Sabbatical Etappe 1: Französische Atlantikküste

Sabbatical Etappe 1: Französische Atlantikküste

Französische Atlantikküste

Etappe 1: Französische Atlantikküste mit dem Wohnmobil

Unser Sabbatical ist im September gestartet und unsere erste Etappe führt uns mit MUKi an die französische Atlantikküste.

Drei Wochen waren wir in Frankreich unterwegs und haben dabei ganz unterschiedliche Ecken entdeckt, von der Normandie und Étretat über die Küste des Cotentin bis hinunter Richtung Atlantik mit Cap Ferret und der Dune du Pilat.

Wir waren dabei nicht auf einer klassischen Rundreise mit festem Tagesplan unterwegs. Mal ging es nur ein kleines Stück weiter, mal haben wir spontan einen Ort eingebaut, der uns unterwegs gefallen hat. Übernachtet haben wir, wenn möglich, auf kleinen Stellplätzen, Höfen oder ruhigeren Plätzen abseits großer Campingplätze. Die meisten unserer Stellplätze haben wir dabei ganz unkompliziert über die Park4Night-App gefunden.

Auf dieser Seite nehmen wir euch mit durch unsere erste Sabbatical-Etappe und zeigen euch unsere Route, besondere Orte, Wanderungen, Stellplätze und natürlich auch, was bei uns unterwegs im MUKi auf dem Teller gelandet ist.

Alle Orte und Erfahrungen stammen aus unserer Reise im September.

Unsere Route

Stuttgart • Au am Rhein • Haybes • Dunkerque • Cap Blanc-Nez • Bénouville (Bauernhof) • Goury • Biville Dünen • Surville Plage • Le Mont-Saint-Michel • Pontchâteau • Marsilly (Austernbänke) • Cap Ferret • Dune du Pilat • Biscarrosse • Saint-Jean-Pied-de-Port • Mendive • Estérençuby

Zeitraum 01.09. - 15.09.
gefahrene Kilometer

ca. 2.636 km

Route bei Google Maps

Die Top 3 Highlights der Reise

Kreidefelsen von Étretat an der französischen Atlantikküste
1. Highlight

Étretat – Kreidefelsen & Meer

📍 Wo? Étretat, Normandie

Die berühmten Kreidefelsen von Étretat wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Von Bénouville ging es über den GR21 zu Fuß Richtung Küste und weiter nach Étretat, mit spektakulären Ausblicken auf die Felsen und den Atlantik.

❤️ Unser Gefühl: Die Landschaft hat uns wirklich umgehauen und im September waren hier auch nicht viele Leute. 

Dünen und Atlantik bei Cap Ferret in Frankreich
2. Highlight

Cap Ferret – Atlantik, Pinien & ganz viel Frankreich

📍 Wo? Cap Ferret, französische Atlantikküste

Zwischen Pinien, Dünen und Atlantik haben wir Cap Ferret entdeckt. Nach den vielen Stationen weiter nördlich fühlte sich dieser Teil der Reise plötzlich ganz anders an, wärmer, entspannter und verlassen.

❤️ Unser Gefühl: Hier hätten wir definitiv noch ein paar Tage länger bleiben können.

Blick über die Dune du Pilat und den Atlantik
3. Highlight

Dune du Pilat – Sand, Weite & Atlantik

📍 Wo? Dune du Pilat, Frankreich

Die riesige Wanderdüne an der französischen Atlantikküste war eines unserer absoluten Highlights. Oben angekommen, hatten wir diesen unglaublichen Blick über die Dünen, die Pinienwälder und den Atlantik, einfach nur wow.

❤️ Unser Gefühl: Genau für solche Momente sind wir unterwegs. Geplant war ein kurzer Abstecher zur Düne, geblieben bis zum Sonnenuntergang

Unsere Stellplätze (Freistehen & Stellplätze)

Unsere Stellplätze haben wir unterwegs ganz spontan über Park4Night oder Google Maps gefunden. Gerade beim Sabbatical schauen wir oft erst unterwegs, wo es uns als Nächstes hinzieht. Hier zeigen wir euch die Stellplätze unserer ersten Etappe, von unserem Start am Rhein über die französische Küste bis in die Pyrenäen.

Ihr möchtet die genauen Koordinaten wissen? Schreibt uns gerne an. Wir geben sie euch auf Anfrage weiter.

Stellplatz am Rhein in Au am Rhein
🇩🇪 Au am Rhein

Au am Rhein

📍 Ort:
Au am Rhein, Deutschland

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Unser erster Stellplatz zum Start ins Sabbatical. Der Platz liegt direkt am Rhein und an der Rheinfähre. Tagsüber ist hier einiges los, aber für eine erste Nacht auf unserer Reise war die Lage direkt am Wasser einfach perfekt.

❤️ Unser Eindruck:
Für uns ein schöner Auftakt: MUKi am Rhein, einmal tief durchatmen und dann ging es endlich richtig los mit unserem Sabbatical.
Stellplatz an der Maas in Haybes, Frankreich
🇫🇷 Haybes

Haybes an der Maas

📍 Ort:
Haybes, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Ein einfacher Stellplatz direkt an der Maas mit rund neun Plätzen. Von hier aus ist man schnell am Wasser, im Ort und auf der Voie Verte. Außerdem gibt es in der Nähe Bäckerei und Restaurants, perfekt für einen unkomplizierten Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Frankreich.

❤️ Unser Eindruck:
Genau das, was wir für unsere Weiterfahrt gesucht haben: unkompliziert stehen, ein bisschen am Wasser entlanglaufen und am nächsten Morgen einfach wieder weiter.
Stellplatz an der Digue du Braek bei Dunkerque
🇫🇷 Dunkerque

Digue du Braek

📍 Ort:
Dunkerque, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Hier standen wir mitten im Kontrast zwischen Nordsee und Industriehafen. Die Schranke war offen und wir konnten bis weit auf die Digue fahren. Der Platz war durch die Lage überraschend windgeschützt und trotzdem waren Meer und die raue Nordsee direkt vor der Tür.

❤️ Unser Eindruck:
Einer dieser Plätze, bei denen man nicht unbedingt wegen klassischer Postkartenidylle bleibt. Meer, Industrie, Wind und später ein richtig schöner Sonnenuntergang. Und Robben gab es obendrauf auch noch.
Stellplatz bei Cap Blanc-Nez in Tardinghen
🇫🇷 Tardinghen

Ferme de l’Horloge

📍 Ort:
Tardinghen, Frankreich

💶 Kosten:
Ab 10 € / Nacht
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Ein Stellplatz auf einem Bauernhof zwischen Cap Blanc-Nez und Cap Gris-Nez. Es gibt mehrere Stellflächen, darunter Plätze mit richtig schönem Blick über die Landschaft bis zur Küste. Wer möchte, kann zusätzlich Wasser, Strom und Entsorgung nutzen.

❤️ Unser Eindruck:
Ruhig, unkompliziert und mit diesem typischen Küstengefühl. Für uns war es der richtige Platz, um die Gegend rund um Cap Blanc-Nez zu erkunden.
Stellplatz auf einem Bauernhof in Bénouville bei Étretat
🇫🇷 Bénouville

Bauernhof bei Étretat

📍 Ort:
Bénouville, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos – Spende erwünscht
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Kleiner, unkomplizierter Stellplatz direkt auf einem Bauernhof mit ungefähr zehn Stellmöglichkeiten. Kühe inklusive. Von hier aus waren es nur wenige Kilometer bis Étretat und der Platz war für uns deshalb die perfekte Basis für unsere Tour auf dem GR21.

❤️ Unser Eindruck:
Einer unserer Lieblingsplätze auf der Etappe. Kein Schnickschnack, kein Campingplatzgefühl, einfach MUKi auf dem Hof, Kühe nebenan und morgens los Richtung Küste.
Stellplatz bei Goury und Auderville in der Normandie
🇫🇷 Goury

Auderville / Goury

📍 Ort:
Goury bei Auderville, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Ein natürlicher Stellplatz oberhalb von Goury mit Blick auf den berühmten Leuchtturm und die Küste. Der Platz liegt nur wenige Minuten vom kleinen Hafen entfernt und ist ein guter Ausgangspunkt für Spaziergänge entlang der wilden Küste.

❤️ Unser Eindruck:
Hier fühlt sich die Normandie schon fast ein bisschen wie das Ende der Welt an. Diese raue, wilde Küste hat uns gefallen.
Dünen und Stellplatz bei Biville und Vauville
🇫🇷 Biville / Vauville

Dünen von Biville

📍 Ort:
Biville / Vauville, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Der Platz liegt direkt hinter den Dünen von Biville und nur ein paar Schritte vom Strand entfernt. Die Zufahrt ist teilweise eng und die Umgebung wirkt wild und naturbelassen. Rund um die Dünen gibt es viel Platz für Spaziergänge und an einigen Stellen erinnern Bunker an die Geschichte der Küste.

❤️ Unser Eindruck:
Solche Ecken suchen wir unterwegs. Dünen, Meer, wenig drumherum und dieses Gefühl, irgendwo weit weg zu sein. Ab Anfang September kann hier wieder übernachtet werden – so haben wir es gesagt bekommen.
Dünen bei Surville in der Normandie
🇫🇷 Surville

Surville – Dünen & Küste

📍 Ort:
Surville, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Unser nächster Abstecher führte uns Richtung Surville und an die Dünen an der Westküste des Cotentin. Die Anfahrt war nach dem Regen ziemlich nass und voller Pfützen, ein bisschen Abenteuer gehört bei unseren spontanen Stellplatzsuchen eben dazu.

❤️ Unser Eindruck:
Wieder so ein Platz, bei dem wir lieber etwas abseits stehen als auf einem klassischen Campingplatz. Dazu die Aussicht Richtung Jersey und die Dünen direkt vor der Tür.
Stellplatz bei Mont-Saint-Michel in Ardevon
🇫🇷 Mont-Saint-Michel

Ardevon / Pontorson

📍 Ort:
Ardevon bei Pontorson, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Von hier aus ging es für uns zum Mont-Saint-Michel. Die Lage rund um Ardevon ist dafür praktisch, weil der berühmte Klosterberg nur wenige Kilometer entfernt liegt. Rundherum gibt es Bauernhöfe und viel Landschaft.

❤️ Unser Eindruck:
Der perfekte Ausgangspunkt für den Besuch des Mont-Saint-Michel. Die Gastgeber sind sehr freundlich und herzlich. Obwohl schon alles voll war, haben sie alles dafür gegeben, für uns noch einen Platz zu finden – mit Erfolg und mit Blick auf den Saint-Michel. Besser geht's nicht.
Stellplatz am Meer bei den Austernbänken in Marsilly
🇫🇷 Marsilly

Marsilly – direkt am Meer

📍 Ort:
Marsilly, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Ein kleiner kostenloser Stellplatz direkt an der Küste. Vom Parkplatz aus geht es zu Fuß oder mit dem Rad am Meer entlang. Besonders schön fanden wir die Nähe zu den Austernbänken und den kleinen Austernproduzenten in der Umgebung.

❤️ Unser Eindruck:
Meer vor der Tür, ein Spaziergang und dazu frische Austern aus der Gegend. Mehr braucht es für einen schönen Zwischenstopp nicht.
Stellplatz bei Lège-Cap-Ferret an der französischen Atlantikküste
🇫🇷 Cap Ferret

Lège-Cap-Ferret

📍 Ort:
Lège-Cap-Ferret, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Großer, einfacher Parkplatz auf festem Untergrund direkt an den Dünen. Von hier aus ist man schnell zu Fuß am Strand und kann die Umgebung wunderbar erkunden. Vom Strand aus hat man einen tollen Blick auf die riesige Dune du Pilat.

❤️ Unser Eindruck:
Für uns war vor allem die Lage super. Raus aus MUKi, durch die Düne und schon standen wir am Atlantik. Der Platz war perfekt, um ein paar Tage am Meer zu verbringen, auch wenn die nahe Ölpumpe nicht gerade romantische Hintergrundmusik liefert.
Naturstellplatz bei Mendive in den Pyrenäen
🇫🇷 Mendive

Mendive – Pyrenäen

📍 Ort:
Mendive, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Ein Naturplatz oberhalb von Mendive mit Blick über die Berge und das Tal. Die kleine Straße dorthin ist teilweise ziemlich eng und kurvig.

❤️ Unser Eindruck:
Toller Platz, wir sind nicht geblieben, weil nach fünf Minuten Pferde da standen, die MUKi sehr interessant fanden.
Stellplatz in Estérençuby im französischen Baskenland
🇫🇷 Estérençuby

Estérençuby

📍 Ort:
Estérençuby, Frankreich

💶 Kosten:
Kostenlos
🧭 Genaue Koordinaten gibt's auf Anfrage.

Weiter ging es ins französische Baskenland nach Estérençuby. Der kleine Ort liegt mitten in einer grünen Berglandschaft und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Touren durch die Pyrenäen.

❤️ Unser Eindruck:
Nach der Küste war das für uns ein kompletter Landschaftswechsel. Berge statt Meer, kurvige Straßen statt Küstenstraße. Wir haben eine sehr ruhige Nacht verbracht, am Morgen kam der Schäfer vorbei.

Unsere Reiseküche in 3 Wochen Frankreich

Anders als bei unseren normalen 3–4 Wochen Urlaubsreisen war es dieses Mal ein bisschen anders. Wir waren nicht nur für ein paar Wochen unterwegs, sondern starten ein ganzes Jahr mit MUKi.

Deshalb konnten natürlich nicht einfach alle Lebensmittel, die wir zu Hause hatten, ein Jahr lang liegen bleiben. Also wurde MUKi ziemlich gut gefüllt. Unser Kühlschrank war voll und auch die Vorratsbox in der Heckgarage waren deutlich voller als sonst.

Wir hatten einiges von zu Hause mitgenommen, das wir während der ersten Monate unserer Reise aufbrauchen wollten. Deshalb haben wir unsere Gerichte unterwegs immer wieder danach ausgesucht, was gerade weg musste und was wir noch dabei hatten.

Daraus sind einige richtig gute Ideen entstanden. Wir haben vorhandene Zutaten kombiniert, Rezepte angepasst und manchmal einfach geschaut, was sich aus dem machen lässt, was gerade noch da war.

Kochen im Wohnmobil während unserer Frankreichreise Unsere Reiseküche in Frankreich Campingküche mit Omnia und RoadBaker in Frankreich

Frische Zutaten gab es natürlich vor Ort

Natürlich haben wir nicht alles von zu Hause mitgeschleppt. Frisches Gemüse, Fleisch, Milchprodukte, Brot und alles, was uns unterwegs gefehlt hat, haben wir direkt vor Ort eingekauft.

Und da haben wir in Frankreich wieder festgestellt, dass die Supermärkte richtig gut sortiert sind. Gerade bei frischen Lebensmitteln und regionalen Produkten findet man eine große Auswahl und teilweise wirklich tolle, hochwertige Produkte.

Preislich liegt vieles etwas über dem, was wir aus Deutschland gewohnt sind. Dafür entdeckt man aber auch immer wieder Produkte, die man zu Hause vielleicht gar nicht in den Einkaufswagen gelegt hätte.

Das macht für uns einen Teil der Reiseküche aus... man läuft durch einen französischen Supermarkt, entdeckt irgendeine Zutat und nimmt sie spontan mit. Was daraus wird, überlegen wir dann später. 😄

Und natürlich ging auch mal etwas in die Hose ...

Nicht jedes Rezept, das wir uns ausgedacht haben, hat den Weg auf den Teller geschafft. Manche Kombinationen klangen vorher deutlich besser, als sie später geschmeckt haben. 😄

Das ist eben für uns Campingküche. Wir probieren aus, verändern Rezepte, tauschen Zutaten aus und schauen, was mit dem funktioniert, was gerade noch vorhanden ist.

Und wenn etwas richtig gut wird, wird daraus ein Rezept für euch 🫶🏻.

Omnia, RoadBaker, Topf oder Pfanne?

Gekocht wurde während unserer Frankreichreise meistens im Omnia oder im RoadBaker. Beide sind für unsere Reiseküche einfach super praktisch und bieten viele Möglichkeiten, ohne dass wir dafür die komplette Camperküche benutzen müssen.

Natürlich kam aber auch ganz klassisch der Topf oder die Pfanne zum Einsatz. Schließlich muss nicht jedes Essen aus dem Campingbackofen kommen.

Bunte Gemüse-Rigatoni aus dem Omnia

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Kartoffelschnitz und Spatzen – Gaisburger Marsch Camper-Style

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Schneller Quark-Zwetschgen-Kuchen aus dem RoadBaker – Knack & Back Kuchen für Faule

Der einfachste Quark-Zwetschgenkuchen fürs Camping – ohne Teigkneten Kuchen beim Camping, aber...

Unsere Reise in Etappen

1. Start ins Sabbatical von Au am Rhein bis an die französische Küste

Nach monatelanger Vorbereitung geht es endlich los mit dem Wohnmobil Richtung Atlantik.
Ein Jahr unterwegs. So lange haben wir auf diesen Moment hingearbeitet. Ende August ist es dann tatsächlich soweit, MUKi ist gepackt, die Vorräte sind verstaut und wir starten in unser Sabbatical. Unser erstes großes Ziel ist die französische Atlantikküste.
Start Irgendwann ist JETZT
Route Deutschland → Frankreich
Unser Plan Einfach losfahren
MUKi zum Start ins Sabbatical Start unserer einjährigen Reise MUKi unterwegs

Und plötzlich ist der Tag da

Wir haben lange darüber gesprochen, geplant und vorbereitet. Irgendwann war es dann nicht mehr „irgendwann fahren wir ein Jahr weg“, sondern tatsächlich: Heute geht es los.

MUKi ist voll. Und zwar richtig voll. Für eine normale drei- oder vierwöchige Reise hätten wir deutlich weniger dabei. Dieses Mal sieht es etwas anders aus. Wir haben viele Vorräte von zu Hause mitgenommen, dazu natürlich Kleidung, Technik, Kameraausrüstung und alles, was man für ein Jahr Wohnmobil-Leben so brauchen kann.

Der erste Halt war Au am Rhein. Noch nicht weit von zu Hause entfernt, aber irgendwie fühlte es sich trotzdem schon anders an. Kein „morgen müssen wir wieder arbeiten“, kein fester Rückreisetermin und vor allem, wir hatten plötzlich richtig viel Zeit. Von Au am Rhein ging es weiter Richtung Haybes an der Maas. Auch hier haben wir es ruhig angehen lassen und die ersten Kilometer unseres Sabbaticals einfach auf uns zukommen lassen. Wir haben zwar ein großes Ziel vor Augen, wollen aber nicht gleich am ersten Tag möglichst viele Kilometer machen. Das ist ja einer der Gründe für das Sabbatical, wir müssen nicht mehr versuchen, drei Wochen Urlaub in möglichst kurzer Zeit unterzubringen.

