desto stärker spürte man den Touri-Druck. Körbe, die angeblich handgeflochten sind, aber irgendwie nicht wirklich vor unseren Augen entstehen wollten. Wenig Lächeln, viel Geschäft. Trotzdem gab es Lichtblicke: der Turm der Kathedrale, mit Glockenspiel und hübschem Dach, hat uns richtig gefallen, und die Seada war köstlich. Ein Ort, schön anzusehen, aber man spürt, dass die Geduld gegenüber Touristen etwas aufgebraucht ist.

Der Elefantenfelsen war dann wieder ein lockerer Abstecher. Nett, überraschend groß, mit kleinen prähistorischen Grabkammern im Inneren. Kein Mega-Highlight, aber diese Dinge gehören einfach dazu. Zum Glück waren wir früh da, bevor die Busse anrollten.

Unser nächster Stellplatz bei Cala Ostina war ein echter Glücksgriff. Erst dachten wir, die Plätze wären schon belegt, aber dann entdeckten wir unten einen großen Parkplatz mit Meerblick. Anfangs standen wir nur zu zweit, bis sich der Platz füllte. Die Deutschen wie immer ordentlich in einer Reihe, damit jeder den Blick genießen kann – und die Italiener wie immer ganz entspannt mitten davor, inklusive dem Aufbau einer halben Muckibude. Wir mussten lachen und hatten beste Unterhaltung. Der Sonnenuntergang war großartig, die Spazierwege schön, nur der schmale Pfad am Ende eher etwas für Leute mit „mehr Mut als wir“.

Capo Testa stellte dann wieder klar, warum der Norden so beliebt ist. Das Schild, dass Wohnmobile erst ab 30. September durchfahren dürfen, haben wir wohl „übersehen“… es war der 29.9., also Augen zu und durch. Wir bekamen einen Parkplatz und tauchten ein in diese Granitwelt, die aussieht, als wäre man auf einem anderen Planeten. Riesige Felsformen, glatt, rund, durchlöchert, wild modelliert – einfach beeindruckend. Und die Aussicht nach Korsika, das zum Greifen nah schien. Früh dort zu sein war perfekt, später wurde es voll und die Selfiesticks wuchsen aus dem Boden.

In Palau parkten wir direkt am Hafen, um Tickets für die Maddalena-Bootstour zu kaufen. Kleine Boote waren alle ausgebucht, also blieb uns die große 80-Mann-Variante. Voll touristisch, keine Frage, aber deutlich günstiger und dieselbe Route. Palau selbst ist ein netter Ort zum Herumschlendern, und das rosa Café mit dem „Rosa Cappuccino“ hat uns besonders überrascht – alles dort war so liebevoll gemacht und die Caletti einfach himmlisch.

Die Bootstour war dann einer der schönsten Tage der ganzen Reise. Das Team super herzlich, viel erzählt, viel gelacht, und das Wasser – wirklich ein Traum in allen Blautönen. Santa Maria war unser erster Halt, naturbelassen, glasklar, ein Badeparadies. Danach die Cala Corsara auf Spargi, traumhaft schön, und der Rosa Strand von Budelli, den man nur aus der Ferne sehen darf, aber trotzdem besonders wirkt. La Maddalena Stadt war nett, aber kein Muss. Viel spannender war die Rückfahrt, mit tief stehender Sonne, Musik an Deck und diesem goldenen Licht über dem Meer.

Kurz vor Ende der Reise wartete dann noch eine kleine Odyssee: entsorgen. Der Campingplatz in Palau wollte 20 €, der nächste war geschlossen, der übernächste schließlich 30 €. Zwei Mal fahren, zahlen, lachen – so ist es eben manchmal. Danach ging’s zurück nach Cala Banana, wo wir die Reise begonnen hatten. Dort trafen wir endlich Taddi und Mike, mit denen wir schon die ganze Reise über Kontakt hatten, und am letzten Abend noch ein Paar aus Livorno wieder. Aus einem kleinen „Magst ein Bier?“ wurde ein wunderschöner Abend mit Gitarre am Strand und Sonnenuntergang. Genau diese Begegnungen machen das Reisen aus.

Schließlich hieß es Ciao Sardinien. Anfangs waren wir uns unsicher: wunderschön, aber Camper nicht immer willkommen. Der Süden war stressig, die Straßen voll, die Stimmung angespannt. Doch im Westen und Norden entspannte sich alles und wir konnten die Insel so richtig genießen. Jetzt wissen wir: Sardinien ist traumhaft, aber kein Freisteh-Paradies. Mit Respekt, Diskretion und ohne Campingverhalten funktioniert es – und dann erlebt man Orte, die man nie vergisst.

Unsere Reisekosten

⛴ Fähre

317 €
Hin-u. Rückfahrt, Wohnmobil,
Kabine für 2 Personen

⛽ Tanken

605 €
Diesel für die gesamte
Reise zzgl. ca. 20 € für AdBlue

🛣 Maut

140 €
Österreich, Brenner & italienische Autobahnen

🛒 Lebensmittel

590 €
Einkäufe für unterwegs

🍕 Essen & Trinken auswärts

440 €
Cafés, Bars, Restaurants

🏕 Stell- & Campingplätze

102 €  inkl. Strom & Duschen
30 € Stellplatz-Entsorgung

🎟 Eintritt, Sehenswürdigkeiten

100 €  Bootstour

>

💰 Gesamtkosten

≈ 2.324,00 €

Reisedauer: 11.9.2025 - 02.10.2025 = 22 Tage

Gefahrene Kilometer: 3225 km

Tipps für die Planung unserer Sardinien-Reise

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die uns bei der Planung und unterwegs in Sardinien wirklich geholfen haben. Nichts Wildes, einfach Sachen, die man vorher gut gebrauchen kann und die uns einiges leichter gemacht haben.


Infos holen,  am liebsten von anderen Reisenden

Wir haben uns viele Tipps über Social Media geholt. Vor allem von anderen Campern und Reisenden, die gerade erst dort waren. Das war oft aktueller und ehrlicher als alles andere, gerade wenn es um Straßen, Orte oder Stellplätze ging.


Route selbst bauen mit Google Maps

Unsere Route haben wir uns komplett selbst mit Google Maps zusammengestellt. So konnten wir flexibel bleiben und unterwegs spontan entscheiden, wo wir länger bleiben oder etwas auslassen.
Wichtig: Strecken dauern in Albanien oft länger als gedacht, lieber nicht zu voll planen.


Reiseführer, der uns wirklich geholfen hat

Trotz Social Media hatten wir auch einen klassischen Reiseführer dabei und der hat sich gelohnt. Der Reiseführer von Marco Polo  war für uns super hilfreich, vor allem für Roadtrip und Camper. Viele kurze Infos, gute Tipps und kein unnötiges Blabla.

👉 Reiseführer: MARCO POLO Camper Guide Sardinien: Insider-Tipps für deine Wohnmobil-Touren

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🚐 Praktische Dinge, die in Albanien wirklich sinnvoll sind

Albanien ist kein schwieriges Reiseland, aber an vielen Stellen einfach anders. Straßen, Stellplätze und Wege sind oft ursprünglicher  und genau dafür sind ein paar Dinge besonders hilfreich, die man in anderen Ländern kaum braucht.

Dinge, die wir empfehlen können:

  • Offline-Karten / Straßenatlas – Empfang ist nicht überall selbstverständlich
    ➡️ [Bei Amazon ansehen]*

     

  • Schaufel / Klappspaten
    Klingt banal, hat uns aber schon mehrfach geholfen. Sand, Kies oder weicher Untergrund sind keine Seltenheit, mit einer Schaufel kommt man oft schneller wieder frei als gedacht.
    ➡️ [Bei Amazon ansehen]*

     

  • Traktionshilfen / Sandbleche (leicht & kompakt)
    Gerade an Stränden, auf Schotter oder feuchtem Boden extrem hilfreich.
    Gibt Sicherheit, wenn man gern etwas abseits steht.
    Wir haben die "ARB 2 Stück Bergungsboards "Tred Pro" schwarz"
    (unbezahlte Werbung


* Affiliate-Hinweis: Die Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich.

Langsamer reisen, mehr erleben

Unser Tipp: nicht alles durchplanen.
Sardinien lädt ein, sich treiben zu lassen, von einsamen Stränden über kleine Bergdörfer bis zu lebhaften Märkten. Wer sich Zeit nimmt, erlebt die Insel intensiver und kann jeden Moment genießen.

Österreich

Österreich

Österreich

Manchmal braucht es keine große Planung.
Nur das Wohnmobil, ein paar freie Tage und die Richtung Berge.

Im Juni 2025 waren wir mit unserem Muki in Österreich unterwegs.
Über bekannte Alpenpässe, zu ruhigen Almen und vor allem zu Stellplätzen,
bei denen nicht der Platz im Vordergrund steht, sondern die Menschen dahinter.

Viele unserer Stopps lagen auf Landvergnügen-Höfen.
Genau diese Mischung aus Landwirtschaft, Gastfreundschaft und Ruhe
macht für uns den besonderen Reiz dieser Art zu reisen aus.

Unsere Route

· Timmelsjoch
· Jaufenpass · Stranig
· Weißensee · Arriach
·
Hochrindl 
· St. Margarethen
·
Krakauebene
· Sölkpass · Saalfelden

Timmelsjoch & Jaufenpass – Einstieg in die Alpen

Wohnmobil fährt durch enge Serpentinen der Timmelsjoch Hochalpenstraße mit Blick auf schneebedeckte Gipfel.

Timmelsjoch

4x4 Wohnmobil auf der kurvigen Passstraße zum Jaufenpass in Südtirol bei Sonnenuntergang

Jaufenpass

Der erste große Höhepunkt unserer Route war das Timmelsjoch, eine der eindrucksvollsten Alpenstraßen zwischen Österreich und Italien. Die Straße schlängelt sich mit zahlreichen Kehren hinauf in die Bergwelt, immer wieder eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf Gletscher, Täler und schroffe Felslandschaften. Diese Passstraße ist nicht nur eine Verbindung zwischen Nord und Süd, sie ist selbst ein Erlebnis. An mehreren Aussichtspunkten haben wir angehalten, weil weiterfahren einfach zu schade gewesen wäre.

Direkt im Anschluss führte uns der Jaufenpass weiter. Weniger hoch als das Timmelsjoch, aber landschaftlich ebenso reizvoll, sanftere Kurven, lichter Wald und lange Blicke ins Tal machten das Fahren angenehm und entspannt.

Timmelsjoch:

 

  • Höhe: ca. 2.509 m

  • Strecke: ca. 50 km, rund 44 Kehren

  • Maut: PKW ca. 20 €, Motorrad ca. 18 €,
    Wohnmobile über 3,5 t ca. 30 € einfache Strecke

  • Saison: ca. Juni–Oktober, nur tagsüber befahrbar

  • Straßenzustand: gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten und Rasthaus an der Passhöhe

Jaufenpass:

 

  • Höhe: ca. 2.094 m

  • Strecke: ca. 31 km, etwa 20 Kehren

  • Mautfrei

  • Saison: Mai bis November, Winterfahrten nur eingeschränkt möglich
  • Straßenzustand: gut, mit schönen Blicken auf Täler und Berge

Straniger Alm - erster Landvergnügen-Stopp

Wir sind über Landvergnügen zur Straniger Alm gekommen.
Schon die Fahrt zur Straniger Alm war spannend. Etwa 10 Kilometer über eine schmale, kurvige Schotterstraße, mitten durch die wunderschöne Natur. Unterwegs gab es tolle Ausblicke ins Gailtal und auf die Berge.

Oben angekommen, fühlt man sich sofort wohl. Kühe auf der Wiese, das Läuten der Glocken und eine gemütliche Hütte sorgen für echte Alm Stimmung. Das Essen ist super, besonders der Gailtaler Almkäse, der direkt dort gemacht wird.

Ein besonderes Erlebnis war das Almfrühstück. Frische Produkte von der Alm, Kaffee mit Bergblick, einfach herrlich! Die frische Luft und die Ruhe machen den Morgen perfekt.