MUKi unterwegs auf den ersten Kilometern Sabbatical Start mit MUKi

Die ersten Tage unterwegs

Die ersten Kilometer führen uns zunächst durch Deutschland. Wir fahren unter anderem über Rheinstetten und weiter Richtung Westen. Dabei merken wir ziemlich schnell, dass sich unser Reisetempo verändert hat.

Wir müssen nicht unbedingt heute an der Atlantikküste sein. Wenn unterwegs ein Platz passt, können wir bleiben. Wenn wir weiterfahren möchten, fahren wir weiter. Klingt eigentlich ganz einfach, fühlt sich nach einem normalen Arbeitsleben aber erst einmal ziemlich ungewohnt an.

Auch beim Essen merken wir, dass diese Reise etwas anders wird. Unser Kühlschrank und unsere Vorratsboxen sind voll mit Lebensmitteln, die wir von zu Hause mitgenommen haben. Vieles davon hätte zu Hause nicht ein Jahr herumliegen können. Also wird unterwegs gekocht, was gerade da ist – und daraus entstehen nebenbei natürlich auch wieder jede Menge neue Rezepte für unsere Website und unsere Reels.

Kochen unterwegs zum Start des Sabbaticals

Frankreich kommt näher

Je weiter wir Richtung Westen kommen, desto mehr steigt die Vorfreude auf die Küste. Wir haben uns für die erste große Etappe bewusst die französische Atlantikküste ausgesucht. Nicht, weil wir dort eine lange Liste von Sehenswürdigkeiten abarbeiten wollen, sondern weil wir Meer, Natur und kleine Stellplätze mögen.

Die meisten Plätze suchen wir unterwegs über Park4Night. Dabei schauen wir nicht nur auf die Bewertungen, sondern vor allem darauf, wo der Platz liegt und was man von dort aus machen kann. Ein schöner Platz bringt uns wenig, wenn man danach nur auf einer Straße steht. Liegt man dagegen schön und kann direkt loslaufen oder Rad fahren, wird er für uns interessant.

So funktioniert unser Sabbatical:
Wir planen die grobe Richtung, aber nicht jeden einzelnen Tag. Genau diese Mischung aus einem Plan und trotzdem genügend Luft für spontane Entscheidungen wollen wir in diesem Jahr genießen.
Unterwegs Richtung französische Atlantikküste MUKi auf dem Weg nach Frankreich

Unser erstes großes Ziel: die Küste

Nach den ersten Tagen unterwegs erreichen wir schließlich die französische Küste. Und damit beginnt für uns die eigentliche erste Etappe des Sabbaticals.

Unser erster größerer Küstenstopp ist Dunkerque. Was uns dort erwartet, ist allerdings etwas anders als die klassische Vorstellung von französischer Küste: raues Meer, Industrie, Hafen und später sogar Robben.

Weiter geht's:
Von der Anreise fahren wir weiter nach Dunkerque. Dort beginnt unsere Reise entlang der französischen Küste.

2. Dunkerque – raues Meer, Industrie & Robben

Unser erster richtiger Küstenstopp und gleich eine ziemlich interessante Mischung.
Dunkerque ist nicht unbedingt der Ort, den man sich als Erstes vorstellt, wenn man an französische Küste denkt. Genau deshalb fanden wir den Stopp interessant. Hier treffen Meer, Strand, Hafen und Industrie ziemlich direkt aufeinander.
RegionHauts-de-France
Unser StoppDigue du Braek
HighlightRobben am Meer
Dunkerque Digue du Braek Meer bei Dunkerque Industrie und Küste bei Dunkerque

Willkommen an der französischen Küste

Nach den ersten Kilometern Richtung Frankreich ist Dunkerque unser erster richtiger Küstenstopp. Und schon beim ersten Blick aufs Meer merken wir: Hier ist es nicht unbedingt gemütlich. Der Wind pustet ordentlich und die Wellen zeigen, dass der Ärmelkanal auch anders kann.

Besonders interessant ist die Digue du Braek. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die großen Industrieanlagen des Hafens. Das sieht vielleicht nicht nach klassischem Urlaub aus, hat aber seinen ganz eigenen Reiz.

Raues Meer an der Digue du Braek Küste bei Dunkerque

Wind, Wellen und eine Menge Weite

Wir laufen ein Stück an der Küste entlang. Viel los ist hier nicht. Das gefällt uns eigentlich ganz gut, denn nach der Fahrt wollen wir sowieso erst einmal raus und ein bisschen Luft schnappen.

Die Kombination aus Strand und Industrie ist schon ungewöhnlich. Während man aufs Meer schaut, fahren im Hintergrund Schiffe und man sieht die großen Anlagen des Hafens. So hatten wir uns unseren ersten Küstenstopp nicht unbedingt vorgestellt, langweilig ist er dadurch aber definitiv nicht.

Industrie und Meer bei Dunkerque

Und dann entdecken wir die Robben

Und dann waren da plötzlich Robben! Damit hatten wir wirklich überhaupt nicht gerechnet. Bei Ebbe entdeckten wir auf einer Sandbank plötzlich eine ganze Menge Robben. Und mit „ein paar“ meinen wir nicht zwei oder drei, da lagen richtig viele Tiere zusammen. So viele Robben auf einmal und dann auch noch einfach mitten in der freien Natur. Keine Absperrung, kein Gehege, sondern wilde Robben auf einer Sandbank im Meer. Für uns war das total unerwartet und natürlich ein echtes Highlight.

Wir sind selbstverständlich auf Abstand geblieben und haben die Tiere nur aus weiter Entfernung beobachtet. Die Fotos sind deshalb auch alle mit maximalem Zoom entstanden.

Eine ganze Weile standen wir einfach da und haben zugeschaut. Damit hatten wir bei unserem ersten Stopp an der französischen Küste wirklich nicht gerechnet.

Robben bei Dunkerque Robben im Meer bei Dunkerque

Für uns ist das ein schönes Beispiel dafür, warum wir beim Sabbatical nicht jeden Tag komplett durchplanen wollen. Wir hätten hier auch einfach nur übernachten und weiterfahren können. Stattdessen laufen wir am Meer entlang und plötzlich haben wir Robben vor der Nase.

Unser Eindruck:
Dunkerque ist keine klassische Postkartenküste. Aber gerade die Mischung aus rauem Meer, Industrie und Natur hat den Stopp für uns interessant gemacht. Und die Robben waren natürlich das Highlight.

Für wen lohnt sich der Stopp?

Wer Küste nur mit kleinen Häfen, bunten Häusern und Restaurants verbindet, wird hier vielleicht erst einmal überrascht sein. Wer dagegen auch Industrie, Hafenlandschaften und Natur spannend findet, bekommt einen interessanten ersten Eindruck von der Region.

3. Cap Blanc-Nez – Kreidefelsen, Wind & Meer

Weiße Kreidefelsen, Meer soweit das Auge reicht und natürlich wieder ordentlich Wind.
Nach Dunkerque geht es weiter zum Cap Blanc-Nez. Hier verändert sich die Küste ziemlich deutlich. Statt Industrie stehen jetzt die Kreidefelsen und das Meer im Mittelpunkt.
RegionHauts-de-France
HighlightKreidefelsen
AktivKüstenwanderungen
Cap Blanc-Nez Kreidefelsen Cap Blanc-Nez Meer am Cap Blanc-Nez

Die Kreidefelsen kommen näher

Das Cap Blanc-Nez ist einer dieser Küstenabschnitte, bei denen man schon beim Ankommen merkt, dass die Landschaft hier etwas Besonderes ist. Die weißen Felsen heben sich deutlich vom Meer ab und je näher man kommt, desto größer wirken sie.

Wir schauen uns die Gegend zu Fuß an. Viel braucht man hier eigentlich nicht: gute Schuhe, eine Jacke und ein bisschen Zeit.

Kreidefelsen am Cap Blanc-Nez Wanderweg am Cap Blanc-Nez

Der Wind gehört einfach dazu

Und dann ist da natürlich noch der Wind. Der hat uns auf unserer bisherigen Küstenroute eigentlich schon begleitet, am Cap Blanc-Nez legt er aber noch einmal eine Schippe drauf.

Dafür bekommt man eine ziemlich klare Vorstellung davon, warum diese Küste früher für die Schifffahrt nicht ganz ohne war. Die Felsen, das offene Meer und das Wetter machen die Gegend ziemlich eindrucksvoll.

Wind und Meer am Cap Blanc-Nez

Blick Richtung England

Bei guter Sicht kann man von hier aus bis zur englischen Küste schauen. Natürlich hängt das stark vom Wetter ab. Aber alleine der Gedanke, dass England da drüben liegt, macht den Blick über den Ärmelkanal noch einmal etwas besonderer.

Ausblick vom Cap Blanc-Nez Blick über den Ärmelkanal

Nicht nur kurz für ein Foto

Wer hier unterwegs ist, sollte nicht nur kurz aus dem Auto steigen, ein Foto machen und wieder weiterfahren. Die Gegend lohnt sich vor allem dann, wenn man ein Stück läuft.

Mit jedem Meter verändert sich der Blick auf die Küste. Mal stehen die Felsen im Vordergrund, mal das Meer und manchmal ist einfach nur der Wind zu hören.

Unser Tipp:
Zeit mitbringen und eine Jacke einpacken. Auch bei schönem Wetter kann es hier oben ziemlich frisch werden. Für uns gehört genau das aber zu diesem Küstenabschnitt dazu.

4. Bénouville & Étretat - Wandern, Meer & Steilküste

Von Bénouville zu Fuß Richtung Étretat mit den Felsen eigentlich immer im Blick.
In Bénouville hatten wir einen Stellplatz, der sich für uns perfekt als Ausgangspunkt für die Wanderung nach Étretat angeboten hat. Von dort konnten wir direkt loslaufen und die Küste zu Fuß erkunden. Unser eigentliches Highlight war dabei gar nicht die Stadt selbst, sondern der Weg dorthin und die Aussicht auf die Felsen.
RegionNormandie
HighlightÉtretat & Steilküste
AktivWanderung G21 nach Étretat
Bénouville Normandie Landschaft bei Bénouville Küste bei Étretat

Von Bénouville Richtung Étretat

Von unserem Stellplatz in Bénouville ging es zu Fuß Richtung Küste und weiter nach Étretat. Die Strecke führt immer wieder an der Küste entlang und unterwegs hat man ständig die Felsen vor Augen. Mal sind sie etwas weiter weg, dann kommt man wieder näher ran und bekommt einen ganz anderen Blick darauf. Wir sind zwischendurch immer wieder stehen geblieben und haben einfach ein bisschen geschaut.

Stellplatz bei Bénouville

Immer die Felsen vor Augen

Je näher wir an Étretat kamen, desto mehr Menschen waren natürlich unterwegs. Auf der Strecke selbst war es aber noch angenehm und wir konnten die Küste in Ruhe genießen. Die Felsen von Étretat haben uns dabei ein bisschen an das Cap Blanc-Nez erinnert. Dort waren die Kreidefelsen für uns aber noch etwas weitläufiger und die Landschaft insgesamt offener. In Étretat stehen die bekannten Felsformationen viel mehr im Mittelpunkt und wirken durch ihre Formen und Bögen nochmal ganz anders. Gerade die verschiedenen Ausblicke auf die Felsen haben uns gut gefallen. Von oben sieht die Küste wieder komplett anders aus als unten am Strand.

GR21 bei Étretat Wanderung an der Küste von Étretat

Étretat selbst

In Étretat haben wir uns natürlich auch die Stadt angeschaut. Die Felsen und die Küste sind wirklich sehenswert, bei der Stadt selbst waren wir aber eher schnell durch. In Étretat angekommen, haben wir uns natürlich auch die Stadt angeschaut. Die bekannten Felsformationen sind wirklich sehenswert und der Blick von der Küste auf die Felsen hat uns gut gefallen. Die Stadt selbst hat uns dagegen nicht ganz so abgeholt. Es war ziemlich viel los und entsprechend wuselig. Deshalb haben wir auch auf den Besuch des berühmten Jardins d'Étretat verzichtet. Der Garten mit den geschnittenen Hecken und Skulpturen wäre zwar sicher interessant gewesen, aber bei dem Trubel hatten wir keine große Lust, uns noch irgendwo anzustellen oder durch die Menschenmassen zu schieben..

Für uns war deshalb die Kombination aus ruhigem Stellplatz und Wanderung genau richtig. Wir konnten die Küste genießen und uns danach wieder in die ruhigere Umgebung zurückziehen.

Felsformationen bei Étretat

Unser Fazit

Für uns war die Wanderung von Bénouville nach Étretat das eigentliche Highlight. Der Stellplatz war dafür ein super Ausgangspunkt und wir konnten direkt loslaufen. Unterwegs gab es immer wieder Blicke auf die Felsen und am Strand war Zeit für unser Picknick. Étretat selbst haben wir gesehen – die Felsen haben uns gefallen, die Stadt war uns einfach zu voll. Also ging es danach wieder zurück Richtung Bénouville.

Möwe bei Étretat Möwe an der Küste von Étretat
Unser Tipp:
Wenn ihr Étretat besucht, lohnt sich die Kombination aus einem ruhigeren Stellplatz und einer Wanderung. Und beim Essen am Meer: Sandwich gut festhalten, die Möwen sind dort sehr frech 🙂

5. Goury – Leuchtturm, Klippen & unser erstes richtiges Frankreich-Gefühl

Ein Abend in Goury, ein kleiner Spaziergang und ein Stellplatz mit Blick auf den Leuchtturm.
Goury war für uns eigentlich nur ein kurzer Stopp auf dem Weg weiter Richtung Süden. Wir waren nur einen Abend hier. Im Nachhinein war es aber einer dieser Plätze, bei denen wir froh waren, dass wir ihn auf unserer Route hatten.
Region La Hague / Normandie
Aktiv Spaziergang rund um den Leuchtturm
Highlight Blick auf den Leuchtturm
Goury und der Leuchtturm Küste bei Goury Stellplatz mit Blick auf den Leuchtturm in Goury

Der Stellplatz war hier das Highlight

In Goury hatten wir einen Stellplatz erwischt, bei dem für uns eigentlich schon der Platz selbst das Highlight war. Von dort aus hatten wir einen richtig schönen Blick auf den Leuchtturm draußen vor der Küste.

MUKi stand also da, wir konnten einfach draußen sitzen und hatten den Leuchtturm die ganze Zeit vor Augen. Mehr mussten wir für diesen Abend gar nicht haben.

Blick vom Stellplatz auf den Leuchtturm von Goury

Noch eine kleine Runde an der Küste

Natürlich sind wir trotzdem noch ein Stück losgelaufen. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, aber für einen kleinen Spaziergang an der Küste hat es gereicht.

Die Klippen, das Meer und der Leuchtturm draußen vor der Küste machen Goury zu einem schönen kleinen Zwischenstopp. Wir fanden es hier vor allem angenehm ruhig und mussten nicht erst irgendwo hinfahren, um etwas von der Landschaft zu sehen.

Spaziergang an der Küste bei Goury Klippen und Meer bei Goury

Unser Fazit

Goury war bei uns kein großer Ausflug und auch kein ganzer Tag. Wir waren nur einen Abend hier und haben die Zeit hauptsächlich am Stellplatz und bei einem kleinen Spaziergang verbracht.

Gerade deshalb ist uns der Ort aber in Erinnerung geblieben. Ein schöner Stellplatz, der Blick auf den Leuchtturm und abends einfach ein bisschen Ruhe, für uns hat das völlig gereicht.

Unser Tipp:
Wenn ihr in der Gegend unterwegs seid, schaut euch Goury ruhig an. Und wenn ihr einen Stellplatz mit Blick auf den Leuchtturm erwischt, würden wir dort auf jeden Fall eine Nacht bleiben.

6. Biville & Surville – Dünen, Bunker & ganz viel Ruhe

Dünen, Strand, alte Bunker und zwei ziemlich ruhige Plätze an der Küste direkt in den Dünen
Nach Goury ging es für uns weiter Richtung Biville. Hier wurde es wieder noch ruhiger. Die Landschaft hat uns richtig gut gefallen. Vor allem die großen Dünen und der lange Strand waren für uns der Grund, hier etwas Zeit zu verbringen.
Region La Hague / Normandie
Highlight Dünen & Strand von Biville
Besonders Bunker direkt in den Dünen
Dünen bei Biville Strand und Dünen bei Biville Bunker in den Dünen von Biville

Biville - Dünen, Strand und ganz viel Platz

Biville hat uns vor allem wegen der Landschaft gefallen. Hinter dem Strand ziehen sich große Dünen entlang und dazwischen findet man immer wieder die alten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Wir sind durch die Dünen gelaufen und haben uns die Gegend angeschaut. Die Bunker stehen teilweise einfach mitten in der Landschaft und gehören mittlerweile irgendwie zum Bild dazu.

Spaziergang durch die Dünen bei Biville Alter Bunker in den Dünen bei Biville

Der Strand von Biville

Der Strand ist lang und breit und selbst in der Hauptsaison war hier erstaunlich wenig los. Wir konnten einfach ein Stück am Wasser entlanglaufen und hatten dabei immer wieder die Dünen im Rücken.

Das war für uns einer dieser Orte, an denen man nicht viel Programm braucht. Ein bisschen laufen, aufs Meer schauen und die Ruhe genießen – fertig.

Strand bei Biville

Mit MUKi an den Dünen

Für uns war Biville auch deshalb interessant, weil wir mit MUKi ziemlich nah an der Landschaft stehen konnten.

Wir hatten hier einfach das Gefühl, dass wir weit weg vom normalen Alltag sind.

Weiter nach Surville

Nach Biville ging es für uns noch ein Stück weiter nach Surville. Auch hier haben wir wieder einen ruhigen Platz gefunden und konnten MUKi direkt am Strand und an den Dünen abstellen.

Der Stellplatz war schön gelegen und hat gut zu unserem bisherigen Aufenthalt an diesem Küstenabschnitt gepasst. Viel mehr haben wir hier aber gar nicht gemacht, deshalb gibt es von Surville auch nur ein paar Bilder.

Stellplatz bei Surville MUKi am Stellplatz bei Surville

Unser Fazit

Biville war für uns der eigentliche Höhepunkt dieser Station. Die Dünen, der lange Strand und die alten Bunker haben uns richtig gut gefallen und vor allem war es hier angenehm ruhig.

Surville war eher ein kurzer Zwischenstopp. Wir haben dort eine Nacht verbracht und sind danach weitergezogen.

Unser Tipp:
Für Biville ruhig etwas Zeit einplanen und nicht nur kurz zum Strand fahren. Ein Spaziergang durch die Dünen und zu den alten Bunkern gehört für uns auf jeden Fall dazu.

7. Mont-Saint-Michel – einmal gesehen, schnell weiter

Mont-Saint-Michel, Ebbe, Calvados und ein Stellplatz mit Blick auf die berühmte Abtei
Von Surville ging es für uns weiter Richtung Mont-Saint-Michel. Natürlich wollten wir das berühmte Wahrzeichen einmal gesehen haben. Beim Stellplatz hatten wir dabei sogar richtig Glück und konnten später einen Platz mit direktem Blick auf den Mont-Saint-Michel ergattern.
Region Normandie
Highlight Mont-Saint-Michel bei Ebbe
Besonders Stellplatz mit Blick auf die Abtei
Mont-Saint-Michel vom Stellplatz Mont-Saint-Michel bei Ebbe Mont-Saint-Michel am Abend

Ein Stellplatz mit Überraschung

Unser erster Platz bei Produits Régionaux Lefranc war zunächst eher so naja. Wir wurden ziemlich eng auf einem Stück zwischen den Feldern untergebracht.

Später wurde uns aber noch ein anderer Platz angeboten und der war richtig gut. Von dort hatten wir tatsächlich direkten Blick auf den Mont-Saint-Michel. Genau so hatten wir uns das vorgestellt.

Als Landvergnügen-Junkies auf Entdeckungstour

Natürlich konnten wir als bekennende Landvergnügen-Junkies nicht einfach weglaufen, ohne uns die regionalen Produkte des Calvados-Herstellers anzuschauen. 😂

Dabei sind wir natürlich auch beim Calvados hängen geblieben. Wir durften sogar einen Jahrgang von 1967 probieren. Am Ende haben wir noch einen 9 Jahre alten Calvados mitgenommen und uns für unterwegs einen kleinen Mix aus Calvados und Apfelsaft zusammengestellt.

Calvados und regionale Produkte

Zu Fuß zum Mont-Saint-Michel

Danach ging es zu Fuß Richtung Mont-Saint-Michel. Bei Ebbe konnten wir weit über die freiliegenden Sandflächen laufen und hatten dabei einen richtig schönen Blick auf die Abtei.

Der Mont-Saint-Michel selbst war allerdings ziemlich voll. Nach den vielen ruhigen Plätzen der letzten Tage war das für uns schon ein kleiner Kulturschock 🙂

Weg zum Mont-Saint-Michel bei Ebbe Mont-Saint-Michel aus der Nähe

Sundowner mit Blick auf die Abtei

Wir haben uns natürlich trotzdem alles angeschaut und sind ein bisschen durch die Gassen gelaufen. Irgendwann war dann aber auch genug und wir haben uns einen Platz mit Blick auf den Mont-Saint-Michel gesucht.

Unser Fazit

Der Mont-Saint-Michel ist natürlich beeindruckend und einmal sollte man ihn sich schon anschauen. Für uns war es aber definitiv kein Ort, an dem wir mehrere Tage bleiben wollten.

Einmal gesehen, Haken dran und weiter, vor allem weil uns die ruhigeren Küstenplätze vorher und danach einfach besser gefallen haben.

Unser Tipp:
Wenn ihr den Mont-Saint-Michel besucht, schaut euch vorher die Gezeiten an. Bei Ebbe sieht die Landschaft rund um die Abtei komplett anders aus und der Weg über die freiliegenden Sandflächen gehört für uns auf jeden Fall dazu.

8. Marsilly – Austernbänke & französisches Lebensgefühl

Austernbänke, Fischerhütten, Ebbe und Flut und ein bisschen französisches Küstenleben
Nach dem Mont-Saint-Michel ging es weiter Richtung Marsilly. Hier haben wir Wasser, kleine Fischerhütten, Austernbänke und jede Menge Ruhe gefunden
Region Charente-Maritime
Highlight Austernbänke & Fischerhütten
Besonders Ebbe und Flut hautnah erleben
Austernbänke bei Marsilly Fischerhütten bei Marsilly Küste und Austernbänke bei Marsilly

Austern, Ebbe und Flut

Wir sind am Wasser entlanggelaufen und konnten uns die Austernbänke und die kleinen Fischerhütten genauer anschauen. Bei Ebbe lagen die Austernfelder frei, bei Flut war davon kaum noch etwas zu sehen.

Natürlich musste auch eine Auster probiert werden. 🦪 Einer von uns war davon deutlich begeisterter als der andere. 😂

Austernbänke bei Ebbe Spaziergang an der Küste bei Marsilly

Am Abend gab es dann noch einen schönen Sonnenuntergang. Genau solche Tage mögen wir: ein bisschen unterwegs sein, etwas Neues anschauen und zwischendurch einfach nichts tun.

Austernbänke bei Ebbe Spaziergang an der Küste bei Marsilly

Unser Fazit

Marsilly hat uns vor allem wegen der Mischung aus Küste, Austernbänken und den kleinen Fischerhütten gefallen. Hier konnten wir wieder ein bisschen französisches Küstenleben mitbekommen, ohne dass es direkt nach großem Touristenprogramm aussah.

Nur beim Stellplatz mussten wir irgendwann weiterziehen, als aus entspanntem Stehen der Kuschelmodus wurde.

Unser Tipp:
Bei einem Besuch lohnt sich ein Spaziergang entlang der Küste besonders bei Ebbe. Dann kann man die Austernbänke und Fischerhütten viel besser sehen und bekommt einen guten Eindruck davon, wie hier mit den Gezeiten gearbeitet wird.

9. Cap Ferret & Dune du Pilat

Dünen, Pinien & Atlantik – und plötzlich ist Frankreich ganz schön sandig
Nachdem wir wegen eines Waldbrandes unsere eigentlich geplante Route ändern mussten, landeten wir schließlich auf der Halbinsel Cap Ferret. Und ehrlich gesagt: So schlimm war diese Planänderung nicht. 😄

Hier treffen Atlantik und Bassin d’Arcachon aufeinander, dazwischen jede Menge Pinienwald, Dünen und lange Sandstrände. Genau die Mischung, die wir mit Atlantik verbinden.
Cap Ferret Atlantikküste Dünen und Pinien bei Cap Ferret Dune du Pilat
Region Lège-Cap-Ferret / Gironde
Unser Stellplatz Großer Parkplatz nahe Strand und Dünen
Unser Highlight Atlantik, Pinienwald & Dune du Pilat

Cap Ferret - Atlantik trifft Bassin

Die Halbinsel Lège-Cap-Ferret liegt zwischen dem Atlantik und dem Bassin d’Arcachon. Dadurch ist die Landschaft hier ziemlich abwechslungsreich, auf der einen Seite der offene Atlantik mit breitem Sandstrand, auf der anderen Seite das ruhigere Bassin mit seinen Austernbänken und kleinen Häfen.

Was uns sofort gefallen hat, waren die riesigen Pinienwälder. Die gehören hier nicht einfach zufällig zur Landschaft. Große Teile der Wälder wurden bereits im 19. Jahrhundert angelegt, unter anderem um die wandernden Dünen zu befestigen und die Landschaft zu stabilisieren.

Strand am Atlantik bei Cap Ferret

Wir standen auf einem großen Platz in der Nähe des Strandes. Obwohl wir uns in einer ziemlich bekannten Gegend befanden, war es dort erstaunlich entspannt. Auf dem riesigen Sandstrand verliefen sich die wenigen Menschen komplett.

Hier hatten wir alles, was wir mögen, einen riesigen Sandstrand, Dünen, Pinien und den Atlantik direkt vor der Nase. Auf dem großen Parkplatz standen zwar einige Camper, aber am Strand selbst war erstaunlich wenig los.

Für Camper interessant:
Die Gegend rund um Cap Ferret ist wunderschön, aber gerade in der Hauptsaison natürlich stark besucht. Im September war es bei uns deutlich ruhiger. Für uns war vor allem die Kombination aus Strand, Dünen und Pinienwald perfekt.

Dune du Pilat- einmal hoch und wieder runter

Von Cap Ferret aus ging es anschließend zur Dune du Pilat. Die rund 100 Meter hohe Wanderdüne ist die höchste Düne Europas und gehört zu den bekanntesten Naturzielen an der französischen Atlantikküste.

Und ja, man unterschätzt die Düne ein bisschen. Hochlaufen geht schon ordentlich in die Beine und runterlaufen ist danach auch nicht gerade ein Spaziergang.

Aufstieg auf die Dune du Pilat Blick von der Dune du Pilat

Oben angekommen hatten wir dafür einen ziemlich genialen Blick über die Küste, den Atlantik und die riesigen Sandflächen. Wir sind bis zum Sonnenuntergang geblieben – dafür hat sich der Aufstieg definitiv gelohnt.

Die Düne verändert übrigens tatsächlich ständig ihre Form und wandert langsam landeinwärts. Wind und Sand sorgen dafür, dass sich die Landschaft immer wieder verändert.

Sonnenuntergang auf der Dune du Pilat

Mit dem Wohnmobil unterwegs

Bei der Dune du Pilat sollte man sich vorher Gedanken machen, wo man mit dem Wohnmobil übernachten möchte, vor allem, wenn man den Sonnenuntergang dort erleben möchte (was wir auf jeden Fall empfehlen). Wir wollten nicht auf dem großen kostenpflichtigen Parkplatz direkt an der Düne stehen und haben deshalb nach einer Alternative gesucht.

Unser erster Versuch war allerdings nichts, Camping war dort nicht erlaubt. Beim nächsten Platz war alles voll.

Am Ende hatten wir Glück. Ein anderer Camper rückte noch ein Stück zur Seite, damit wir mit Muki dazwischen passten. Für diese kleine Camper-Hilfsaktion gab es natürlich einen Schnaps von uns.

Unser Fazit:
Cap Ferret und die Dune du Pilat waren für uns eine richtig schöne Kombination. Viel Natur, Strand, Dünen und Pinien und im September deutlich entspannter als wir es erwartet hatten.

10. Durch die Pyrenäen

Saint-Jean-Pied-de-Port, Mendive & Estérençuby – und ein bisschen Abenteuer auf dem Weg nach Spanien
Auf dem Weg von der französischen Atlantikküste nach Spanien ging es für uns durch die westlichen Pyrenäen. Die Strecke ist landschaftlich richtig abwechslungsreich, kleine Bergorte, grüne Täler, hohe Pässe und immer wieder tolle Möglichkeiten, mit dem Wohnmobil frei und ruhig in den Bergen zu stehen.
Saint-Jean-Pied-de-Port Pyrenäen bei Mendive Berglandschaft in den Pyrenäen
Region Französische Pyrenäen / Baskenland
Sehenswert Saint-Jean-Pied-de-Port & Pyrenäenpässe
Unser Highlight Freistehen mit Bergblick

Saint-Jean-Pied-de-Port

Unser erster Zwischenstopp war Saint-Jean-Pied-de-Port. Der kleine Ort ist vor allem als wichtiger Ausgangspunkt des Jakobswegs bekannt. Von hier geht es für viele Pilger weiter über die Pyrenäen Richtung Roncesvalles und anschließend nach Santiago de Compostela.

Wir sind allerdings keine Pilger geworden, sondern haben uns den Ort nur kurz angeschaut. Die kleinen Gassen, die alten Häuser und die Lage am Fuß der Pyrenäen sind wirklich schön und für einen Zwischenstopp absolut sehenswert.

Gassen in Saint-Jean-Pied-de-Port

Für uns war aber schnell klar. Wir wollen weiter in die Berge.

Mit Muki immer höher

Je weiter wir in die Pyrenäen gefahren sind, desto kurviger und schmaler wurden die Straßen. Dazu kamen immer wieder tolle Ausblicke über die Berglandschaft.

An einem unserer ersten Plätze kamen allerdings nicht nur wir zum Übernachten. Kurz nach unserer Ankunft tauchten mehrere Pferde auf und fanden Muki offensichtlich ziemlich interessant.

Pferde bei Muki in den Pyrenäen Berglandschaft und Stellplatz

Die Pferde kamen so nah an Muki heran, dass wir schon befürchteten, dass am nächsten Morgen vielleicht nicht mehr ganz so viel von unserem Wohnmobil übrig ist. Also haben wir lieber wieder eingepackt und uns einen anderen Platz gesucht.

Der nächste Stellplatz war deutlich entspannter. Ein paar Schafe statt Pferde, ein weiter Blick über die Berge und vor allem... Ruhe.

Für Camper wichtig:
In den Pyrenäen sollte man für die Stellplatzsuche etwas Zeit einplanen. Wetter und Straßenverhältnisse können sich schnell ändern. Gerade bei Nebel und auf kurvigen Bergstraßen lohnt es sich, nicht auf Biegen und Brechen eine geplante Route durchzuziehen.

Nebel statt Gipfelblick

Wir wollten noch weiter über die D301 in die Pyrenäen hinein. Je höher wir kamen, desto dichter wurde allerdings der Nebel. Irgendwann standen wir an einer Abzweigung und konnten kaum noch sehen, wie es weitergeht.

Dazu kam eine ziemlich steile Abfahrt. Das war für uns der Punkt, an dem wir gesagt haben... das muss jetzt nicht sein. Also umdrehen und eine andere Route Richtung Spanien suchen.

Nebelige Pyrenäenstraße

Unser nächster Platz lag dann in der Gegend um den Puerto de Ibañeta und Roncesvalles, ebenfalls auf rund 1.000 Metern Höhe. Hier führt ebenfalls der Jakobsweg über die Pyrenäen und die Landschaft ist entsprechend geprägt von Bergen, Weite und kleinen Straßen.

Zum ersten Mal wieder draußen gekocht

Und hier hatten wir endlich wieder richtig Glück mit dem Wetter. Nach einigen Tagen mit Wind und wechselhaftem Wetter konnten wir zum ersten Mal auf dieser Tour wieder draußen kochen.

Kochen vor Muki in den Pyrenäen Abendstimmung bei Muki

Also Omnia raus, Pizza-Tonno-Pasta-Auflauf gemacht, kaltes Bier dazu und einfach den Abend genießen. Genau so hatten wir uns das eigentlich vorgestellt.

Am nächsten Morgen gab es frisches Brot draußen vor Muki, bevor wir uns langsam weiter Richtung Spanien aufgemacht haben.

Unser Fazit:
Zu den Pyrenäen können wir eigentlich gar nicht so viel sagen, denn wir haben davon nur eine kleine Etappe mitgenommen, schließlich waren sie bei uns eher der Weg nach Spanien und nicht das eigentliche Reiseziel.

Die Landschaft fanden wir wunderschön und wir hätten definitiv Lust, hier irgendwann noch einmal richtig unterwegs zu sein. Im September waren uns die Temperaturen von teilweise nur um die 10 Grad allerdings einfach zu kalt. Dazu kam das Wetter mit Nebel und schlechter Sicht, weshalb wir unsere geplante Route schließlich abgebrochen haben.

Die Pyrenäen machen wir deshalb irgendwann noch einmal ganz in Ruhe, dann aber als eigenes Reiseziel, mit geplanten Touren und Routen und nicht einfach nur auf dem Weg nach Spanien.
Unser Fazit zur französischen Atlantikküste:
Unser eigentliches Ziel für dieses Sabbatical ist Marokko. Da wir aber ein ganzes Jahr Zeit haben, haben wir uns für die Anreise eine ziemlich schöne „Umleitung“ ausgesucht, erst einmal die französische Atlantikküste entlang, anschließend durch Spanien und Andalusien und irgendwann weiter nach Marokko.

Von einigen haben wir gehört, dass wir die französische Atlantikküste ganz schön schnell „abgefahren“ haben. Für uns hat sich das allerdings überhaupt nicht so angefühlt. Die Atlantikküste war für uns nicht das eigentliche Reiseziel, sondern Teil unserer Reise nach Marokko und genau deshalb war das Tempo für uns perfekt.

Wir haben trotzdem unglaublich viel gesehen, die raue Nordsee bei Dunkerque, Cap Blanc-Nez, die kleinen Stellplätze mit Meerblick, Étretat, die Dünen bei Biville und Surville, Mont-Saint-Michel, die Austernregion rund um Marsilly, Cap Ferret und natürlich die Dune du Pilat. Dazu kamen jede Menge kleine Dinge, die gar nicht auf unserem ursprünglichen Plan standen.

Und das war eigentlich das Schöne an dieser Etappe. Wir hatten keinen großen Sehenswürdigkeiten-Plan. Meistens haben wir uns einfach über Park4Night oder Google einen Stellplatz ausgesucht und dann geschaut, was es rundherum noch gibt. So sind wir an Orte gekommen, die wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten und manches davon ist uns wahrscheinlich gerade deshalb besonders im Gedächtnis geblieben.

Auch unsere Stellplätze haben die Reise ziemlich geprägt. Vom einfachen Platz am Meer über Bauernhöfe mit Blick aufs Wasser bis zum völlig ruhigen Übernachtungsplatz in den Dünen war alles dabei. Und natürlich gab es auch die ein oder andere Nacht, bei der wir froh waren, am nächsten Morgen wieder loszufahren. 😄

Für uns war die französische Atlantikküste deshalb eine richtig schöne erste Etappe unseres Sabbaticals. Wir haben viel Neues entdeckt, waren meistens ohne großen Plan unterwegs und hatten trotzdem nie das Gefühl, etwas „abarbeiten“ zu müssen.

Die komplette Atlantikküste würden wir aber definitiv noch einmal machen, dann nicht als Durchreise Richtung Marokko, sondern als eigenes Reiseziel. Mit mehr Zeit, noch mehr kleinen Stellplätzen und wahrscheinlich auch ein paar geplanten Abstechern. Denn eines haben wir auf dieser Etappe gemerk... hier gibt es noch einiges, was wir uns gerne in Ruhe anschauen würden.

Unsere Reisekosten

Reisekosten Etappe 1 – Französische Atlantikküste

Unsere erste Etappe im Sabbatical führte uns knapp 3 Wochen durch Frankreich von der Atlantikküste über die Normandie und Bretagne bis hinunter Richtung Pyrenäen.

Unsere Reise fand vom 31.08.2026 bis 15.09.2026 statt.

Insgesamt legten wir ca. 2636 Kilometer zurück. Für die 2.636 km lange Reise durch Deutschland, Frankreich verbrauchte unser Hymer ML-T 570 insgesamt rund 330 Liter Diesel (Schnitt: 12,5 l/100 km). Dank eines günstigen Tankstopps in Luxemburg und dem finalen Nachtanken in Spanien beliefen sich die tatsächlichen Kosten an den Zapfsäulen auf exakt 666,25 €. Trotz der hohen französischen Dieselpreise von bis zu 2,30 €/L blieb die Urlaubskasse damit voll im Plan

Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht. Hier zeigen wir euch, was uns diese Etappe tatsächlich gekostet hat. Die Kosten können sich im Laufe unserer Reise natürlich noch verändern, aber so bekommt ihr einen ziemlich guten Eindruck davon, was wir unterwegs ausgegeben haben.