Alles wirkt echt und ehrlich. Die Gastgeber sind freundlich, und man fühlt sich sofort willkommen. Die Alm ist auch ein guter Startpunkt für Wanderungen, Biketouren oder Motorradausflüge.

Wer Natur, Ruhe und echtes Almleben sucht, ohne viele Touristen ist hier genau richtig. Die Mischung aus Abenteuer, Gemütlichkeit, leckerem Essen und wundervoller Aussicht macht die Straniger Alm zu einem ganz besonderen Ort in Kärnten.

Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.
Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.

Landvergnügen pur: Morgens über den Wolken aufwachen und dem Läuten der Kuhglocken lauschen. Die Straniger Alm ist für uns einer der spektakulärsten Stellplätze in Kärnten. Die Anfahrt über die Schotterkehren erfordert etwas Mut und ein kompaktes Wohnmobil, aber die Belohnung ist frischer Almkäse direkt vom Erzeuger und ein Blick bis zum Großglockner.
Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.

Ort/Region:
Straniger Alm, auf ca. 1501 m Höhe im Kärntner Gailtal, direkt am Karnischen Höhenweg. ☀️

Produkte & Hofangebote:
Gailtaler Almkäse g.U. traditionell hergestellt aus Alm‑Milch
– Ziegen‑ und Kuhmilchprodukte (z. B. Schnittkäse, Hartkäse)
Joghurt, Almbutter
– Speck, Würste, Salami
– Ziegenmilchprodukte 

Kulinarik & Service:
– Warme Küche mit hausgemachten Schmankerln aus eigenen Produkten
– Brettljause, Almfrühstück & regionale Spezialitäten
– Gemütliche Alm‑Atmosphäre mit Blick auf die Karnischen Alpen

Saison & Öffnungszeiten:
Geöffnet ca. Juni bis Ende September (bei Schönwetter teilweise bis Oktober)
– Gastronomie & Hofbetrieb saisonal, genaue Daten am besten direkt erfragenstraniger-alm.at

Landvergnügen ist ein Netzwerk aus Höfen, Almen und ländlichen Betrieben, bei dem man mit dem
Wohnmobil kostenfrei 24 h auf naturnahen Stellplätzen stehen kann, weit weg vom
Campingplatz-Trubel und oft direkt bei Menschen, die hier leben und arbeiten.

Weißensee - Urlaub in der Karibik der Alpen

Wohnmobil auf dem Campingplatz am klaren Weissensee in Kärnten umgeben von Bergen.
Wohnmobil auf dem Campingplatz am klaren Weissensee in Kärnten umgeben von Bergen.

Unser nächstes Ziel war der Weißensee in Kärnten, ein besonderer Ort für alle, die im Urlaub Wert auf unberührte Natur und echte Erholung legen. Auf 930 Metern Seehöhe gelegen, beeindruckt der See vor allem durch sein kristallklares Wasser, das offiziell Trinkwasserqualität aufweist und im Sommer angenehme Temperaturen von bis zu 25 Grad erreicht. Da zwei Drittel des Ufers komplett naturbelassen und nicht durch Straßen erschlossen sind, bleibt die Atmosphäre ruhig und fernab vom Massentourismus. Wer die Landschaft erkunden möchte, kann dies wunderbar zu Fuß auf den zahlreichen Wanderwegen, mit dem Mountainbike oder ganz entspannt mit den Linienschiffen der Weißensee Schifffahrt tun, die die verschiedenen Anlegestellen miteinander verbinden. Besonders im Winter bietet die Region ein einzigartiges Erlebnis, wenn der See zur größten Natureisfläche Europas gefriert und zum Eislaufen, Eisstockschießen oder für lange Spaziergänge einlädt.  Wir aber genossen die warmen Sommer-Temperaturen, ließen die Füße ins Wasser baumeln und genossen ein Bierchen am Ufer, bevor es weiter ging.

Ort/Region:
Weißensee (Kärnten) – kristallklarer Gebirgssee auf ca. 930 m.
Hochrindl (Nockberge) – Almregion auf über 1.600 m mit weiten Wiesen und sanften Gipfeln.

Highlights / Sehenswürdigkeiten:

  • Kristallklarer Weißensee, Panoramablick auf Berge

  • Hochrindl-Almen mit Wanderwegen und Aussichtspunkten

  • Bewirtschaftete Almhütten & Gasthöfe

Aktivitäten:

  • Wandern: Rundwege am See und Almen

  • Baden, Stand-Up-Paddling, Mountainbike & E-Bike

  • Fotografie & Naturbeobachtung

Kulinarik / Essen:

  • Gasthöfe & Almhütten mit regionalen Spezialitäten

  • Almjause, Käsesorten, Süßspeisen wie Kaiserschmarrn

  • Seeterrassen direkt am Wasser

Wohnmobil / Parken:

  • Stellplätze am Seeufer und bei Wanderstarts, meist 15–25 €/Nacht

  • Frischwasser, Entsorgung und Strom an offiziellen Plätzen

  • Wildcampen außerhalb offizieller Plätze verboten, nur auf Stellplätzen erlaubt

  • Früh ankommen lohnt sich in der Hauptsaison

Besonderheiten:

  • Übergang von ruhigem See zu alpiner Almregion

  • Ruhige, naturnahe Umgebung, ideal für Familien & Naturfans

Tipp:

  • Früh am See sein für Morgenlicht & Spiegelungen

  • Hochrindl morgens starten für klare Sicht

  • Regionale Spezialitäten probieren und Stellplatz früh sichern

Weitere Landvergnügen-Höfe auf unserer Route durch Österreich

Wir lieben es, auf Landvergnügen-Höfen zu stehen. Deshalb haben wir auf unserer Österreich-Route gezielt Landvergnügen-Höfe angesteuert und die Reise danach geplant.

Unterkirchenhof

Ein ruhiger Familienbetrieb mit Viehhaltung, mit Hofladen mit Butter, Käse, Speck, Wurst  und unser kleines Highlight: Kärntner Nudeln in vielen verschiedenen Füllungen, tiefgefroren zum Mitnehmen. Als Stellplatz steht man direkt am Hof zwischen Wiesen, mit Blick in die Berge und ohne viel Trubel. (Nach aktuellem Stand in der App scheint der Unterkirchenhof ab 2026 nicht mehr gelistet zu sein.)

Die Hiasl Zirbenhütte auf der Hochrindl in Kärnten, umgeben von verschneiten Nockbergen im Winter 2026.

Hiasl Zirbenhütte

Die Hiasl Zirbenhütte liegt auf der Hochrindl und wirkt wie eine klassische Almhütte, unkompliziert, herzlich und mit regionaler Küche. Die Zirbenstube duftet angenehm nach Holz und auf der Terrasse hat man freie Sicht auf die Nockberge. Wanderwege starten direkt vor der Tür. Der Stellplatz ist ruhig und passt perfekt für eine Nacht oben am Berg.

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Meissnitzerhof in St. Margarethen im Lungau via Landvergnügen.

Meissnitzerhof

Hier steht man am Ortsrand in der Nähe von Rindern, Schweinen, Schafen und Hühnern, sieht den Alltag der Landwirtschaft und hat trotzdem Ruhe. Der tolle Hofladen "Troadkosten" hat hausgemachten Käse, Topfen, Butter, Joghurt, Speck, alles frisch und regional. Total lecker fanden wir den Rahmkoch. 

Wohnmobil Stellplatz am Bergerhof in der Krakauebene in der Steiermark via Landvergnügen.

Bergerhof

Der höchstgelegene bewirtschaftete Hof der Steiermark  (1.450 m). Schon die Anfahrt in die Krakau ist ein Erlebnis. Top Fleischqualität. Wir haben Rostbraten gekauft und direkt auf dem Grill zubereitet, der beste Rostbraten, den wir je hatten! Im Hofladen gibt es außerdem Knödel, Wurstwaren, Schnäpse, Liköre alles hausgemacht. Der Betrieb legt großen Wert auf die Erhaltung alter Nutztierrassen.  Man steht direkt bei den Schweinen und kann das Hofleben hautnah miterleben.

Das Beste kommt zum Schluss: Gipfelleuchten am Steinernen Meer

Eigentlich war dieser gesamte Trip genau auf diesen Moment ausgerichtet. Den Fritzhof und das Steinerne Meer. Als wir letztes Jahr auf der Rückreise von Albanien einen Stopp am Fritzhof Almdorf machten, erzählte uns die Gastgeberin von „Berge in Flammen“. Wir konnten damals leider nicht länger bleiben, aber der Termin wurde sofort für das nächste Jahr fixiert. Somit war dieses Event das eigentliche Ziel unserer Reise, das große Finale und ein absolutes Highlight zum Abschluss eines tollen Urlaubs.

Über den Sölkpass: Abkürzung mit Aussicht

Wohnmobil auf der Passhöhe des Sölkpass in der Steiermark mit Blick auf die Alpenwelt.

Anstatt die Autobahn zu nehmen, sind wir über den Sölkpass Richtung Ziel gezuckelt. Eine kurvige Angelegenheit, aber landschaftlich einfach unschlagbar.

Wohnmobil auf der Passhöhe des Sölkpass in der Steiermark mit Blick auf die Alpenwelt.
Sölkpass

  • Höhe: ca. 1.790 m
  • Strecke: ca. 50 km, einige Kehren
  • Maut: Mautfrei
  • Saison: ca. Mai–Oktober (Wintersperre, keine Räumung)
  • Straßenzustand: Gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten; kann im Sommer Frostschäden aufweisen.

Unser „Home away from home“: Fritzhof Almdorf

Wir waren ja schon öfter hier und es fühlt sich jedes Mal wie Heimkommen an. Die Gastgeber sind super herzlich und der Stellplatz ist ein Traum. Man macht die Tür auf und hat direkt dieses Mega-Panorama vor der Nase.

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Fritzhof in Saalfelden mit Blick auf das Steinerne Meer.
Wohnmobil auf dem Stellplatz am Fritzhof in Saalfelden mit Blick auf das Steinerne Meer.
Infobox:
Fritzhof Almdorf

 

  • Stellplatz: Top-Lage mit Aussicht, Strom/Wasser vorhanden.

  • Hofleben: Viele Tiere zum Beobachten.

  • Geheimtipp: Das kleine Verkaufshäuschen. Hier gibt’s hausgemachte Salben, die wirklich extrem gut helfen (wir haben uns direkt wieder eingedeckt!).

  • Aktiv: Wander- und Radwege.

  • Details & Preise: Alle Infos zu den Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt beim Fritzhof Almdorf.

Gänsehaut-Moment: Berge in Flammen

Abends ging es dann endlich los. Wir schnappten uns ein Getränk und machten uns auf den Weg zu einem Punkt, den uns die Gastgeberin als Geheimtipp verraten hatte. Von dort oben hatte man nicht nur Frontal-Sicht, sondern den perfekten Rundumblick auf die gesamte Bergkette. Wir saßen da vor diesen riesigen Felswänden und haben gewartet, bis die Dämmerung alles verschluckt hat. Sobald es richtig dunkel war, ploppte wie auf Kommando ein Feuer nach dem anderen an den steilen Hängen auf. Es war faszinierend. Erst sieht man nur kleine Lichtpunkte, und plötzlich erkennt man ganze Bilder, die in die Nacht brennen. Wenn man da in der Stille sitzt, an seinem Drink nippt und zuschaut, wie die riesigen Berge rundherum nach und nach „angesteckt“ werden, ist das ein Gänsehaut-Moment, den man kaum beschreiben kann. Man fühlt sich winzig klein vor dieser brennenden Kulisse. Es war genau das Highlight, das wir uns erhofft hatten, ein absolut genialer Abschluss für unseren Urlaub!
Sonnwendfeuer am Steinernen Meer: Brennende Gipfelketten über Saalfelden und Maria Alm bei Nacht.
Sonnwendfeuer am Steinernen Meer: Brennende Gipfelketten über Saalfelden und Maria Alm bei Nacht.
Diese Sonnwendfeuer haben eine uralte Tradition, die bis heute richtig gefeiert wird. Früher sollten sie zur Sommersonnenwende die Kraft der Sonne stärken und alles Böse von den Almen vertreiben.
Heute ist das Ganze eine logistische Meisterleistung der lokalen Bergvereine und Freiwilligen. Die Leute schleppen das Brennmaterial, oft hunderte Fackeln oder Holzstöße,  stundenlang zu Fuß hoch in die extrem steilen Gipfelregionen. Da gibt es keine Lifte, das ist pure Knochenarbeit. Nur so entstehen dann diese riesigen, leuchtenden Symbole wie Edelweiß oder Kreuze direkt in der Wand.
Albanien