Fahrkosten

  • Tanken: 660,25 €
  • Maut: 59,03 €
  • Fähre: 0 €

Stellplätze & Übernachten

  • Stellplätze: 0 €
  • Bauernhöfe: 30 €
  • Campingplätze: 0 €

Essen & Trinken

  • Lebensmittel: 352 €
  • Restaurants: 0 €
  • Bars: 0 €

Ver- & Entsorgung

  • Frischwasser: 0 €
  • Grauwasser: 0 €
  • Toilettenentsorgung: 0 €

Alltag unterwegs

  • Wäsche waschen: 8 €
  • Duschen: 0 €
  • Sonstiges: 0 €

Freizeit & Aktivitäten

  • Eintritte: 0 €
  • Sehenswürdigkeiten: 0 €
  • Sonstige Aktivitäten: 0 €

Ein Wort zu unseren Lebensmittelkosten

Die 352 € für Lebensmittel sind bei uns ein bisschen anders zu sehen als bei einer klassischen Urlaubsreise. Für den Start ins Sabbatical hatten wir noch ziemlich viele Vorräte von zu Hause dabei, die wir nicht einfach ein Jahr lang liegen lassen wollten. Deshalb war MUKi zu Beginn ordentlich voll mit Lebensmitteln und wir haben unsere Gerichte und Rezepte entsprechend an unsere vorhandenen Vorräte angepasst.

Die tatsächlichen Lebensmittelkosten können bei anderen Reisen also durchaus höher ausfallen. Gerade bei einer längeren Reise macht es einen Unterschied, ob man komplett bei null startet oder noch einen gut gefüllten Vorratsschrank dabei hat.

Warum 0 € für Restaurant & Bar?

Bars haben sich auf dieser Etappe einfach nicht ergeben. Und beim Restaurant ist es bei uns tatsächlich so, dass wir viel lieber selbst kochen – vor allem, wenn wir mit MUKi unterwegs sind. Das macht uns unabhängig und gehört für uns einfach zum Vanlife dazu. Außerdem können wir so natürlich auch unsere eigenen Camping-Rezepte ausprobieren und filmen.

Ver- & Entsorgung – dank Helipott etwas einfacher

Seit wir unseren Helipott, eine Trockentrenntoilette, eingebaut haben, brauchen wir unterwegs keine klassische Toiletten-Entsorgungsstation mehr.

Das Grauwasser konnten wir in Frankreich an vielen Raststätten entsorgen. Zusätzlich hatten wir das Glück, an zwei kostenlosen Stellplätzen das Grauwasser ebenfalls problemlos ablassen zu können.

Beim Helipott wird der Urin separat gesammelt und entsprechend den Vorgaben des Herstellers in einer geeigneten öffentlichen Toilette entsorgt. Die festen Bestandteile werden – ebenfalls entsprechend der vorgesehenen Entsorgung des Helipott-Systems – über den Restmüll entsorgt.

Dadurch konnten wir auf dieser Etappe komplett auf kostenpflichtige Entsorgungsstationen verzichten.

Auch beim Frischwasser mussten wir auf dieser Etappe nichts bezahlen. Wir konnten unseren Wassertank an unseren Stellplätzen kostenlos auffüllen.

Freizeit & Sehenswürdigkeiten

Bei den Eintritten und Sehenswürdigkeiten stehen tatsächlich 0 €. Alles, was wir auf dieser Etappe erlebt und angeschaut haben, war kostenlos. Von den Stränden und Dünen über die verschiedenen Küstenabschnitte bis hin zu unseren Wanderungen und Spaziergängen mussten wir für unsere Erlebnisse keinen Eintritt bezahlen.

Was sonst noch angefallen ist

Der einzige größere Posten im Alltag war bisher die Wäsche mit 8 €. Ansonsten hatten wir auf dieser Etappe keine zusätzlichen Kosten für Duschen, Aktivitäten oder sonstige Dienstleistungen.

Dänemark Wintertour

Dänemark Wintertour

Wintertour durch Dänemark

Jahreswechsel in Dänemark im Dezember/Januar 2025/2026
9 Tage Wohnmobil, Wind, Weite & winterliche Küsten
Dänemark im Winter ist leise, weit und ehrlich.
Wir waren mit unserem Camper Muki unterwegs, von Nordsee bis Ostsee, von Stränden über Leuchttürme bis zum höchsten Punkt des Landes.
Ohne Plan, aber mit viel Zeit, Gløgg und Meerblick.

Unsere Route

Stuttgart→ Trøjborg → Rømø → Vandhodje Mondovejen → Ribe → Esbjerg → Kallesmaerskvej Blavand → Nymindegab Strand → Hvide Sande → Lyngvig Leuchtturm →Søndervig → Vesløs → Skagen → Grenen → Sæby → Ebeltoft → Møllehøj → Rade Strand Haderslev → Twielenfleth → Stuttgart

Interaktive Google Maps Karte mit unserer Camping-Reiseroute durch Dänemark im Winter, inklusive aller Etappen und Stellplätze.

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Lakolk Strand Rømø

Stellt euch vor, ihr seid zum allerersten Mal in Dänemark und werdet direkt von diesem Anblick empfangen. Für uns war es genau so ein Moment. Der Lakolk Strand auf Rømø war unsere erste Begegnung mit der dänischen Nordseeküste und wir waren sofort Feuer und Flamme! Wir hatten schon viel gehört, aber die schiere Weite dieses Strandes hat uns einfach umgehauen. Dieses Gefühl von unendlichem Raum, die frische Brise und die Möglichkeit, mit dem Wohnmobil direkt bis ans Wasser zu fahren, absolut unser TOP 1.

Wohnmobil parkt auf dem weiten Sandstrand von Lakolk auf der Insel Rømø bei Ebbe.

2. Der Leuchtturm Lyngvig Fyr

Unser zweiter Favorit ist der 38 Meter hohe Lyngvig Fyr, der seit 1906 mitten in den hohen Dünen steht. Der weiße Turm ist schon von Weitem zu sehen und steht genau an der schmalen Stelle zwischen der Nordsee und dem Ringkøbing Fjord.
Perfekt für einen Spaziergang, die frische Luft und der Blick auf den Turm in der Morgensonne sind der Wahnsinn. Man spürt hier sofort diesen typischen dänischen Charme, auch wenn man nur davorsteht.
Direkt am Fuß des Turms gibt es im alten Leuchtturmwärterhaus noch ein gemütliches Café, wo man entspannt sitzen kann. Für uns war der Turm das perfekte Fotomotiv und fängt die weite, nordische Stimmung einfach super ein.

3. Grenen bei Skagen

Ein echtes Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist Grenen, der nördlichste Zipfel von Dänemark. Das Besondere hier, Nordsee und Ostsee treffen direkt aufeinander. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Wellen von beiden Seiten richtig gegeneinanderklatschen.
Wir sind vom Parkplatz aus gemütlich zur Spitze vorgelaufen, was man in etwa 30 Minuten schafft. Dort am Strand zu stehen und den beiden Meeren beim Zusammenfließen zuzusehen, ist ein Wahnsinns-Gefühl.
Die wilde Natur und das Aufeinandertreffen der Meere machen Grenen für uns zu einem absoluten Muss!
Zusammenfluss von Nordsee und Ostsee am Kap Grenen bei Skagen im Januar 2026.

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Hier zeigen wir euch unsere Stellplatz-Highlights aus Dänemark – Fjorde, Strände, Häfen & Naturspots. Kleiner Hinweis: Wildcampen ist in Dänemark offiziell nicht erlaubt, das reine Übernachten im Fahrzeug wird aber meist toleriert, wenn man unauffällig bleibt und nichts „campermäßig“ aufbaut. 

Sæby

Wohnmobil auf dem Parkplatz am Hafen von Sæby in Dänemark während einer Wintertour im Januar 2026.
Diesen kleinen Schotterplatz in Sæby haben wir direkt an der Ostsee gefunden, perfekt, wenn man beim Einschlafen das Meer hören will. Über einen kurzen Pfad ist man sofort am Strand. Wir hatten bei unserem Besuch Anfang 2026 richtig Glück mit dem Wetter. Es hat geschneit und alles in ein echtes Winterwonderland verwandelt. Für uns war es ein toller Platz, um die verschneite Küste mal in aller Ruhe zu genießen.

Ebeltoft

Wohnmobil auf dem Stellplatz H.H. Hansens Vej in Ebeltoft, Dänemark, mit Blick Richtung Hafen im Januar 2026.
Dieser Stellplatz besticht vor allem durch seine Lage direkt an der Ostsee. Es handelt sich um eine befestigte Parkfläche am Anfang eines langen Damms, der weit ins Meer hineinführt. Das Besondere hier ist der Blick auf die großen Windräder, die direkt im Wasser stehen. Man kann den Damm zu Fuß bis ganz nach vorne ablaufen, um die Windkraftanlagen aus nächster Nähe zu betrachten. Geschäfte und öffentliche WCs im Hafenbereich sind schnell erreichbar. Gerade in der Nebensaison oder im Winter ist es hier extrem ruhig und man hat einen freien Blick auf die weite Küstenlandschaft. Der Platz bietet keinen Service (kein Strom/Wasser), punktet aber durch die unmittelbare Nähe zum Wasser.

Handerslev

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Tonneshøjvej 52 in Haderslev, Dänemark, mit Blick auf die winterliche Landschaft im Januar 2026.
Direkt an der Steilküste über dem Kleinen Belt gelegen, bietet dieser naturbelassene Platz eine geniale Aussicht und absolute Ruhe. Ein kleiner Pfad führt vom Plateau direkt hinunter zum Naturstrand, perfekt für alle, die Abgeschiedenheit suchen. Man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt. Die Anfahrt ist extrem schmal und uneben. Ohne Allrad oder viel Bodenfreiheit ist das Risiko groß, sich im weichen Gelände festzufahren. Wer autark unterwegs ist und die fahrerische Herausforderung nicht scheut, findet hier einen der schönsten Aussichtspunkte der Region.

Esbjerg Strand

Wohnmobilstellplatz Esbjerg Brygge mit Blick auf den Hafen und die Nordsee im Januar 2026.

Direkt am modernen Yachthafen Esbjerg Søsport findet ihr diesen kostenlosen Stellplatz. Die markierten Flächen bieten Platz für über 10 Wohnmobile und liegen unmittelbar am Wasser. Das gesamte Viertel an der Esbjerg Brygge ist architektonisch super modern gestaltet und bietet ein richtig schickes Hafen-Ambiente. Ihr steht direkt am Hafenbecken. Das absolute Highlight ist die Nähe zum Sædding Strand. Nur ein kurzes Stück entfernt thronen die „Mennesket ved Havet“ die berühmten weißen Riesenskulpturen („Die vier weißen Männer“), die man sich in Esbjerg auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es ist ein reiner Parkplatz ohne Strom oder Wasser.

Autocamp Ringkobing Fjord, Hvide Sande

Wohnmobil auf einem Stellplatz im Autocamp Ringkøbing Fjord bei Hvide Sande während einer Winterreise im Januar 2026.
Diesen Platz auf der Landzunge haben wir uns für den Jahreswechsel 2025/2026 ausgesucht. Ein genialer Rundumblick auf das Feuerwerk über dem Fjord! Die Lage ist perfekt, über einen kleinen Pfad ist man sofort am Wasser, die Nordsee ist direkt um die Ecke und auch die Stadt Hvide Sande ist super schnell erreichbar. Da im Januar kaum etwas los war, hatten wir hier totale Ruhe. Wichtig für die Planung:
Der Platz ist ein reiner Übernachtungsspot ohne Strom, man muss also autark sein. Bezahlt wird unkompliziert am Automaten. Die Abrechnung gilt immer für den Zeitraum von 20:00 Uhr bis 09:00 Uhr (Nebensaison ca. 20–21 €).

Unsere Reise in Etappen

Tag 1 – Willkommen im Hygge-Modus

27.12.2025 | Stuttgart– Trøjborg

Unsere Wintertour nach Dänemark begann mit einer langen Anfahrt von rund 11 Stunden, viel Verkehr, viele Kilometer, aber voller Vorfreude. Gegen 15 Uhr sind wir angekommen, genau rechtzeitig für einen spektakulären Sonnenuntergang an unserem ersten Stellplatz. 

Dieser lag direkt an der Trøjborg Burgruine  ein ganz besonderer Ort. Die Ruine war einst eine bedeutende Wasserburg und liegt heute ruhig eingebettet in der Landschaft. Man kann hier wunderbar spazieren gehen, die alten Mauern besichtigen und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lassen.  Den kostenlosen Parkplatz haben wir über Park4Night gefunden, absoluter Glücksgriff.
Zum Abend gab es eine gemütliche Resteverwertung vom Weihnachtsessen, genau das Richtige nach einem langen Reisetag und perfekt fürs erste Dinner im Wohnmobil. 

Am nächsten Morgen wurden wir dann mit einem mindestens genauso spektakulären Sonnenaufgang belohnt. 
Ein kleines Highlight zwischendurch: Der Hund vom benachbarten Bauernhof schaut regelmäßig vorbei, um nach dem Rechten zu sehen,  ein sehr sympathischer Platzwächter. 🐕
Und wer mag, kann am kleinen Verkaufshäuschen sogar leckeres Rhabarber-Gelee kaufen.

Ein ruhiger, besonderer Start in unsere Winterreise durch Dänemark.

Tag 2 – Strandfreiheit auf Rømø

28.12.2025 | Lakolk Strand Insel Rømø

Am zweiten Tag ging es für uns weiter auf die Insel Rømø. Schon die Anfahrt über den Damm war ein echtes Highlight.

Unser Ziel war der Lakolk Strand. Der Strand ist riesig, extrem breit und befahrbar, wirklich beeindruckend. Wir sind stundenlang am Strand entlanggelaufen, haben uns den Wind um die Nase wehen lassen und einfach die Weite genossen.

Zwischendurch ging es kurz zurück in den Camper für eine kleine Kaffeepause, wo wir dann auf ganz liebe MLT-Nachbarn trafen. Immer schön, unterwegs auf Gleichgesinnte mit dem gleichen Fahrzeug zu treffen. Es ergaben sich nette Gespräche und ein kurzer Austausch, bevor es langsam kälter wurde und wir uns wieder in den Camper zurückgezogen haben. 

Zum Nachmittag hin riss der Himmel noch einmal auf und wir konnten einen richtig schönen Sonnenuntergang an diesem tollen Strand genießen. 
Da Übernachten am Strand leider nicht erlaubt ist, ging es für uns anschließend weiter zum nächsten Stellplatz.

Rømø – wir kommen bestimmt wieder.

Tag 3 – Von Dänemarks ältester Stadt zum Hafen der Riesen

29.12.2025 | Ribe und Esbjerg

Am dritten Tag unserer Wintertour ging es nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Die Altstadt ist klein, gemütlich und voller Charme, schräge, teils schief stehende Häuser, enge Gassen, Kopfsteinpflaster und viele liebevolle Details. Beim Spaziergang durch die Stadt fühlt man sich schnell ein paar Jahrhunderte zurückversetzt, ruhig, entschleunigt und richtig schön.

Danach fuhren wir weiter zum Bådtrailerparkering Esbjerg, um Schiffe zu beobachten. Das ist dort wirklich beeindruckend, weil die großen Frachter und Schiffe verdammt nah an einem vorbeifahren, man steht fast direkt an der Fahrrinne. Die Zufahrt ist hier allerdings zwischen 18 und 6 Uhr gesperrt, vor allem um nächtlichen Verkehr, Lärm und wildes Übernachten im Hafenbereich zu vermeiden. Übernachten ist dort daher nicht erlaubt.

Für uns reichte es für eine kurze Kaffeepause im Camper mit den restlichen Plätzchen, bevor wir ein Stück weiter zum Parkplatz am Esbjerg Strand gefahren sind. Im Winter ist der Parkplatz angenehm ruhig, viel Platz, kein Trubel, ideal, um entspannt zu stehen und einen Spaziergang zu machen.

Vom Parkplatz aus ging es zu Fuß zum Strand, zu den bekannten „Mennesket ved Havet“ den großen weißen Männerstatuen, die Richtung Meer schauen. Bei Ebbe wirkt die Landschaft dort besonders weit und ruhig. Wir sind ein Stück ins Watt und Richtung Meer gelaufen, während die Sonne langsam unterging und alles in warmes Licht getaucht wurde.

Zurück am Camper wurde noch schnell etwas gekocht, bevor wir den Abend gemütlich mit einem Glühwein im Wohnmobil ausklingen ließen. (Da kannten wir Gløgg noch nicht 🙂

Ein entspannter Tag zwischen Geschichte, Hafen und Nordsee.

Tag 4 – Dünen, Panzer & Nordseeweite

30.12.2025 | Weg durch den Truppenübungsplatz Blåvand  – Nymindegab Strand – Hvide Sande

Von Esbjerg ging es für uns heute Richtung Hvide Sande  und der Weg dorthin hatte es in sich. Offroad-Feeling & kleine Gänsehaut-Momente inklusive. 

Wir sind über die legendäre Militär-Panoramastraße (Kallesmærskvej) zwischen Blåvand und Vejers gefahren. Eine wirklich besondere Strecke: mitten durch das größte Militärgelände Dänemarks, rechts und links endlose Heide- und Dünenlandschaften und man weiß nie, ob hinter dem nächsten Hügel plötzlich ein Panzer auftaucht. 

Solange die roten Kugeln an den Masten unten sind, gehört die Piste uns. Sind sie oben, heißt es: Stopp – Schießbetrieb. 
Schon ziemlich beeindruckend, auch wenn wir leider keinen Panzer zu Gesicht bekommen haben.

Weiter ging es mit einem kleinen Zwischenstopp am Nymindegab Strand. Dieser Spot ist einfach traumhaft: oben auf der Düne stehen, den Wind im Gesicht und dieser Blick. Ringkøbing Fjord auf der einen Seite, die wilde Nordsee auf der anderen. 

Kurz durchgeatmet, den Sand aus den Schuhen geschüttelt  und weiter Richtung Norden.

In Hvide Sande angekommen, ging es direkt an den Ringkøbing Fjord. Unser Stellplatz: Autocamp Ringkøbing Fjord. Ein wirklich schöner Platz mit direktem Blick aufs Wasser.
Der Platz ist sauber, ruhig und völlig okay. 22 € pro Nacht finden wir für das, was geboten wird vor allem in der Nebensaison schon etwas sportlich, aber der Ausblick ist einfach einmalig und macht vieles wieder wett. 

Hvide Sande selbst ist ein typischer kleiner Küstenort, geprägt von Fischerei, Hafen und ordentlich Wind. Besonders spannend ist die Schleuse mit der Brücke, die den Fjord mit der Nordsee verbindet. Wenn Schiffe durchfahren und die Brücke geöffnet wird, bleibt alles stehen, Zuschauen lohnt sich.

Am Nachmittag hieß es dann:
„Wir gehen heute schick essen“, hat er gesagt …
Am Ende saßen wir bei Fish & Chips, draußen, mit Mütze auf, die ich nicht mal absetzen musste. Aber ehrlich, genau so muss es im Norden sein. Einfach, lecker und entspannt.

Danach noch kurz in den Lebensmittelladen, ein bisschen durch die Regale geschlendert, Produkte entdeckt und natürlich Gløgg eingekauft. Den haben wir uns später draußen am Camper beim Sonnenuntergang schmecken lassen. 