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Albanien im Mai 2024 mit dem Wohnmobil
Von den kurvigen Schotterpisten Bosniens über die atemberaubende Osum-Schlucht Albaniens bis hin zu versteckten Traumstränden und dem spektakulären Llogara-Pass. Unser 3-wöchiger Roadtrip war ein einziger Adrenalinkick, der uns gezeigt hat, dass der Weg in Albanien wirklich das Ziel ist.

Unsere Route

Deutschland -> Spittal an der Drau -> Zagreb -> Maglaj -> Hum (Grenze BiH/MNE) -> Podgorica -> Hani i Hotit (Grenze MNE/ALB) -> Rrjolli Beach Velipoja -> Shkodër -> Pukë -> Lezhë -> Tale -> Durrës -> Rrogozhinë -> Berat -> Skrapar (Osum-Schlucht) -> Përmet -> Banje Buriment Termale -> Ksamil -> Butrint (Fähre) -> Epirus (GR) -> Plataria -> Himarë -> Fier -> Divjakë -> Divjaka Karavaste National Park -> Tirana -> Krujë (Camping Mali) -> Shëngjin -> Rana e Hedhun (Düne) -> Theth-Tal -> Budva (MNE) -> Kotor -> Autocamp Todorovic -> Općina Ston (HR) -> Drage -> Saalfelden am Steinernen Meer

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Das Abenteuer Osum-Schlucht

Die Erkundung der Osum-Schlucht war für uns ein Höhepunkt voller Natur pur und echtem 4x4-Abenteuer. Wir haben unseren Camper direkt am Flussbett geparkt und dort übernachtet. Die Kombination aus der atemberaubenden Aussicht von unserem Spot in Skrapar, der herausfordernden 35 km Offroad-Strecke nach Përmet und der herzlichen Einkehr im "Petulla Caffe Camping" macht diesen Abschnitt für uns unvergesslich.

2. Der "Geheime" Traumstrand bei Durrës

Die Suche nach dem perfekten, menschenleeren Strand hat sich für uns definitiv gelohnt. Trotz gescheiterter Versuche und der Hilfe eines zufälligen Autofahrers fanden wir einen "wahren Traum" von einem Strand. Die Ruhe, die Zugänglichkeit nur für Eingeweihte und die magischen Sonnenuntergänge machten diesen Ort zu unserem absoluten Lieblingsplatz, zu dem wir sogar dreimal zurückkehrten.

3. Der historische Bazar und das Campingerlebnis in Krujë

Unser Besuch auf dem Bazar von Kruja fühlte sich an wie ein Sprung in die Vergangenheit. Wir standen auf dem "Mali Camping" ein super Platz mitten in der Stadt mit tollem Blick. Das absolute Highlight war der Zufall, dass wir beim Opferfest waren und den lebendigen Tiermarkt miterleben konnten. Ein direkter Einblick in die spannenden Traditionen Albaniens!

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Auf unserer Albanienreise 2024 haben wir viele schöne Freisteh-Spots und offizielle Campingplätze entdeckt, oft mitten in der Natur oder direkt am Meer. Wildcampen war damals an vielen Orten problemlos möglich, solange man respektvoll mit Land und Leuten umging.

Bitte beachtet jedoch, die Situation ändert sich in Albanien schnell. Manche Strände wurden inzwischen privatisiert, Zufahrten gesperrt oder neue Regeln eingeführt. Unsere Stellplätze zeigen daher, was wir 2024 erlebt haben, können heute aber anders aussehen.

Informiert euch daher immer aktuell und hinterlasst die Plätze so, wie ihr sie vorfinden möchtet, dann bleibt Albanien ein Land, das man weiterhin entspannt und verantwortungsvoll entdecken kann.

Rrjolli Beach – Velipoja

Unser Platz am Rrjolli Beach war einer dieser Spots, die man nie vergisst: ein ruhiger, wilder Strand mit viel Platz, einem kleinen Dorfladen in der Nähe und unglaublich herzlichen Menschen. Abends ein Lagerfeuer am Wasser, tagsüber absolute Ruhe – und zwischendurch liefen überall frei Schweine herum, was den gesamten Platz irgendwie noch charmanter machte. 

Strand von Spille – Rrogozhinë

Dieser Strand war einer der wenigen Plätze, die gleichzeitig gut erreichbar und wunderschön waren. Wir standen dort am Rand eines langen, natürlichen Strandes, der morgens fast menschenleer war. Die großen Pinien im Hinterland, die Ruhe und die Nähe zu Restaurants und Bars machten den Platz zu einem perfekten Mix aus Natur und Komfort und natürlich war es herrlich, den Abend am Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

Divjaka-Karavasta Nationalpark

Mitten im Nationalpark fanden wir einen befahrbaren, außergewöhnlich sauberen Strandabschnitt, an dem wir komplett alleine übernachten konnten. Die Atmosphäre war einzigartig: weite Natur, das Rauschen der Lagune, Pelikane in der Ferne und ein Strand, der sich trotz Nationalpark völlig entspannt anfühlte. Ein absoluter Ruheplatz, ideal zum Abschalten und Genießen

Mali Camping Krujë

Der Campingplatz in Kruja war unser kleiner Ruhepol in den Bergen – ein naturbelassener Stellplatz mit wunderschönem Blick auf die Stadt. Der Besitzer ist wahnsinnig freundlich und spricht fließend Deutsch, was vieles erleichtert hat. Vom Stellplatz aus gelangt man in wenigen Minuten zu Fuß zum historischen Basar und zur Burg, was den Platz perfekt für eine Stadtbesichtigung macht.

Lake Shkodra Resort

Dieser Stellplatz direkt am See war genau das Richtige nach dem Trubel im Theth-Tal: ruhig, sauber und mit einem traumhaften Blick auf das Wasser. Für einen fairen Preis bekommt man hier gepflegte Plätze, gute Sanitäranlagen und eine entspannte Atmosphäre. Ideal, um durchzuatmen, bevor es wieder weitergeht – oder um einfach mal einen Tag nichts zu tun.

Autocamp Todorovic Bucht von Kotor (Montenegro)

Trotz der gemischten Bewertungen war dieser Campingplatz eine kleine Überraschung. Die Stellplätze liegen direkt am Meer unter Feigenbäumen, und der Besitzer ist unglaublich hilfsbereit – sogar beim Ausrichten des Wohnmobils. Die Sanitäranlagen sind einfach, aber sauber, und der Blick über die Bucht bei Sonnenauf- und -untergang ist wirklich unbezahlbar. Ein einfacher, aber wunderschön gelegener Platz für die Durchreise.

Reiseküche auf dem Roadtrip durch Albanien

Albanien haben wir nicht nur durch Landschaften und Orte kennengelernt, sondern vor allem durch unsere Wohnmobilküche. Kochen war für uns kein notwendiges Übel, sondern ein fester und wichtiger Teil des Tages. Gerade nach langen Fahrten haben wir es genossen, uns Zeit zu nehmen, gemeinsam zu kochen, neue Ideen auszuprobieren und einfach runterzukommen.

Unser Reisealltag drehte sich oft um die Frage: Was kochen wir heute und wo essen wir es?
Viele unserer Rezepte entstehen genau so: unterwegs, mit wenig Equipment und viel Freiheit.

Reiseküche unterwegs,
vorbereitet drinnen,
gekocht draußen

Unsere Wohnmobilküche war vor allem der Ort für die Vorbereitung. Alles, was möglich war, haben wir drinnen erledigt, damit es draußen schnell und unkompliziert ging. Gegessen und gekocht wurde dann meist ein Stück weg vom Fahrzeug.

Wir stehen fast immer autark und bauen bewusst kein klassisches Camping-Setup mit Tisch und Stühlen auf. Genau das ist für uns die Herausforderung. alles so vorzubereiten, dass man das Essen zubereiten und später Essen kann,
ohne dass es nach Camping aussieht.

Vorbereitetes Essen in Schüsseln wird vom Wohnmobil zum Kochplatz direkt am Sandstrand getragen.
Vorbereitetes Essen in Schüsseln wird vom Wohnmobil zum Kochplatz direkt am Sandstrand getragen.

Planung ist beim Reisen Gold wert

Gerade weil Kochen für uns so wichtig ist, planen wir vorab grob, was wir auf der Reise kochen wollen. Kein starrer Essensplan, sondern eher eine Sammlung an Ideen:

  • Welche Gerichte funktionieren gut im Wohnmobil?

  • Was braucht wenig Platz und wenig Equipment?

  • Was lässt sich gut vorbereiten oder variieren?

Diese Planung spart unterwegs enorm Zeit und Nerven – vor allem in Ländern, in denen Einkaufen anders läuft als zu Hause. Außerdem entstehen so viele Rezepte, die später auch im Alltag funktionieren.

Einkaufen Albanien Wohnmobil - Fleisch

Fleisch: unsere bewusste Entscheidung

Beim Thema Fleisch sind wir auf Reisen eher vorsichtig. Oft lässt sich schwer einschätzen, woher es kommt, wie frisch es ist und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden.

Deshalb nehmen wir Fleisch meistens gefroren von zu Hause mit. So wissen wir genau, was wir essen, und können draußen genauso entspannt kochen und grillen wie drinnen vorbereiten. Für uns ist das die einfachste Lösung, um unterwegs flexibel zu bleiben.

Einkaufen in Albanien,  einfach & frisch

Alles andere, vor allem frisches Gemüse, kaufen wir unterwegs vor Ort. Häufig direkt am Straßenrand bei Einheimischen oder an kleinen Ständen. Große Supermärkte haben wir auf unserer Route kaum gesehen, zumindest nicht dort, wo wir unterwegs waren.

Stattdessen haben wir meist in kleinen Dorfläden eingekauft. Dort gibt es vielleicht nicht alles, aber genau das, was man für einfache, gute Küche braucht.

Diese kleinen Läden mögen wir besonders. Man unterstützt die "Kleinen", kommt kurz ins Gespräch und bekommt einen echten Einblick in den Alltag. Oft spürt man sofort, wie sehr sich die Menschen darüber freuen, dass man bei ihnen einkauft.

Für uns gehören diese Begegnungen genauso zur Reiseküche wie das Kochen selbst. Die Zutaten haben plötzlich eine Geschichte und genau das macht die Rezepte später auch besonders.

Bunter Gemüsestand am albanischen Straßenrand mit frischen Tomaten und Paprika.

Unsere Zeit in Albanien war kulinarisch vielleicht nicht landestypisch, aber genau unser Stil. Vorbereitet im Wohnmobil, gekocht und gegrillt draußen, immer an den schönsten Plätzen. Unsere Rezepte sind so entstanden, wie wir reisen, einfach, durchdacht und mit viel Freude am Kochen, ohne dass es sich nach Camping anfühlt.

Unten findest du alle Rezepte,
die auf unserem Albanien-Roadtrip entstanden sind.
Swipe mal rüber und probiere sie selbst aus!