Unsere Camper-Nachbarn gesellten sich dazu, wir kamen ins Quatschen – und so wurde es ein richtig schöner, gemütlicher Ausklang dieses Tages.

Tag 5 – Eisbaden & Leuchtturm-Zauber: Silvester 2025 zwischen Søndervig und Hvide Sande

31.12.2025 |Leuchtturm Leuchtturm Lyngvig – Søndervig – Hvide Sande

Der Plan für diesen Tag war eigentlich ganz klar, an unserem traumhaften Platz in Hvide Sande bleiben und dort ganz entspannt Silvester verbringen.

Aber dann erreichte uns am Abend noch ein Tipp: Am Silvestertag findet in Søndervig das traditionelle Winterbaden statt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Also morgens schnell frühstücken und los ging’s Richtung Søndervig.

Auf dem Weg lag noch der Leuchtturm Lyngvig Fyr, wo wir einen Zwischenstopp eingelegt haben. Ein wirklich besonderer Ort. Dünen, Wind, Meer und dieser markante Leuchtturm, der seit 1906 zwischen Nordsee und Fjord steht und früher den Schiffen den sicheren Weg gewiesen hat. Perfekt für einen Morning Walk, ruhig, weit und einfach beeindruckend. Danach ging es weiter nach Søndervig, unserem eigentlichen Ziel. Schon bei der Einfahrt in den Ort war klar. Hier ist richtig was los. Wir suchten einen Parkplatz für Muki und pilgerten einfach mit den Menschenmassen Richtung Strand, sehr praktisch, da musste man wirklich niemanden nach dem Weg fragen.

Das Winterbaden ist dort ein echtes Silvester-Highlight. Hunderte Menschen gehen gemeinsam ins eiskalte Meer, um das alte Jahr symbolisch hinter sich zu lassen. Laut, fröhlich, verrückt  und eine ganz besondere Atmosphäre, die man einfach mal erlebt haben muss.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil legten wir noch einen Stopp beim Bäcker ein, um eine traditionelle Kransekage zu kaufen. Der typische dänische Neujahrskuchen besteht aus Mandelmasse, wird oft ringförmig oder als kleiner Turm gebacken und gehört hier einfach zum Jahreswechsel dazu.
Kein Preis ausgezeichnet und wir sind in Dänemark ja immer sehr vorsichtig mit Preisen. Aber was soll so ein Kuchen schon kosten? 5 oder 8 Euro vielleicht?
Am Ende waren es 22 € für ein bisschen Mandelmasse. 😅
Tja … Spaß kostet. Und Tradition offenbar auch.

Eigentlich wollten wir uns danach einen neuen Platz für die Nacht suchen aber das stellte sich als schwierig heraus. Überall Camping verboten, und der Camping- bzw. Stellplatz vor Ort gefiel uns ehrlich gesagt gar nicht.

Ein kurzer Blick reichte und Entscheidung getroffen: zurück nach Hvide Sande. Und was sollen wir sagen: Unser Platz war noch frei  und auch unsere Nachbarn vom Vorabend waren noch da. Wieder Glühwein draußen, ein kurzer Abstecher zum Fischhändler, zurück zum Camper, Muki noch schnell silvesterfest dekoriert und dann ging es wieder raus auf einen Glühwein mit den Nachbarn. Nach dem Kochen traf man sich noch einmal draußen, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Und besser hätten wir uns unseren Silvester-Stellplatz wirklich nicht aussuchen können, direkt am Fjord, rundherum überall Feuerwerk, etwas entfernt von uns, was uns sehr gefallen hat. Nicht laut, aber wunderschön anzusehen, das müssen wir schon zugeben.  Die Schiffe im Hafen hupten zum Jahreswechsel, was für ein Erlebnis.

Noch gut eine Stunde nach Mitternacht wurde überall weiter geböllert, dann fing es an zu regnen.

Also ab in den Camper, von dort aus noch das restliche Feuerwerk genießen und den letzten Sekt trinken.

Besser hätte das neue Jahr wirklich nicht starten können.

Tag 6 – Der Tag danach: Entspannt ins neue Jahr in Vesløs

01.01.2026 | Vesløs 

Nach der Silvesternacht haben wir erst mal ausgeschlafen und es ganz ruhig angehen lassen. Kein Stress, kein Plan, einfach treiben lassen. Danach ging es ein Stück weiter Richtung Norden.

In Vesløs haben wir dann einen richtig schönen Stellplatz entdeckt.
Ein kostenloser Parkplatz, direkt am Wasser, mit weiter Sicht und absoluter Ruhe genau das, was man sich nach Silvester wünscht. 🌊

Ein kleiner Spaziergang am Wasser, ein paar Muscheln gesammelt, frische Luft geschnappt und dann zurück in den Camper. Dort haben wir es uns gemütlich gemacht und unser traditionelles Neujahrsessen gekocht, Nudeln mit Tomatensoße. 🍝😄

Mehr ist heute nicht passiert und genau das war perfekt. Ankommen, runterfahren, genießen.

Tag 7 –Zwei Meere und ein Wintermärchen: Von der Nordspitze Grenen ins hyggelige Sæby

02.01.2026 | Skagen – Grenen -  Sæby

Der Tag begann früh. Direkt nach dem Frühstück ging es los, unser Ziel war klar: Skagen, Grenen der nördlichste Punkt Dänemarks.
Gestartet sind wir noch bei bestem „Strandwetter“ 😄 Schon ein paar Kilometer später fing es an zu schneien, der Wind nahm zu und die Sicht wurde immer schlechter. Eigentlich kein guter Tag, um Strecke zu machen, aber wir wollten unbedingt nach Skagen.

250 Kilometer durch Schneetreiben und Böen später erreichten wir Skagen. Und dann die Überraschung: fast leere Parkplätze, kaum Menschen. Vom Parkplatz am Bunkermuseum aus ging es zu Fuß weiter, rund 1 km gegen den Wind, Mütze tief ins Gesicht gezogen, Sand und Schnee im Gesicht,  bis wir schließlich Grenen erreichten.

Und dort angekommen war es einfach nur beeindruckend.
Hier treffen Nordsee (Skagerrak) und Ostsee (Kattegat) direkt aufeinander. Die Wellen kommen aus zwei Richtungen, prallen aufeinander und vermischen sich sichtbar. Zwei Meere, zwei Strömungen, pure Kraft. Laut, wild, rau und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Man steht genau dazwischen und spürt, wie klein man eigentlich ist.

Zurück am Camper gab es erst mal einen heißen Kaffee, um wieder warm zu werden. Durchgepustet, glücklich und mit diesem Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.

Nach dem Stopp in Skagen war für uns noch nicht Schluss. Wir sind weitergefahren, etwa 50 km Richtung Süden, bis nach Sæby. Über Park4Night hatten wir einen Parkplatz gefunden und der entpuppte sich als echter Volltreffer.

Der Parkplatz liegt direkt am Strand, offen, ruhig und bei unserer Ankunft komplett leer. Kein Verkehr, keine Häuser, kein Licht nur wir, der Camper und das Meer.

Der Strand selbst ist weit und naturbelassen. Feiner Sand, Muscheln, dunkles Wintermeer und dieser typische nordische Wind, der einen sofort wach macht. Wir sind ein Stück am Wasser entlanggelaufen, haben dem Meer zugehört und die Stimmung aufgesogen, bis wir gemerkt haben, dass die Finger langsam taub wurden. ❄️😄

Also zurück in den Camper, Heizung an, Jacken aus und erst mal ankommen. Dann gab es Gløgg, schön heiß, während draußen die Wellen weiter rauschten. Drinnen warm und gemütlich, draußen kalt und wild, genau diese Mischung macht solche Plätze für uns perfekt.

Ein ruhiger, stimmungsvoller Abschluss eines langen Tages.
Genau so fühlt sich unterwegs sein im Winter an. 🤍🚐

Tag 8 – Eine Nacht zwischen Ostseewellen und den vier Windrädern

03.01.2026 | Ebeltoft

Der Tag startete mit einem ausgedehnten Morgenwalk am winterlichen Strand von Sæby. Leerer Strand, kalte Luft, viele große Muscheln, besser kann ein Wintermorgen kaum sein. 🐚
Danach hieß es wieder: Strecke machen, denn unsere Zeit wird langsam knapp.

Über Park4Night steuerten wir unseren nächsten Spot,
bei Ebeltoft an
Ein ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, perfekt gelegen für einen Spaziergang mit Aussicht.

Camper geparkt, warm eingepackt und los ging es zu den spektakulären vier Windrädern, die direkt im Meer stehen. Man läuft vom Parkplatz aus am Wasser entlang über einen schmalen Weg und einen kleinen Damm direkt auf sie zu. Je näher man kommt, desto gewaltiger wirken sie. Wenn man daruntersteht und nach oben schaut, wird einem schon etwas mulmig , riesig, kraftvoll und beeindruckend zugleich. 

Zurück am Camper war dann wieder Gløgg-Zeit 

Dazu wurde im Omnia noch nach dänischem Rezept gekocht und der Abend ganz gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen gelassen.

Ein ruhiger, entspannter Tag mit vielen kleinen Highlights.

Tag 9 – Abschied von Dänemark: Auf dem Dach Jütlands & ein letzter Blick in Haderslev

04.01.2026 | Møllehøj – Haderslev

Der Tag startete sehr früh. Um 8 Uhr Abfahrt, denn wir wollten zum Sonnenaufgang am höchsten natürlichen Punkt Dänemarks stehen. Ziel war Møllehøj bei Skanderborg.
Mit 170,86 Metern ist Møllehøj heute offiziell der höchste natürliche Punkt des Landes. Lange Zeit war das allerdings umstritten: Früher galten auch Ejer Bavnehøj und Yding Skovhøj als höchste Erhebungen. Erst genaue Vermessungen zeigten, dass Møllehøj ohne künstliche Aufschüttungen oder Grabhügel, tatsächlich der höchste Punkt ist.

Vom Parkplatz aus geht man etwa 500 Meter zu Fuß durch eine offene, leicht hügelige Landschaft bis zur kleinen Erhebung. Kein Gipfelkreuz, kein Trubel, einfach Natur. Und wir hatten richtig Glück: Wir waren komplett allein dort. Sonnenaufgang, kalte Luft, Ruhe, ein ganz besonderer Moment.

Danach ging es weiter Richtung Süden zu unserem nächsten Spot, Haderslev
(über Park4Night gefunden)

Schon die Bewertungen klangen vielversprechend: „schwierige Anfahrt, viele haben sich festgefahren“ also genau unser Ding 😄

Und tatsächlich: wieder ein echter Glücksgriff. Ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, Natur pur, viel Platz und absolute Ruhe.

Da wir früh dran waren und die Sonne schon schön stand, hieß es: Grill raus!
Angrillen 2026 ✔️
Eine gute rote Wurst vom Grill, Schnee im Sand, Sonne im Gesicht, mehr braucht es nicht. 🌭☀️

Danach ein Spaziergang am Strand, Schwäne, Enten und Möwen beobachten und den Fischern zusehen, die hier tatsächlich auf Meerforellen angeln.
Zum Abschluss ein traumhafter Sonnenuntergang und später noch der Vollmond über dem Meer.

Ein Tag, der leise anfing und wunderschön endete.

Fazit: Winter in Dänemark mit dem Camper

Nach neun Tagen Wintercamping in Dänemark ziehen wir für uns ein ganz klares Fazit:
Dänemark im Winter ist kein “schöner Zufall” es ist ein Erlebnis. Leere Strände, raue Nordsee, Fjorde, Dünen, Wind, salzige Luft und dieses ganz besondere Licht. Orte, die sonst voll sind, gehören einem fast alleine. Man spürt wieder, wie schön langsames Reisen sein kann.

Wintercamping hat uns hier komplett abgeholt. Kein Stress, keine Erwartungen, kein voller Kalender wir, und diese Ruhe, die man sofort spürt. Genau das hat uns gut getan.

Dänemark im Winter fühlt sich ehrlich an. Entschleunigt. Hygge, aber nicht im kitschigen Postkartenstil, sondern echt, draußen am Strand, im Wind, im Schnee, im Camper mit heißem Gløgg und kalten Fingern.

Das war ganz sicher nicht unser letztes Mal. 

Reisekosten Dänemark Winter 2025

Unsere Reise durch Dänemark fand vom 26.12.2025 bis 06.01.2026 statt.
Insgesamt legten wir rund 2954 Kilometer zurück.
Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht.

Fahrtkosten

  • Tanken: 635 €
  • Maut: 0 €
  • Fähre: 0 €

Unterkunft

  • Campingplätze, Stellplätze & Entsorgung: 50 €

Essen & Trinken

  • Restaurants & Bars: 25 €
  • Lebensmittel: 159 €

Für 9 Wintertage sind die Ausgaben ziemlich überschaubar. Liegt vor allem daran, dass wir viel frei standen, spontan unterwegs waren, keinen großen Einkaufs- oder Ausgehfokus hatten und außerdem Camping im Winter generell eher „ruhiger“ ist.
Sprit war diesmal der größte Posten, aber das war es uns wert

Sardinien

Sardinien

Sardinien

Unsere "planlos" Route

Deutschland -> Neumarkt -> Livorno (Fähre) -> Olbia (Ankunft) -> Spiaggia Cala Banana -> Nuoro -> Mamoiada -> Passo Genna Silana -> Arbatax -> Villasimius -> Cagliari -> Chia -> Costa Verde (Capo Pecora, Arbus) -> Oristano (Tirso Mündung, Fordongianus) -> Bosa -> Castelsardo -> Capo Testa -> Palau -> La Maddalena Archipel (Bootstour) -> Olbia (Fähre) -> Deutschland

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Das echte Dolce Vita in Mamoiada

Ein absolutes Top-Highlight war der Besuch im Restaurant Locanda 'Sa Rosada. Mitten unter temperamentvollen Italienern, ohne Speisekarte, bekamen wir die besten sardischen Ravioli (Culurgiones) und Malloreddus, begleitet von köstlichem Cannonau-Wein. Kulinarisch und menschlich ein Volltreffer!

2. Das Archipel La Maddalena (Bootstour)

Das war das absolute Karibik-Feeling! Die Bootsfahrt zu den Inseln wie Santa Maria und Spargi war trotz des großen Touri-Bootes jeden Cent wert. Das Wasser in allen Blau- und Türkistönen war einfach unglaublich.

3. Bosa

Bosa hat uns verzaubert! Die engen, liebevoll dekorierten Gassen und die bunten Häuser waren ein Traum. Nach einer Weinprobe in einer lokalen Bar war klar: Bosa ist ein absolutes Highlight, das man gesehen haben muss.

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Unsere Philosophie ist klar: Wir lieben die Freiheit des Freistehens. Wichtig vorab: Wildcampen ist auf Sardinien grundsätzlich strengstens verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet.
Die Küstenwache patrouilliert regelmäßig. In Italien wird jedoch oft zwischen Parken (duldet das Übernachten im Fahrzeug, solange man fahrtüchtig bleibt) und Campen (Markise ausfahren, Stühle/Tisch rausstellen, Fenster öffnen, waschen) unterschieden. Wir haben uns an die Regel gehalten, kein Campingverhalten zu zeigen, und hatten Glück, dass unsere Spots geduldet wurden. Hier sind unsere Top-Orte:

Capo Pecora

Eine wilde, felsige Landzunge. Trotz der "5-Camper-Regel" standen mehr da, aber die Ruhe und die spektakuläre Natur waren es wert. Ein Platz, der entschleunigt.

Spiaggia di Isula Manna

Unser absoluter Favorit: ruhig, viel Platz, mit Pinienwald und Meerblick. Ein echter Glücksgriff, den wir fast für uns allein hatten.

Osservazione Foce Fiume Tirso

Ein magischer Ort, an dem wir ganz allein standen, nur begleitet vom Rauschen von Fluss und Meer. Hier vermischen sich Süß- und Salzwasser, absolute Stille und Weite.

Camper Cagliari Park

Zentraler Stellplatz in Cagliari, ideal für die Stadtbesichtigung.
Nur 5 Gehminuten von der Altstadt entfernt, sicher und asphaltiert.
Kosten: 27 €/Nacht inklusive Wasser und Entsorgung

Area Sosta Camper San Nicolò (Buggerru)

Terrassenförmige Area Sosta bei Buggerru mit Meerblick.
Liegt direkt am schönen Strand San Nicolò an der Westküste.
Kosten: ca. 20 €/Nacht (plus Entsorgung), mit Außenduschen..

Spiaggia di Bosa Marina

Stellplatz direkt am Hafen von Bosa Marina, nahe dem Strand.
Die charmante Stadt Bosa ist über einen Spazierweg erreichbar.
Ab September kostenlos, in der Hochsaison gebührenpflichtig.

Reiseküche auf dem Roadtrip durch Sardinien

Auf unserem Roadtrip durch Sardinien spielte das Kochen unterwegs eine wichtige Rolle, allerdings auf eine andere Art, als wir es von früheren Reisen kannten. In dieser Kategorie zeigen wir unsere Reiseküche auf Sardinien.
Einfache Gerichte, gekocht im Wohnmobil, mit regionalen Zutaten und angepasst an den Reisealltag.

Reiseküche unterwegs

Anders als zum Beispiel in Albanien konnten wir auf Sardinien nur selten draußen kochen. Zur Reisezeit war noch sehr viel los, die Stellplätze waren gut gefüllt und wir standen kaum allein. Nicht, dass wir uns vor anderen Campern gescheut hätten zu kochen oder zu grillen, oft ließ der Platz es schlicht nicht zu. Außerdem kamen wir schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch und haben die Zeit lieber dafür genutzt, als für aufwendiges Kochen im Freien.

Unsere Rezepte sind deshalb bewusst unkompliziert. Sie entstehen mit wenig Equipment, meist im Wohnmobil, und mit dem, was wir unterwegs auf Märkten oder im kleinen Laden finden. Diese Sammlung zeigt, wie Reiseküche auf einem Sardinien-Roadtrip wirklich aussieht: alltagstauglich, flexibel und ohne großen Aufwand.

Kochen im Wohnmobil auf Sardinien
Kochen im Wohnmobil auf Sardinien

Planung ist beim Reisen Gold wert

Gerade weil Kochen für uns so wichtig ist, planen wir vorab grob, was wir auf der Reise kochen wollen. Kein starrer Essensplan, sondern eher eine Sammlung an Ideen:

  • Welche Gerichte funktionieren gut im Wohnmobil?

  • Was braucht wenig Platz und wenig Equipment?

  • Was lässt sich gut vorbereiten oder variieren?

Diese Planung spart unterwegs enorm Zeit und Nerven, vor allem in Ländern, in denen Einkaufen anders läuft als zu Hause. Außerdem entstehen so viele Rezepte, die später auch im Alltag funktionieren.

Lebensmittel Einkaufen auf Sardinien
Lebensmittel einkaufen auf dem Markt auf Sardinien

Das Einkaufen auf einem Roadtrip durch Sardinien ist unkompliziert und gut planbar. Entlang der Hauptstraßen sowie in und um größere Orte findet man regelmäßig Supermärkte und Discounter, was die Versorgung im Wohnmobil deutlich erleichtert. Auch in kleineren Orten gibt es meist zumindest einen Laden für den täglichen Bedarf.

Bevorzugt haben wir jedoch auf den lokalen Märkten in den Orten eingekauft, durch die wir zufällig gefahren sind. Dort gab es frische, regionale Produkte und genau das, was wir für unsere Reiseküche gesucht haben. Im September waren viele der typischen Straßenstände bereits geschlossen. Die leeren Holzhäuschen am Straßenrand lassen aber vermuten, dass man in den Sommermonaten auf Sardinien auch direkt am Straßenrand frisches Obst und Gemüse kaufen kann.

Für uns bedeutete das, eine Mischung aus Supermarkt und Marktbesuchen, ideal für das Kochen im Wohnmobil auf Sardinien und perfekt für eine einfache, flexible Reiseküche unterwegs.

Auf unserem Roadtrip durch Sardinien haben wir viele typische sardische Rezepte im Campingbackofen ausprobiert. Die Gerichte, die sich gut für das Kochen im Wohnmobil geeignet haben und uns geschmeckt haben, haben wir auf unseren Social-Media-Kanälen mit euch geteilt.

Die Rezepte, die nicht so gut funktioniert haben oder uns geschmacklich nicht überzeugt haben, seht ihr nur hier auf unserem Blog. Wir haben jeweils vermerkt, warum es nicht geklappt hat oder warum es zwar geklappt hat, uns aber nicht überzeugt hat. So bekommt ihr einen ehrlichen Einblick in unsere Reiseküche auf Sardinien und könnt selbst entscheiden, welche Rezepte ihr unterwegs ausprobieren möchtet.

Unten findest du alle Rezepte,
die auf unserem Sardinien-Roadtrip entstanden sind.
Swipe mal rüber und probiere sie selbst aus!

 

Feigen Trauben Feta aus dem Campingbackofen

Feigen Trauben Feta aus dem Campingbackofen

Feigen Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Feigen Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Mediterrane Käsespätzle One Pot aus dem Campingbackofen

Mediterrane Käsespätzle One Pot aus dem Campingbackofen

Salsiccia-Pasta-Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Salsiccia-Pasta-Schnecken aus dem Omnia Campingbackofen

Ravioli Burger / Pastaburger aus dem Campingbackofen

Ravioli Burger / Pastaburger aus dem Campingbackofen

Ruck zuck Ofenlachs aus dem Omnia Campingbackofen

Ruck zuck Ofenlachs aus dem Omnia Campingbackofen

Sardische Lasagne aus dem Campingbackofen

Sardische Lasagne aus dem Campingbackofen

Unsere Reise in Etappen

Etappe 1: Von Zuhause bis Olbia: Der Start ins Abenteuer

Die Reise startet voller Vorfreude, als wir unser rollendes Zuhause beladen und uns auf den Weg Richtung Süden machen. Der erste Tag ist geprägt von langen Autobahnkilometern, einem Zwischenstopp in Neumarkt und der wachsenden Aufregung, dass nun endlich unser Sardinien-Abenteuer beginnt.

Am nächsten Morgen erreichen wir Livorno, allerdings erst nach einem kleinen Navigationschaos, bei dem wir gefühlt jede mögliche Einfahrt zur Grimaldi-Fähre dreimal gesehen haben. Doch schließlich finden wir den richtigen Zugang und ergattern sogar einen Stellplatz direkt am Hafen. Die Stimmung ist großartig: Ein Spaziergang durch die Stadt, ein guter Aperol und später ein spontanes Stellplatz-Fest mit fünf Nachbarpärchen. Besser hätte der Einstieg in den Urlaub nicht sein können.

Die Überfahrt am folgenden Tag verläuft entspannt. Wir dösen auf dem Deck, beobachten die anderen Reisenden und genießen die langsam näherkommende Insel. Als die Fähre in Olbia anlegt, ist es ein bisschen, als würden wir in einer anderen Welt ankommen. Warm, salzig, mediterran. Sardinien empfängt uns mit einem weichen Abendlicht. Unser erster Übernachtungsplatz, die Gegend um Cala Banana, schenkt uns einen ruhigen Start und den ersten sardischen Sonnenaufgang.

Etappe 2: Die Nordostküste: Von Olbia bis Cala Gonone

Unsere Sardinien-Tour beginnt an den Stränden rund um Olbia. Nach ein paar Fehlversuchen stoßen wir auf den Spiaggia di Bunthe, ein kleiner, feiner Strand, der uns sofort begeistert. Das Wasser glitzert, der Sand ist angenehm, und trotz anfänglicher Unsicherheit („Ist das hier erlaubt?“) fühlen wir uns schnell willkommen. Die deutschen Nachbarn beruhigen uns: „Solange ihr euch ruhig verhaltet, passt das schon.“ Hier genießen wir den ersten entspannten Strandtag Sardiniens.

Ein Stück weiter südlich liegt Spiaggia di Foghe Pizzina, ein versteckter, ruhiger Strand, der Natur und Einsamkeit pur bietet. Das Meer glitzert türkis, die kleine Bucht lädt zum Verweilen ein, ein perfekter Zwischenstopp, bevor wir wieder ins Landesinnere fahren.

Weiter südlich sammeln wir Eindrücke, die zwischen urig, wild und bergig wechseln. Die Höhenzüge um Nuoro wirken zunächst eher unspektakulär, doch gleich darauf tauchen wir in das ursprüngliche Sardinien ein: Mamoiada überrascht uns mit sardischer Gastfreundschaft. Beim Mittagessen ohne Menükarte lässt der Wirt für uns auf Italienisch, Sardisch und mit viel Gestik das Menü entstehen, ein Erlebnis, das man nicht plant, sondern das einen einfach findet.

Cala Gonone zeigt sich als hübsches Küstenstädtchen, aber völlig überfüllt. Die Stimmung im Ort weniger spektakulär, zu viele Menschen, zu wenig Platz. Also entscheiden wir, die Küstenstelle noch etwas zu meiden. Stattdessen zieht es uns weiter ins Hinterland, über den Passo Genna Silana. Die kurvigen Straßen durch dichte Wälder und schroffe Kalksteinfelsen bieten atemberaubende Ausblicke auf das Supramonte-Gebirge. Ein kurzer Stopp genügt, um die wilde Schönheit Sardiniens zu spüren, noch bevor wir wieder Richtung Küste fahren.

Also weiter Richtung Lotzorai, wo wir einen wunderschönen Pinienplatz finden. Morgens bei Meerrauschen frühstücken, abends wegen Wespen lieber im Wohnmobil grillen, es ist herrlich entspannt und langsam spüren wir das echte Urlaubsgefühl.

Etappe 3: Die Ostküste hinunter: Von Arbatax bis Villasimius

Die Ostküste Sardiniens empfängt uns mit Farbe, Form und Charakter:

Ein kurzer Abstecher führt uns zu den Rocce Rosse in Arbatax. Die bizarren roten Felsen sind beeindruckend und bieten spektakuläre Fotomotive. Die roten Felsen von Arbatax leuchten wie Monumente vor dem türkisblauen Meer, fast unwirklich schön. Ein Eindruck, der bleibt.

Wir steuern verschiedene Strände an, erleben zunächst überfüllte Parkplätze, dann wieder idyllische Buchten. Weiter südlich, bei Bari Sardo, finden wir Spiaggia dei Lobinas, ein ruhiger Strand mit glasklarem Wasser, feinem Sand und Blick auf den Torre di Barì. Hier fühlen wir uns wie in einem kleinen Paradies – nachts ganz allein mit dem Rauschen des Meeres.

Je weiter wir nach Süden kommen, desto karibischer wird es. Villasimius zeigt die strahlend hellen Farben, für die dieser Küstenabschnitt berühmt ist, allerdings auch die Ströme an Touristen. Daher fahren wir weiter und finden am Spiaggia di Santo Stefano genau das, wonach wir gesucht haben: ein ruhiger, natürlicher Strand mit Fischen im klaren Wasser und einem Sonnenuntergang, der den Himmel rosa färbt.

Etappe 4: Hauptstadtflair & südliche Küste: Cagliari und Porto Botte

Nach Tagen voller Natur tauchen wir in das lebendige Herz Sardiniens ein: Cagliari. Die Stadt verzaubert sofort mit ihren schmalen Gassen, bunten Häusern und einem lebendigen gastronomischen Rhythmus. Wir flanieren durch das Zentrum, probieren Köstlichkeiten, beobachten das Treiben und genießen das mediterrane Flair.

Ein Highlight ist der Besuch des Mercato di San Benedetto, ein Markt voller Leben, Farben, Stimmen, frischem Fisch und dem Duft nach Meer und Kräutern. Plötzlich merkt man, wie sehr die Insel kulinarisch von ihrer Geschichte und ihrer Küstennähe geprägt ist. Doch das pure Stadtleben wird am Abend von einem ganz anderen Erlebnis abgelöst.

Südlich von Cagliari suchen wir lange nach einem Spot. Pula? Voll. Piscinnì? Keine Chance. Schließlich landen wir in Porto Botte. Flamingos am Horizont, das Meer ruhig, der Wind mild. Romantisch… bis die Nacht beginnt. Karaoke bis 4 Uhr morgens, Staubwolken durch vorbeirasende Autos und null Schlaf. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst, aber garantiert nicht wiederholen möchte.

Etappe 5: Der wilde Südwesten: Von Sant’Antioco bis Buggerru

Der Südwesten Sardiniens zeigt sich rauer, kantiger und gleichzeitig unglaublich beeindruckend. Sant’Antioco ist inzwischen fast überall „Camper verboten“ – also weiter.

Am Pan di Zucchero, dem ikonischen Felsen im Meer, staunen wir zwar über die Natur, fliehen aber vor dem Trubel. Und dann finden wir genau das, was man auf so einer Reise sucht: Einen ruhigen, terrassenförmig angelegten Platz an der SP83 bei Buggerru.

Hier treffen steile Klippen auf türkisgrüne Wellen. Der Sonnenuntergang ist malerisch, und die kalte Außendusche mit Meerblick sorgt für viel Gelächter – und vermutlich ungewollte Blicke von unten.

Kurz darauf steht Capo Pecora auf dem Programm: wilde Felsen, starke Wellen und viel Ruhe. Ein Ort, der so roh und echt wirkt, dass man sich ein bisschen allein auf der Welt fühlt.

Etappe 6: Die wilde Westküste: Von den Dünen von Piscinas bis zu den Reiskornstränden

Diese Etappe führt uns an die ungezähmteste Küstenlinie Sardiniens; eine Landschaft, die wilder, weiter und ursprünglicher nicht sein könnte.

Unser Weg beginnt im Süden, wo die berühmten Dünen von Piscinas wie eine kleine Sahara ans Meer stoßen. Meterhohe Sandberge, die sich mit dem Wind formen, treffen hier auf das kräftig blaue Meer. Die Anfahrt über Schotterpisten lässt bereits ahnen, dass man an einem außergewöhnlichen Ort ankommt. Wir steigen die warmen Dünen hinauf und genießen oben einen Panorama-Blick, der uns sprachlos macht: endlose Sandhügel im Rücken, das Meer vor uns, die Sonne, die die Landschaft in goldenes Licht taucht. Ein Ort, der sich in Herz und Erinnerung brennt.

Wenige Kilometer weiter machen wir Halt am Spiaggia di Campu Sali, einem fast menschenleeren Strandabschnitt zwischen Arbus und der Küste Richtung Oristano. Die Brandung ist kräftig, der Strand weit, und am Abend glüht der Himmel in Orange- und Rosatönen. Hier wirken Meer und Wind fast ungezähmt, ein wilder, wunderschöner Moment der Ruhe.

Von hier führt uns eine schmale Straße durch weite Ebenen zur Brücke von Marceddì (Ponte Marceddì). Ein schmaler Landstreifen trennt hier das offene Meer von einer großen Lagune. Fischerboote schaukeln leicht im Wasser, Reiher stehen reglos am Ufer und die Luft riecht nach Salz, Schilf und Meer. Wir halten an und lassen die Stille wirken, ein Ort, der gleichzeitig verlassen und magisch ist.

Weiter nördlich erreichen wir Foce Fiume Tirso, die Mündung des größten Flusses Sardiniens. Hier stehen wir zum ersten Mal vollkommen allein. Kein anderes Fahrzeug, keine Menschen, nur wir, der Fluss, der sich ruhig ins Meer schiebt, und der Wind, der durch das hohe Schilf streicht. Der Platz hat etwas Raues, Unberührtes, als hätte die Natur ihn nur für uns freigehalten.

Für einen kulturellen Abstecher fahren wir ins Landesinnere nach Fordongianus. Die römischen Thermen liegen direkt am Fluss und erzählen seit Jahrhunderten Geschichten vergangener Zeiten. Heiße Quellen dampfen noch heute, Steine, die vor 2.000 Jahren von Menschenhand behauen wurden, sind noch sichtbar,  ein spannender Kontrast zur wilden Küste.

Zurück am Meer entdecken wir Portu Suedda, einen der schönsten und stillsten Plätze dieser Etappe. Der Strand ist naturbelassen, das Wasser schimmert in unglaublichen Blau- und Grüntönen. Ein Verkäufer bietet Pecorino aus eigener Herstellung an, natürlich können wir nicht widerstehen und genießen sardischen Käse mit Blick aufs Meer. Genau solche unerwarteten Momente machen diese Reise so besonders.

Ein Stück weiter nördlich liegen die berühmten Reiskornstrände von Is Arutas und Mari Ermi, die mit ihren schneeweißen Quarzkörnchen ein völlig anderes Strandgefühl vermitteln. Das Wasser ist glasklar, der Sand schimmert wie feiner Kristall, ein unvergesslicher Abschluss unserer wilden Westküsten-Etappe.

Etappe 7: Der Nordwesten: Bosa, Küstenstraßen & Maddalena-Archipel

Auf dem Weg Richtung Norden legten wir in Cuglieri einen kleinen, aber lohnenden Zwischenstopp ein. Unser Reiseführer hatte uns versprochen, dass es dort besonders gutes Olivenöl geben würde – und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Bei der Olearia Peddio probierten wir uns durch die verschiedenen Öle, verliebten uns in eins (oder zwei… 🤭) und schlugen zu. Anschließend spazierten wir durch das verschlafene Dorf, mit seinen engen Gassen und kleinen Steinhäusern, und genossen oben bei der Basilica einen traumhaften Blick über die Hügel bis zum Meer. Essen wäre schön gewesen, aber typisch Sardinien – alles geschlossen. Also weiter nach Bosa.

Dort hatten wir sofort Glück und ergatterten einen Stellplatz direkt am Hafen. Ab September sogar kostenlos, was will man mehr? Der Kaffee an der Strandbar fiel wegen der italienischen Regel „Kein Cappuccino nach 11 Uhr“ aus, also gab’s eben einen Spritz – wir passten uns an und konnten darüber nur lachen. Der Strand war herrlich, und später erkundeten wir die Stadt. Bosa hat uns wirklich begeistert: bunt, charmant, jede Ecke liebevoll dekoriert. Wir liefen manche Gassen zweimal ab, weil man immer wieder Neues entdeckte. Ein Besuch in einer Weinbar musste natürlich sein – leckerer Malvasia, super Beratung, ein Schnaps aufs Haus und später Pizza, bevor wir nachts entlang des beleuchteten Flusses zurückliefen. Bosa hat uns richtig verzaubert.

Die Küstenstraße SP105 zwischen Bosa und Alghero war schon wieder ein komplett anderes Sardinien: Felsen, Kurven und ein Meer, das wie gemalt wirkte. Ein kurzer Stopp in Villanova Monteleone, wo man locker hätte bleiben können, aber wir hatten noch ein Ziel vor Augen.

Am Spiaggia Pazzona bei Stintino erwartete uns ein ruhiger, fast schon stiller Ort. Schilder wie „Camping verboten“ interpretieren wir ja inzwischen mit etwas humorvollem Pragmatismus – campen tun wir ja nicht 😉. Und wie gedacht: es standen bereits Camper dort, weit genug von der Hauptsaison entfernt. Der Strand war wunderschön, türkisblau und weit, mit etwas Seegras, aber unglaublich entspannt. Kaum Menschen, keine Hektik, nur hin und wieder ein Umweltfahrzeug. Ein Platz, an dem man einfach abschaltet.

Weiter ging es nach Castelsardo, das auf den ersten Blick wie ein Postkartenmotiv wirkte – diese farbigen Häuser, die Burg, der Felsvorsprung über dem Meer. Der Weg hoch war anstrengend, aber der Blick lohnte sich. Doch je weiter wir hochkamen, desto stärker spürte man den Touri-Druck. Körbe, die angeblich handgeflochten sind, aber irgendwie nicht wirklich vor unseren Augen entstehen wollten. Wenig Lächeln, viel Geschäft. Trotzdem gab es Lichtblicke: der Turm der Kathedrale, mit Glockenspiel und hübschem Dach, hat uns richtig gefallen, und die Seada war köstlich. Ein Ort, schön anzusehen, aber man spürt, dass die Geduld gegenüber Touristen etwas aufgebraucht ist.

Der Elefantenfelsen war dann wieder ein lockerer Abstecher. Nett, überraschend groß, mit kleinen prähistorischen Grabkammern im Inneren. Kein Mega-Highlight, aber diese Dinge gehören einfach dazu. Zum Glück waren wir früh da, bevor die Busse anrollten.

Unser nächster Stellplatz bei Cala Ostina war ein echter Glücksgriff. Erst dachten wir, die Plätze wären schon belegt, aber dann entdeckten wir unten einen großen Parkplatz mit Meerblick. Anfangs standen wir nur zu zweit, bis sich der Platz füllte. Die Deutschen wie immer ordentlich in einer Reihe, damit jeder den Blick genießen kann – und die Italiener wie immer ganz entspannt mitten davor, inklusive dem Aufbau einer halben Muckibude. Wir mussten lachen und hatten beste Unterhaltung. Der Sonnenuntergang war großartig, die Spazierwege schön, nur der schmale Pfad am Ende eher etwas für Leute mit „mehr Mut als wir“.

Capo Testa stellte dann wieder klar, warum der Norden so beliebt ist. Das Schild, dass Wohnmobile erst ab 30. September durchfahren dürfen, haben wir wohl „übersehen“… es war der 29.9., also Augen zu und durch. Wir bekamen einen Parkplatz und tauchten ein in diese Granitwelt, die aussieht, als wäre man auf einem anderen Planeten. Riesige Felsformen, glatt, rund, durchlöchert, wild modelliert – einfach beeindruckend. Und die Aussicht nach Korsika, das zum Greifen nah schien. Früh dort zu sein war perfekt, später wurde es voll und die Selfiesticks wuchsen aus dem Boden.