 

Pulled Pork aus dem Omnia Campingbackofen

Pulled Pork aus dem Omnia Campingbackofen

Rostbraten Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Rostbraten Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Pizza Pulled Pork vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Pizza Pulled Pork vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Balkanplatte vom Big green EGG Minimax / Grill

Balkanplatte vom Big green EGG Minimax / Grill

Maultaschen Sandwich / Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Maultaschen Sandwich / Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Beach Burger – Klassischer Cheeseburger vom Big Green EGG MiniMax / Grill

Beach Burger – Klassischer Cheeseburger vom Big Green EGG MiniMax / Grill

Grill Klassiker: Bierdosen-Hähnchen Big Green EGG Minimax / Grill

Hähnchen auf Bierdose Big Green EGG Minimax / Grill

Gulasch im Brot vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Gulasch im Brot vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Ofenkartoffel Big Green EGG / Minimax / Grill

Ofenkartoffel Big Green EGG / Minimax / Grill

Camper Bowl mit Ravioli aus der Dose

Camper Bowl mit Ravioli aus der Dose

Unsere Reise in Etappen

ETAPPE 1 – Der Weg Richtung Abenteuer

28.–29. Mai | Österreich – Kroatien – Bosnien – Montenegro – Albanien

Los geht’s! Schon am 28. Mai rollen wir los und machen in Spittal an der Drau unseren ersten Übernachtungsstopp. Am nächsten Tag geht es durch halb Europa: Zagreb, Maglaj und dann wird es richtig spannend.
Unser Navi schickt uns über den abgelegenen Grenzübergang Hum: Kurven, Schlaglöcher, Schotter, ein Abenteuer für sich! Dafür entschädigen uns die traumhafte Landschaft und die alte Brücke am Übergang, ganz ohne Menschenmassen. Schnell, unkompliziert und wunderschön.

Weiter führt uns der Weg über Podgorica bis zum albanischen Grenzübergang Hani i Hotit – Bozhaj und schließlich an unseren ersten Strand in Albanien, Rrjolli Beach bei Velipoja.
Wir kommen im Dunkeln an, freie herumlaufende Schweine und ein einsamer Strand. Albanien begrüßt uns genau so, wie wir es lieben: wild, freundlich und echt. Kleiner Dorfladen, liebe Menschen, Kühe am Strand und Lagerfeuer, perfekt.

ETAPPE 2 – Offroad, Natur und echte Abenteuer

31. Mai – 1. Juni | Shkodër – Berge – Rrëshen – Tale

Nach einer kleinen Abkühlung in Postribë starten wir unsere zweitägige 4x4-Tour von Vau Dejës nach Rrëshen (aus dem Offroad Tourenbuch von Pistenkuh)

Rutschige Pisten, steinige Wege und unberührte Natur ohne Ende, genau unser Ding! Highlight: das Übernachten und Grillen auf der Hochebene. Natur pur.

Am nächsten Tag geht’s weiter bis Rrëshen, herausfordernd, aber wunderschön.

Anschließend wollen wir nur noch einen entspannten Platz am Meer finden – tja, es wird unser später berühmt gewordener Mückenstrand bei Tale: großartiger Fisch im Restaurant, aber der Strand selbst… sagen wir so: Mücken, Geruch, Wasserqualität, wir flüchten schnell in den Camper.

ETAPPE 3 – Die Suche nach DEM Strand & ein paar Volltreffer

Am nächsten Morgen suchen wir weiter. Der erste Strandversuch scheitert schon auf der Anfahrt wegen Regen und schlechter Wege.

Der zweite Versuch wird zum Glücksgriff:
Ein Auto mit Boot zeigt uns zufällig den Weg zu einem versteckten Traumstrand, menschenleer, leicht zugänglich und einfach wunderschön. Sogar Reiter kommen abends vorbei und machen den Sonnenuntergang perfekt.

Regen in der Vorhersage? Dann wird’s ein Städtetrip: Durrës! Parkplatzsuche wie ein Abenteuer, aber wir finden schließlich einen kostenlosen Platz beim Hotel. Schöne Stadt, nette Cafés, danach holpern wir die Strecke zurück zu unserem Strand vom Vortag. So traumhaft dort!

Weiter geht es zum Strand von Spille, endlich wieder ein toller, gut erreichbarer Strand! Hier stehen wir ganz allein, genießen unsere Ruhe und können richtig entspannen. Gleichzeitig ist es nur ein kurzer Fußweg zur Strandpromenade von Spille mit ihren Bars und Restaurants, perfekte Mischung aus Abgeschiedenheit und Erreichbarkeit. Hier treffen wir unsere Urlaubsbekanntschaft wieder und lassen den Abend bei Lagerfeuer ausklingen.

ETAPPE 4 – Berge, Schluchten & Offroad pur

5.–7. Juni | Berat – Osum Canyon – Permët – Heisse Quellen – Ksamil – Butrint

Erst einmal feststecken am Strand – Luft raus, Luft rein – und weiter geht’s nach Berat, die Stadt der 1000 Fenster. Danach fahren wir direkt weiter in die beeindruckende Osum-Schlucht, wo wir einen traumhaften Übernachtungsplatz finden.

Am nächsten Tag fahren wir durch die Schlucht, halten an unzähligen Aussichtspunkten und starten dann unsere nächste 4x4-Piste: 35 km Offroad bis Permët.
Petulla Caffe Camping wird ein Highlight – so herzlich und sooo gutes Essen!

Nach einem verregneten Stopp in Permët starten wir früh zu den heißen Quellen Banjë – traumhaft leer am Morgen.

Ksamil? Wunderschön türkis – aber viel zu überlaufen. Ein Aperol, ein kurzer Blick – und weiter.
Die Seilzugfähre nach Butrint ist dafür ein kleines Abenteuer für sich (3 Minuten, 15 € fürs Wohnmobil).

ETAPPE 5 – Griechenland, zurück nach Albanien & der Süden

7.–11. Juni | Epirus – Plataria – Llogara-Pass – Fier – Divjakë

In Griechenland machen wir einen kurzen Abstecher nach Epirus und finden in Plataria einen fast einsamen Stellplatz und eine fantastische Ölmanufaktur mit der seltenen Olivensorte Chondroelia Igoumenitsa.

Zurück in Albanien genießen wir den legendären Llogara-Pass – einer der Höhepunkte der ganzen Reise.

Dann landen wir am Strand bei Fier – toller Sandstrand, aber starker Wind sorgt für Sand überall (wirklich überall!).