In Palau parkten wir direkt am Hafen, um Tickets für die Maddalena-Bootstour zu kaufen. Kleine Boote waren alle ausgebucht, also blieb uns die große 80-Mann-Variante. Voll touristisch, keine Frage, aber deutlich günstiger und dieselbe Route. Palau selbst ist ein netter Ort zum Herumschlendern, und das rosa Café mit dem „Rosa Cappuccino“ hat uns besonders überrascht – alles dort war so liebevoll gemacht und die Caletti einfach himmlisch.

Die Bootstour war dann einer der schönsten Tage der ganzen Reise. Das Team super herzlich, viel erzählt, viel gelacht, und das Wasser – wirklich ein Traum in allen Blautönen. Santa Maria war unser erster Halt, naturbelassen, glasklar, ein Badeparadies. Danach die Cala Corsara auf Spargi, traumhaft schön, und der Rosa Strand von Budelli, den man nur aus der Ferne sehen darf, aber trotzdem besonders wirkt. La Maddalena Stadt war nett, aber kein Muss. Viel spannender war die Rückfahrt, mit tief stehender Sonne, Musik an Deck und diesem goldenen Licht über dem Meer.

Kurz vor Ende der Reise wartete dann noch eine kleine Odyssee: entsorgen. Der Campingplatz in Palau wollte 20 €, der nächste war geschlossen, der übernächste schließlich 30 €. Zwei Mal fahren, zahlen, lachen – so ist es eben manchmal. Danach ging’s zurück nach Cala Banana, wo wir die Reise begonnen hatten. Dort trafen wir endlich Taddi und Mike, mit denen wir schon die ganze Reise über Kontakt hatten, und am letzten Abend noch ein Paar aus Livorno wieder. Aus einem kleinen „Magst ein Bier?“ wurde ein wunderschöner Abend mit Gitarre am Strand und Sonnenuntergang. Genau diese Begegnungen machen das Reisen aus.

Schließlich hieß es Ciao Sardinien. Anfangs waren wir uns unsicher: wunderschön, aber Camper nicht immer willkommen. Der Süden war stressig, die Straßen voll, die Stimmung angespannt. Doch im Westen und Norden entspannte sich alles und wir konnten die Insel so richtig genießen. Jetzt wissen wir: Sardinien ist traumhaft, aber kein Freisteh-Paradies. Mit Respekt, Diskretion und ohne Campingverhalten funktioniert es – und dann erlebt man Orte, die man nie vergisst.

Unsere Reisekosten

⛴ Fähre

317 €
Hin-u. Rückfahrt, Wohnmobil,
Kabine für 2 Personen

⛽ Tanken

605 €
Diesel für die gesamte
Reise zzgl. ca. 20 € für AdBlue

🛣 Maut

140 €
Österreich, Brenner & italienische Autobahnen

🛒 Lebensmittel

590 €
Einkäufe für unterwegs

🍕 Essen & Trinken auswärts

440 €
Cafés, Bars, Restaurants

🏕 Stell- & Campingplätze

102 €  inkl. Strom & Duschen
30 € Stellplatz-Entsorgung

🎟 Eintritt, Sehenswürdigkeiten

100 €  Bootstour

>

💰 Gesamtkosten

≈ 2.324,00 €

Reisedauer: 11.9.2025 - 02.10.2025 = 22 Tage

Gefahrene Kilometer: 3225 km

Tipps für die Planung unserer Sardinien-Reise

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die uns bei der Planung und unterwegs in Sardinien wirklich geholfen haben. Nichts Wildes, einfach Sachen, die man vorher gut gebrauchen kann und die uns einiges leichter gemacht haben.


Infos holen,  am liebsten von anderen Reisenden

Wir haben uns viele Tipps über Social Media geholt. Vor allem von anderen Campern und Reisenden, die gerade erst dort waren. Das war oft aktueller und ehrlicher als alles andere, gerade wenn es um Straßen, Orte oder Stellplätze ging.


Route selbst bauen mit Google Maps

Unsere Route haben wir uns komplett selbst mit Google Maps zusammengestellt. So konnten wir flexibel bleiben und unterwegs spontan entscheiden, wo wir länger bleiben oder etwas auslassen.
Wichtig: Strecken dauern in Albanien oft länger als gedacht, lieber nicht zu voll planen.


Reiseführer, der uns wirklich geholfen hat

Trotz Social Media hatten wir auch einen klassischen Reiseführer dabei und der hat sich gelohnt. Der Reiseführer von Marco Polo  war für uns super hilfreich, vor allem für Roadtrip und Camper. Viele kurze Infos, gute Tipps und kein unnötiges Blabla.

👉 Reiseführer: MARCO POLO Camper Guide Sardinien: Insider-Tipps für deine Wohnmobil-Touren

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🚐 Praktische Dinge, die in Albanien wirklich sinnvoll sind

Albanien ist kein schwieriges Reiseland, aber an vielen Stellen einfach anders. Straßen, Stellplätze und Wege sind oft ursprünglicher  und genau dafür sind ein paar Dinge besonders hilfreich, die man in anderen Ländern kaum braucht.

Dinge, die wir empfehlen können:

  • Offline-Karten / Straßenatlas – Empfang ist nicht überall selbstverständlich
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  • Schaufel / Klappspaten
    Klingt banal, hat uns aber schon mehrfach geholfen. Sand, Kies oder weicher Untergrund sind keine Seltenheit, mit einer Schaufel kommt man oft schneller wieder frei als gedacht.
    ➡️ [Bei Amazon ansehen]*

     

  • Traktionshilfen / Sandbleche (leicht & kompakt)
    Gerade an Stränden, auf Schotter oder feuchtem Boden extrem hilfreich.
    Gibt Sicherheit, wenn man gern etwas abseits steht.
    Wir haben die "ARB 2 Stück Bergungsboards "Tred Pro" schwarz"
    (unbezahlte Werbung


* Affiliate-Hinweis: Die Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich.

Langsamer reisen, mehr erleben

Unser Tipp: nicht alles durchplanen.
Sardinien lädt ein, sich treiben zu lassen, von einsamen Stränden über kleine Bergdörfer bis zu lebhaften Märkten. Wer sich Zeit nimmt, erlebt die Insel intensiver und kann jeden Moment genießen.

Österreich

Österreich

Österreich

Manchmal braucht es keine große Planung.
Nur das Wohnmobil, ein paar freie Tage und die Richtung Berge.

Im Juni 2025 waren wir mit unserem Muki in Österreich unterwegs.
Über bekannte Alpenpässe, zu ruhigen Almen und vor allem zu Stellplätzen,
bei denen nicht der Platz im Vordergrund steht, sondern die Menschen dahinter.

Viele unserer Stopps lagen auf Landvergnügen-Höfen.
Genau diese Mischung aus Landwirtschaft, Gastfreundschaft und Ruhe
macht für uns den besonderen Reiz dieser Art zu reisen aus.

Unsere Route

· Timmelsjoch
· Jaufenpass · Stranig
· Weißensee · Arriach
·
Hochrindl 
· St. Margarethen
·
Krakauebene
· Sölkpass · Saalfelden

Timmelsjoch & Jaufenpass – Einstieg in die Alpen

Wohnmobil fährt durch enge Serpentinen der Timmelsjoch Hochalpenstraße mit Blick auf schneebedeckte Gipfel.

Timmelsjoch

4x4 Wohnmobil auf der kurvigen Passstraße zum Jaufenpass in Südtirol bei Sonnenuntergang

Jaufenpass

Der erste große Höhepunkt unserer Route war das Timmelsjoch, eine der eindrucksvollsten Alpenstraßen zwischen Österreich und Italien. Die Straße schlängelt sich mit zahlreichen Kehren hinauf in die Bergwelt, immer wieder eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf Gletscher, Täler und schroffe Felslandschaften. Diese Passstraße ist nicht nur eine Verbindung zwischen Nord und Süd, sie ist selbst ein Erlebnis. An mehreren Aussichtspunkten haben wir angehalten, weil weiterfahren einfach zu schade gewesen wäre.

Direkt im Anschluss führte uns der Jaufenpass weiter. Weniger hoch als das Timmelsjoch, aber landschaftlich ebenso reizvoll, sanftere Kurven, lichter Wald und lange Blicke ins Tal machten das Fahren angenehm und entspannt.

Timmelsjoch:

 

  • Höhe: ca. 2.509 m

  • Strecke: ca. 50 km, rund 44 Kehren

  • Maut: PKW ca. 20 €, Motorrad ca. 18 €,
    Wohnmobile über 3,5 t ca. 30 € einfache Strecke

  • Saison: ca. Juni–Oktober, nur tagsüber befahrbar

  • Straßenzustand: gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten und Rasthaus an der Passhöhe

Jaufenpass:

 

  • Höhe: ca. 2.094 m

  • Strecke: ca. 31 km, etwa 20 Kehren

  • Mautfrei

  • Saison: Mai bis November, Winterfahrten nur eingeschränkt möglich
  • Straßenzustand: gut, mit schönen Blicken auf Täler und Berge

Straniger Alm - erster Landvergnügen-Stopp

Wir sind über Landvergnügen zur Straniger Alm gekommen.
Schon die Fahrt zur Straniger Alm war spannend. Etwa 10 Kilometer über eine schmale, kurvige Schotterstraße, mitten durch die wunderschöne Natur. Unterwegs gab es tolle Ausblicke ins Gailtal und auf die Berge.

Oben angekommen, fühlt man sich sofort wohl. Kühe auf der Wiese, das Läuten der Glocken und eine gemütliche Hütte sorgen für echte Alm Stimmung. Das Essen ist super, besonders der Gailtaler Almkäse, der direkt dort gemacht wird.

Ein besonderes Erlebnis war das Almfrühstück. Frische Produkte von der Alm, Kaffee mit Bergblick, einfach herrlich! Die frische Luft und die Ruhe machen den Morgen perfekt.

Alles wirkt echt und ehrlich. Die Gastgeber sind freundlich, und man fühlt sich sofort willkommen. Die Alm ist auch ein guter Startpunkt für Wanderungen, Biketouren oder Motorradausflüge.

Wer Natur, Ruhe und echtes Almleben sucht, ohne viele Touristen ist hier genau richtig. Die Mischung aus Abenteuer, Gemütlichkeit, leckerem Essen und wundervoller Aussicht macht die Straniger Alm zu einem ganz besonderen Ort in Kärnten.

Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.
Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.

Landvergnügen pur: Morgens über den Wolken aufwachen und dem Läuten der Kuhglocken lauschen. Die Straniger Alm ist für uns einer der spektakulärsten Stellplätze in Kärnten. Die Anfahrt über die Schotterkehren erfordert etwas Mut und ein kompaktes Wohnmobil, aber die Belohnung ist frischer Almkäse direkt vom Erzeuger und ein Blick bis zum Großglockner.
Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.

Ort/Region:
Straniger Alm, auf ca. 1501 m Höhe im Kärntner Gailtal, direkt am Karnischen Höhenweg. ☀️

Produkte & Hofangebote:
– Gailtaler Almkäse g.U. traditionell hergestellt aus Alm‑Milch
– Ziegen‑ und Kuhmilchprodukte (z. B. Schnittkäse, Hartkäse)
– Joghurt, Almbutter
– Speck, Würste, Salami
– Ziegenmilchprodukte 

Kulinarik & Service:
– Warme Küche mit hausgemachten Schmankerln aus eigenen Produkten
– Brettljause, Almfrühstück & regionale Spezialitäten
– Gemütliche Alm‑Atmosphäre mit Blick auf die Karnischen Alpen

Saison & Öffnungszeiten:
– Geöffnet ca. Juni bis Ende September (bei Schönwetter teilweise bis Oktober)
– Gastronomie & Hofbetrieb saisonal, genaue Daten am besten direkt erfragenstraniger-alm.at

Landvergnügen ist ein Netzwerk aus Höfen, Almen und ländlichen Betrieben, bei dem man mit dem
Wohnmobil kostenfrei 24 h auf naturnahen Stellplätzen stehen kann, weit weg vom
Campingplatz-Trubel und oft direkt bei Menschen, die hier leben und arbeiten.

Weißensee - Urlaub in der Karibik der Alpen

Wohnmobil auf dem Campingplatz am klaren Weissensee in Kärnten umgeben von Bergen.
Wohnmobil auf dem Campingplatz am klaren Weissensee in Kärnten umgeben von Bergen.

Unser nächstes Ziel war der Weißensee in Kärnten, ein besonderer Ort für alle, die im Urlaub Wert auf unberührte Natur und echte Erholung legen. Auf 930 Metern Seehöhe gelegen, beeindruckt der See vor allem durch sein kristallklares Wasser, das offiziell Trinkwasserqualität aufweist und im Sommer angenehme Temperaturen von bis zu 25 Grad erreicht. Da zwei Drittel des Ufers komplett naturbelassen und nicht durch Straßen erschlossen sind, bleibt die Atmosphäre ruhig und fernab vom Massentourismus. Wer die Landschaft erkunden möchte, kann dies wunderbar zu Fuß auf den zahlreichen Wanderwegen, mit dem Mountainbike oder ganz entspannt mit den Linienschiffen der Weißensee Schifffahrt tun, die die verschiedenen Anlegestellen miteinander verbinden. Besonders im Winter bietet die Region ein einzigartiges Erlebnis, wenn der See zur größten Natureisfläche Europas gefriert und zum Eislaufen, Eisstockschießen oder für lange Spaziergänge einlädt.  Wir aber genossen die warmen Sommer-Temperaturen, ließen die Füße ins Wasser baumeln und genossen ein Bierchen am Ufer, bevor es weiter ging.

Ort/Region:
Weißensee (Kärnten) – kristallklarer Gebirgssee auf ca. 930 m.
Hochrindl (Nockberge) – Almregion auf über 1.600 m mit weiten Wiesen und sanften Gipfeln.

Highlights / Sehenswürdigkeiten:

  • Kristallklarer Weißensee, Panoramablick auf Berge

  • Hochrindl-Almen mit Wanderwegen und Aussichtspunkten

  • Bewirtschaftete Almhütten & Gasthöfe

Aktivitäten:

  • Wandern: Rundwege am See und Almen

  • Baden, Stand-Up-Paddling, Mountainbike & E-Bike

  • Fotografie & Naturbeobachtung

Kulinarik / Essen:

  • Gasthöfe & Almhütten mit regionalen Spezialitäten

  • Almjause, Käsesorten, Süßspeisen wie Kaiserschmarrn

  • Seeterrassen direkt am Wasser

Wohnmobil / Parken:

  • Stellplätze am Seeufer und bei Wanderstarts, meist 15–25 €/Nacht

  • Frischwasser, Entsorgung und Strom an offiziellen Plätzen

  • Wildcampen außerhalb offizieller Plätze verboten, nur auf Stellplätzen erlaubt

  • Früh ankommen lohnt sich in der Hauptsaison

Besonderheiten:

  • Übergang von ruhigem See zu alpiner Almregion

  • Ruhige, naturnahe Umgebung, ideal für Familien & Naturfans

Tipp:

  • Früh am See sein für Morgenlicht & Spiegelungen

  • Hochrindl morgens starten für klare Sicht

  • Regionale Spezialitäten probieren und Stellplatz früh sichern

Weitere Landvergnügen-Höfe auf unserer Route durch Österreich

Wir lieben es, auf Landvergnügen-Höfen zu stehen. Deshalb haben wir auf unserer Österreich-Route gezielt Landvergnügen-Höfe angesteuert und die Reise danach geplant.

Unterkirchenhof

Ein ruhiger Familienbetrieb mit Viehhaltung, mit Hofladen mit Butter, Käse, Speck, Wurst  und unser kleines Highlight: Kärntner Nudeln in vielen verschiedenen Füllungen, tiefgefroren zum Mitnehmen. Als Stellplatz steht man direkt am Hof zwischen Wiesen, mit Blick in die Berge und ohne viel Trubel. (Nach aktuellem Stand in der App scheint der Unterkirchenhof ab 2026 nicht mehr gelistet zu sein.)

Die Hiasl Zirbenhütte auf der Hochrindl in Kärnten, umgeben von verschneiten Nockbergen im Winter 2026.

Hiasl Zirbenhütte

Die Hiasl Zirbenhütte liegt auf der Hochrindl und wirkt wie eine klassische Almhütte, unkompliziert, herzlich und mit regionaler Küche. Die Zirbenstube duftet angenehm nach Holz und auf der Terrasse hat man freie Sicht auf die Nockberge. Wanderwege starten direkt vor der Tür. Der Stellplatz ist ruhig und passt perfekt für eine Nacht oben am Berg.

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Meissnitzerhof in St. Margarethen im Lungau via Landvergnügen.

Meissnitzerhof

Hier steht man am Ortsrand in der Nähe von Rindern, Schweinen, Schafen und Hühnern, sieht den Alltag der Landwirtschaft und hat trotzdem Ruhe. Der tolle Hofladen "Troadkosten" hat hausgemachten Käse, Topfen, Butter, Joghurt, Speck, alles frisch und regional. Total lecker fanden wir den Rahmkoch. 

Wohnmobil Stellplatz am Bergerhof in der Krakauebene in der Steiermark via Landvergnügen.

Bergerhof

Der höchstgelegene bewirtschaftete Hof der Steiermark  (1.450 m). Schon die Anfahrt in die Krakau ist ein Erlebnis. Top Fleischqualität. Wir haben Rostbraten gekauft und direkt auf dem Grill zubereitet, der beste Rostbraten, den wir je hatten! Im Hofladen gibt es außerdem Knödel, Wurstwaren, Schnäpse, Liköre alles hausgemacht. Der Betrieb legt großen Wert auf die Erhaltung alter Nutztierrassen.  Man steht direkt bei den Schweinen und kann das Hofleben hautnah miterleben.

Das Beste kommt zum Schluss: Gipfelleuchten am Steinernen Meer

Eigentlich war dieser gesamte Trip genau auf diesen Moment ausgerichtet. Den Fritzhof und das Steinerne Meer. Als wir letztes Jahr auf der Rückreise von Albanien einen Stopp am Fritzhof Almdorf machten, erzählte uns die Gastgeberin von „Berge in Flammen“. Wir konnten damals leider nicht länger bleiben, aber der Termin wurde sofort für das nächste Jahr fixiert. Somit war dieses Event das eigentliche Ziel unserer Reise, das große Finale und ein absolutes Highlight zum Abschluss eines tollen Urlaubs.

Über den Sölkpass: Abkürzung mit Aussicht

Wohnmobil auf der Passhöhe des Sölkpass in der Steiermark mit Blick auf die Alpenwelt.

Anstatt die Autobahn zu nehmen, sind wir über den Sölkpass Richtung Ziel gezuckelt. Eine kurvige Angelegenheit, aber landschaftlich einfach unschlagbar.

Wohnmobil auf der Passhöhe des Sölkpass in der Steiermark mit Blick auf die Alpenwelt.
Sölkpass

  • Höhe: ca. 1.790 m
  • Strecke: ca. 50 km, einige Kehren
  • Maut: Mautfrei
  • Saison: ca. Mai–Oktober (Wintersperre, keine Räumung)
  • Straßenzustand: Gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten; kann im Sommer Frostschäden aufweisen.