Durch Zufall entdecken wir in Divjakë einen kleinen Markt – Verständigung per Hand und Fuß, aber die Händler freuen sich riesig.
Im Divjaka-Karavasta-Nationalpark finden wir sogar einen befahrbaren Strand, an dem wir ganz alleine übernachten können. Natur pur, sauber und wunderschön!

ETAPPE 6 – Tirana, Kruja & zurück an unseren Lieblingsstrand

12.–16. Juni | Tirana – Kruja – Durrës – Sanddüne Rana e Hedhun

Für Tirana wählen wir den Stellplatz beim Hotel Baron – perfekt angebunden, super günstig. Tirana selbst: sauber, modern, interessante Museen , aber eine schöne Altstadt fehlt.

Weiter geht es nach Kruja,  unser erster richtiger Campingplatz in Albanien!
Burg, Basar, Geschichte und ein Campingplatz mit Aussicht, herrlich.
Am Opferfest erleben wir sogar einen traditionellen Tiermarkt, faszinierend und eindrucksvoll.

Und dann… zurück zu unserem absoluten Lieblingsstrand bei Durrës.
Strandplatzsuche ist in Albanien zwar nie einfach,  aber genau deswegen landen wir am Ende doch wieder dort, wo es am schönsten ist.

Zur Krönung besuchen wir die Düne Rana e Hedhun,  eine beeindruckende wandernde Düne, die den Berg hinaufzieht. Unser letzter Strandtag in Albanien ist perfekt.

ETAPPE 7 – Theth, Shkodrasee & Rückreise durch Montenegro & Kroatien

17.–20. Juni | Theth – Lake Shkodra – Bucht von Kotor – Drage – Österreich

Bevor es ins Theth-Tal ging, deckten wir uns noch mit Wassermelonen ein. Die Anfahrt nach Theth war aufregend: eng, viel Gegenverkehr, aber landschaftlich grandios.
Oben angekommen war es durch das Opferfest extrem voll – wir schauten uns um, aßen etwas, und fuhren am selben Tag wieder zurück.

Am Lake Shkodra Resort fanden wir dann einen ruhigen Platz zum Runterkommen.

Weiter ging’s über die Grenze nach Montenegro: Budva, Kotor und ein Stellplatz direkt am Meer bei Autocamp Todorovic. Abenteuerliche Sanitäranlagen, aber traumhafter Ausblick und Feigen vom Baum – unbezahlbar.

In Kroatien machten wir einen Zwischenstopp in Ston und dann am Camping Romantica in Drage – teuer, aber sauber und für eine Nacht okay.

Letzter Halt: der Fritzhof am Steinernen Meer – ein Ort, den ihr schon kanntet und immer wieder gerne besucht.

Damit endete eure große Albanienreise – voller Abenteuer, Natur, Überraschungen und unvergesslicher Momente. 🇦🇱🚐✨

Unsere Reisekosten Albanien 2024

Unsere Reise durch Albanien fand vom 28.05.2024 bis 21.06.2024 statt.
Insgesamt legen wir rund 4600 Kilometer zurück.
Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht.

Fahrkosten

  • Tanken: 955 €
  • Maut: 277 €
  • Fähre: 35 €

Unterkunft

  • Campingplätze, Stellplätze & Entsorgung: 172 €

Verpflegung

  • Restaurants
    & Bars: 240 €
    Lebensmittel:
    261 €

Gesamtkosten: 1.940,00 €

Tipps für die Planung unserer Albanien-Reise

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die uns bei der Planung und unterwegs in Albanien wirklich geholfen haben. Nichts Wildes, einfach Sachen, die man vorher gut gebrauchen kann und die uns einiges leichter gemacht haben.


Infos holen,  am liebsten von anderen Reisenden

Wir haben uns viele Tipps über Social Media geholt. Vor allem von anderen Campern und Reisenden, die gerade erst dort waren. Das war oft aktueller und ehrlicher als alles andere, gerade wenn es um Straßen, Orte oder Stellplätze ging.


Route selbst bauen mit Google Maps

Unsere Route haben wir uns komplett selbst mit Google Maps zusammengestellt. So konnten wir flexibel bleiben und unterwegs spontan entscheiden, wo wir länger bleiben oder etwas auslassen.
Wichtig: Strecken dauern in Albanien oft länger als gedacht, lieber nicht zu voll planen.


Reiseführer, der uns wirklich geholfen hat

Trotz Social Media hatten wir auch einen klassischen Reiseführer dabei und der hat sich gelohnt. Der Reiseführer von Ulrike Staub war für uns super hilfreich, vor allem für Roadtrip und Camper. Viele kurze Infos, gute Tipps und kein unnötiges Blabla.

👉 Reiseführer: Mit dem Wohnmobil nach Albanien (Womo-Reihe, Band 75)
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👉 Reiseführer:
GPS-Offroad-Tourenbuch Albanien (Pistenkuh)
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🚐 Praktische Dinge, die in Albanien wirklich sinnvoll sind

Albanien ist kein schwieriges Reiseland, aber an vielen Stellen einfach anders. Straßen, Stellplätze und Wege sind oft ursprünglicher  und genau dafür sind ein paar Dinge besonders hilfreich, die man in anderen Ländern kaum braucht.

Dinge, die wir empfehlen können:

  • Offline-Karten / Straßenatlas – Empfang ist nicht überall selbstverständlich
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  • Schaufel / Klappspaten
    Klingt banal, hat uns aber schon mehrfach geholfen. Sand, Kies oder weicher Untergrund sind keine Seltenheit, mit einer Schaufel kommt man oft schneller wieder frei als gedacht.
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  • Traktionshilfen / Sandbleche (leicht & kompakt)
    Gerade an Stränden, auf Schotter oder feuchtem Boden extrem hilfreich.
    Gibt Sicherheit, wenn man gern etwas abseits steht.
    Wir haben die "ARB 2 Stück Bergungsboards "Tred Pro" schwarz"
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Weniger planen, mehr erleben

Unser wichtigster Tipp: lieber weniger vornehmen.
Albanien ist kein Land zum Durchhetzen. Wer sich Zeit lässt, erlebt mehr
und reist entspannter.