Unser „Home away from home“: Fritzhof Almdorf

Wir waren ja schon öfter hier und es fühlt sich jedes Mal wie Heimkommen an. Die Gastgeber sind super herzlich und der Stellplatz ist ein Traum. Man macht die Tür auf und hat direkt dieses Mega-Panorama vor der Nase.

Wohnmobil auf dem Stellplatz am Fritzhof in Saalfelden mit Blick auf das Steinerne Meer.
Wohnmobil auf dem Stellplatz am Fritzhof in Saalfelden mit Blick auf das Steinerne Meer.
Infobox:
Fritzhof Almdorf

 

  • Stellplatz: Top-Lage mit Aussicht, Strom/Wasser vorhanden.

  • Hofleben: Viele Tiere zum Beobachten.

  • Geheimtipp: Das kleine Verkaufshäuschen. Hier gibt’s hausgemachte Salben, die wirklich extrem gut helfen (wir haben uns direkt wieder eingedeckt!).

  • Aktiv: Wander- und Radwege.

  • Details & Preise: Alle Infos zu den Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt beim Fritzhof Almdorf.

Gänsehaut-Moment: Berge in Flammen

Abends ging es dann endlich los. Wir schnappten uns ein Getränk und machten uns auf den Weg zu einem Punkt, den uns die Gastgeberin als Geheimtipp verraten hatte. Von dort oben hatte man nicht nur Frontal-Sicht, sondern den perfekten Rundumblick auf die gesamte Bergkette. Wir saßen da vor diesen riesigen Felswänden und haben gewartet, bis die Dämmerung alles verschluckt hat. Sobald es richtig dunkel war, ploppte wie auf Kommando ein Feuer nach dem anderen an den steilen Hängen auf. Es war faszinierend. Erst sieht man nur kleine Lichtpunkte, und plötzlich erkennt man ganze Bilder, die in die Nacht brennen. Wenn man da in der Stille sitzt, an seinem Drink nippt und zuschaut, wie die riesigen Berge rundherum nach und nach „angesteckt“ werden, ist das ein Gänsehaut-Moment, den man kaum beschreiben kann. Man fühlt sich winzig klein vor dieser brennenden Kulisse. Es war genau das Highlight, das wir uns erhofft hatten, ein absolut genialer Abschluss für unseren Urlaub!
Sonnwendfeuer am Steinernen Meer: Brennende Gipfelketten über Saalfelden und Maria Alm bei Nacht.
Sonnwendfeuer am Steinernen Meer: Brennende Gipfelketten über Saalfelden und Maria Alm bei Nacht.
Diese Sonnwendfeuer haben eine uralte Tradition, die bis heute richtig gefeiert wird. Früher sollten sie zur Sommersonnenwende die Kraft der Sonne stärken und alles Böse von den Almen vertreiben.
Heute ist das Ganze eine logistische Meisterleistung der lokalen Bergvereine und Freiwilligen. Die Leute schleppen das Brennmaterial, oft hunderte Fackeln oder Holzstöße,  stundenlang zu Fuß hoch in die extrem steilen Gipfelregionen. Da gibt es keine Lifte, das ist pure Knochenarbeit. Nur so entstehen dann diese riesigen, leuchtenden Symbole wie Edelweiß oder Kreuze direkt in der Wand.
Albanien

Albanien

Albanien

Albanien im Mai 2024 mit dem Wohnmobil
Von den kurvigen Schotterpisten Bosniens über die atemberaubende Osum-Schlucht Albaniens bis hin zu versteckten Traumstränden und dem spektakulären Llogara-Pass. Unser 3-wöchiger Roadtrip war ein einziger Adrenalinkick, der uns gezeigt hat, dass der Weg in Albanien wirklich das Ziel ist.

Unsere Route

Deutschland -> Spittal an der Drau -> Zagreb -> Maglaj -> Hum (Grenze BiH/MNE) -> Podgorica -> Hani i Hotit (Grenze MNE/ALB) -> Rrjolli Beach Velipoja -> Shkodër -> Pukë -> Lezhë -> Tale -> Durrës -> Rrogozhinë -> Berat -> Skrapar (Osum-Schlucht) -> Përmet -> Banje Buriment Termale -> Ksamil -> Butrint (Fähre) -> Epirus (GR) -> Plataria -> Himarë -> Fier -> Divjakë -> Divjaka Karavaste National Park -> Tirana -> Krujë (Camping Mali) -> Shëngjin -> Rana e Hedhun (Düne) -> Theth-Tal -> Budva (MNE) -> Kotor -> Autocamp Todorovic -> Općina Ston (HR) -> Drage -> Saalfelden am Steinernen Meer

Die Top 3 Highlights der Reise

1. Das Abenteuer Osum-Schlucht

Die Erkundung der Osum-Schlucht war für uns ein Höhepunkt voller Natur pur und echtem 4x4-Abenteuer. Wir haben unseren Camper direkt am Flussbett geparkt und dort übernachtet. Die Kombination aus der atemberaubenden Aussicht von unserem Spot in Skrapar, der herausfordernden 35 km Offroad-Strecke nach Përmet und der herzlichen Einkehr im "Petulla Caffe Camping" macht diesen Abschnitt für uns unvergesslich.

2. Der "Geheime" Traumstrand bei Durrës

Die Suche nach dem perfekten, menschenleeren Strand hat sich für uns definitiv gelohnt. Trotz gescheiterter Versuche und der Hilfe eines zufälligen Autofahrers fanden wir einen "wahren Traum" von einem Strand. Die Ruhe, die Zugänglichkeit nur für Eingeweihte und die magischen Sonnenuntergänge machten diesen Ort zu unserem absoluten Lieblingsplatz, zu dem wir sogar dreimal zurückkehrten.

3. Der historische Bazar und das Campingerlebnis in Krujë

Unser Besuch auf dem Bazar von Kruja fühlte sich an wie ein Sprung in die Vergangenheit. Wir standen auf dem "Mali Camping" ein super Platz mitten in der Stadt mit tollem Blick. Das absolute Highlight war der Zufall, dass wir beim Opferfest waren und den lebendigen Tiermarkt miterleben konnten. Ein direkter Einblick in die spannenden Traditionen Albaniens!

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)

Auf unserer Albanienreise 2024 haben wir viele schöne Freisteh-Spots und offizielle Campingplätze entdeckt, oft mitten in der Natur oder direkt am Meer. Wildcampen war damals an vielen Orten problemlos möglich, solange man respektvoll mit Land und Leuten umging.

Bitte beachtet jedoch, die Situation ändert sich in Albanien schnell. Manche Strände wurden inzwischen privatisiert, Zufahrten gesperrt oder neue Regeln eingeführt. Unsere Stellplätze zeigen daher, was wir 2024 erlebt haben, können heute aber anders aussehen.

Informiert euch daher immer aktuell und hinterlasst die Plätze so, wie ihr sie vorfinden möchtet, dann bleibt Albanien ein Land, das man weiterhin entspannt und verantwortungsvoll entdecken kann.

Rrjolli Beach – Velipoja

Unser Platz am Rrjolli Beach war einer dieser Spots, die man nie vergisst: ein ruhiger, wilder Strand mit viel Platz, einem kleinen Dorfladen in der Nähe und unglaublich herzlichen Menschen. Abends ein Lagerfeuer am Wasser, tagsüber absolute Ruhe – und zwischendurch liefen überall frei Schweine herum, was den gesamten Platz irgendwie noch charmanter machte. 

Strand von Spille – Rrogozhinë

Dieser Strand war einer der wenigen Plätze, die gleichzeitig gut erreichbar und wunderschön waren. Wir standen dort am Rand eines langen, natürlichen Strandes, der morgens fast menschenleer war. Die großen Pinien im Hinterland, die Ruhe und die Nähe zu Restaurants und Bars machten den Platz zu einem perfekten Mix aus Natur und Komfort und natürlich war es herrlich, den Abend am Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

Divjaka-Karavasta Nationalpark

Mitten im Nationalpark fanden wir einen befahrbaren, außergewöhnlich sauberen Strandabschnitt, an dem wir komplett alleine übernachten konnten. Die Atmosphäre war einzigartig: weite Natur, das Rauschen der Lagune, Pelikane in der Ferne und ein Strand, der sich trotz Nationalpark völlig entspannt anfühlte. Ein absoluter Ruheplatz, ideal zum Abschalten und Genießen

Mali Camping Krujë

Der Campingplatz in Kruja war unser kleiner Ruhepol in den Bergen – ein naturbelassener Stellplatz mit wunderschönem Blick auf die Stadt. Der Besitzer ist wahnsinnig freundlich und spricht fließend Deutsch, was vieles erleichtert hat. Vom Stellplatz aus gelangt man in wenigen Minuten zu Fuß zum historischen Basar und zur Burg, was den Platz perfekt für eine Stadtbesichtigung macht.

Lake Shkodra Resort

Dieser Stellplatz direkt am See war genau das Richtige nach dem Trubel im Theth-Tal: ruhig, sauber und mit einem traumhaften Blick auf das Wasser. Für einen fairen Preis bekommt man hier gepflegte Plätze, gute Sanitäranlagen und eine entspannte Atmosphäre. Ideal, um durchzuatmen, bevor es wieder weitergeht – oder um einfach mal einen Tag nichts zu tun.

Autocamp Todorovic Bucht von Kotor (Montenegro)

Trotz der gemischten Bewertungen war dieser Campingplatz eine kleine Überraschung. Die Stellplätze liegen direkt am Meer unter Feigenbäumen, und der Besitzer ist unglaublich hilfsbereit – sogar beim Ausrichten des Wohnmobils. Die Sanitäranlagen sind einfach, aber sauber, und der Blick über die Bucht bei Sonnenauf- und -untergang ist wirklich unbezahlbar. Ein einfacher, aber wunderschön gelegener Platz für die Durchreise.

Reiseküche auf dem Roadtrip durch Albanien

Albanien haben wir nicht nur durch Landschaften und Orte kennengelernt, sondern vor allem durch unsere Wohnmobilküche. Kochen war für uns kein notwendiges Übel, sondern ein fester und wichtiger Teil des Tages. Gerade nach langen Fahrten haben wir es genossen, uns Zeit zu nehmen, gemeinsam zu kochen, neue Ideen auszuprobieren und einfach runterzukommen.

Unser Reisealltag drehte sich oft um die Frage: Was kochen wir heute und wo essen wir es?
Viele unserer Rezepte entstehen genau so: unterwegs, mit wenig Equipment und viel Freiheit.

Reiseküche unterwegs,
vorbereitet drinnen,
gekocht draußen

Unsere Wohnmobilküche war vor allem der Ort für die Vorbereitung. Alles, was möglich war, haben wir drinnen erledigt, damit es draußen schnell und unkompliziert ging. Gegessen und gekocht wurde dann meist ein Stück weg vom Fahrzeug.

Wir stehen fast immer autark und bauen bewusst kein klassisches Camping-Setup mit Tisch und Stühlen auf. Genau das ist für uns die Herausforderung. alles so vorzubereiten, dass man das Essen zubereiten und später Essen kann,
ohne dass es nach Camping aussieht.

Vorbereitetes Essen in Schüsseln wird vom Wohnmobil zum Kochplatz direkt am Sandstrand getragen.
Vorbereitetes Essen in Schüsseln wird vom Wohnmobil zum Kochplatz direkt am Sandstrand getragen.

Planung ist beim Reisen Gold wert

Gerade weil Kochen für uns so wichtig ist, planen wir vorab grob, was wir auf der Reise kochen wollen. Kein starrer Essensplan, sondern eher eine Sammlung an Ideen:

  • Welche Gerichte funktionieren gut im Wohnmobil?

  • Was braucht wenig Platz und wenig Equipment?

  • Was lässt sich gut vorbereiten oder variieren?

Diese Planung spart unterwegs enorm Zeit und Nerven – vor allem in Ländern, in denen Einkaufen anders läuft als zu Hause. Außerdem entstehen so viele Rezepte, die später auch im Alltag funktionieren.

Einkaufen Albanien Wohnmobil - Fleisch

Fleisch: unsere bewusste Entscheidung

Beim Thema Fleisch sind wir auf Reisen eher vorsichtig. Oft lässt sich schwer einschätzen, woher es kommt, wie frisch es ist und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden.

Deshalb nehmen wir Fleisch meistens gefroren von zu Hause mit. So wissen wir genau, was wir essen, und können draußen genauso entspannt kochen und grillen wie drinnen vorbereiten. Für uns ist das die einfachste Lösung, um unterwegs flexibel zu bleiben.

Einkaufen in Albanien,  einfach & frisch

Alles andere, vor allem frisches Gemüse, kaufen wir unterwegs vor Ort. Häufig direkt am Straßenrand bei Einheimischen oder an kleinen Ständen. Große Supermärkte haben wir auf unserer Route kaum gesehen, zumindest nicht dort, wo wir unterwegs waren.

Stattdessen haben wir meist in kleinen Dorfläden eingekauft. Dort gibt es vielleicht nicht alles, aber genau das, was man für einfache, gute Küche braucht.

Diese kleinen Läden mögen wir besonders. Man unterstützt die "Kleinen", kommt kurz ins Gespräch und bekommt einen echten Einblick in den Alltag. Oft spürt man sofort, wie sehr sich die Menschen darüber freuen, dass man bei ihnen einkauft.

Für uns gehören diese Begegnungen genauso zur Reiseküche wie das Kochen selbst. Die Zutaten haben plötzlich eine Geschichte und genau das macht die Rezepte später auch besonders.

Bunter Gemüsestand am albanischen Straßenrand mit frischen Tomaten und Paprika.

Unsere Zeit in Albanien war kulinarisch vielleicht nicht landestypisch, aber genau unser Stil. Vorbereitet im Wohnmobil, gekocht und gegrillt draußen, immer an den schönsten Plätzen. Unsere Rezepte sind so entstanden, wie wir reisen, einfach, durchdacht und mit viel Freude am Kochen, ohne dass es sich nach Camping anfühlt.

Unten findest du alle Rezepte,
die auf unserem Albanien-Roadtrip entstanden sind.
Swipe mal rüber und probiere sie selbst aus!

 

Maultaschen Sandwich / Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Maultaschen Sandwich / Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Beach Burger – Klassischer Cheeseburger vom Big Green EGG MiniMax / Grill

Beach Burger – Klassischer Cheeseburger vom Big Green EGG MiniMax / Grill

Ofenkartoffel Big Green EGG / Minimax / Grill

Ofenkartoffel Big Green EGG / Minimax / Grill

Pulled Pork aus dem Omnia Campingbackofen

Pulled Pork aus dem Omnia Campingbackofen

Camper Bowl mit Ravioli aus der Dose

Camper Bowl mit Ravioli aus der Dose

Grill Klassiker: Bierdosen-Hähnchen Big Green EGG Minimax / Grill

Hähnchen auf Bierdose Big Green EGG Minimax / Grill

Pizza Pulled Pork vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Pizza Pulled Pork vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Gulasch im Brot vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Gulasch im Brot vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Balkanplatte vom Big green EGG Minimax / Grill

Balkanplatte vom Big green EGG Minimax / Grill

Rostbraten Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Rostbraten Burger vom Big Green EGG MiniMax /Grill

Unsere Reise in Etappen

ETAPPE 1 – Der Weg Richtung Abenteuer

28.–29. Mai | Österreich – Kroatien – Bosnien – Montenegro – Albanien

Los geht’s! Schon am 28. Mai rollen wir los und machen in Spittal an der Drau unseren ersten Übernachtungsstopp. Am nächsten Tag geht es durch halb Europa: Zagreb, Maglaj und dann wird es richtig spannend.
Unser Navi schickt uns über den abgelegenen Grenzübergang Hum: Kurven, Schlaglöcher, Schotter, ein Abenteuer für sich! Dafür entschädigen uns die traumhafte Landschaft und die alte Brücke am Übergang, ganz ohne Menschenmassen. Schnell, unkompliziert und wunderschön.

Weiter führt uns der Weg über Podgorica bis zum albanischen Grenzübergang Hani i Hotit – Bozhaj und schließlich an unseren ersten Strand in Albanien, Rrjolli Beach bei Velipoja.
Wir kommen im Dunkeln an, freie herumlaufende Schweine und ein einsamer Strand. Albanien begrüßt uns genau so, wie wir es lieben: wild, freundlich und echt. Kleiner Dorfladen, liebe Menschen, Kühe am Strand und Lagerfeuer, perfekt.

ETAPPE 2 – Offroad, Natur und echte Abenteuer

31. Mai – 1. Juni | Shkodër – Berge – Rrëshen – Tale

Nach einer kleinen Abkühlung in Postribë starten wir unsere zweitägige 4x4-Tour von Vau Dejës nach Rrëshen (aus dem Offroad Tourenbuch von Pistenkuh)

Rutschige Pisten, steinige Wege und unberührte Natur ohne Ende, genau unser Ding! Highlight: das Übernachten und Grillen auf der Hochebene. Natur pur.

Am nächsten Tag geht’s weiter bis Rrëshen, herausfordernd, aber wunderschön.

Anschließend wollen wir nur noch einen entspannten Platz am Meer finden – tja, es wird unser später berühmt gewordener Mückenstrand bei Tale: großartiger Fisch im Restaurant, aber der Strand selbst… sagen wir so: Mücken, Geruch, Wasserqualität, wir flüchten schnell in den Camper.

ETAPPE 3 – Die Suche nach DEM Strand & ein paar Volltreffer

Am nächsten Morgen suchen wir weiter. Der erste Strandversuch scheitert schon auf der Anfahrt wegen Regen und schlechter Wege.

Der zweite Versuch wird zum Glücksgriff:
Ein Auto mit Boot zeigt uns zufällig den Weg zu einem versteckten Traumstrand, menschenleer, leicht zugänglich und einfach wunderschön. Sogar Reiter kommen abends vorbei und machen den Sonnenuntergang perfekt.

Regen in der Vorhersage? Dann wird’s ein Städtetrip: Durrës! Parkplatzsuche wie ein Abenteuer, aber wir finden schließlich einen kostenlosen Platz beim Hotel. Schöne Stadt, nette Cafés, danach holpern wir die Strecke zurück zu unserem Strand vom Vortag. So traumhaft dort!

Weiter geht es zum Strand von Spille, endlich wieder ein toller, gut erreichbarer Strand! Hier stehen wir ganz allein, genießen unsere Ruhe und können richtig entspannen. Gleichzeitig ist es nur ein kurzer Fußweg zur Strandpromenade von Spille mit ihren Bars und Restaurants, perfekte Mischung aus Abgeschiedenheit und Erreichbarkeit. Hier treffen wir unsere Urlaubsbekanntschaft wieder und lassen den Abend bei Lagerfeuer ausklingen.

ETAPPE 4 – Berge, Schluchten & Offroad pur

5.–7. Juni | Berat – Osum Canyon – Permët – Heisse Quellen – Ksamil – Butrint

Erst einmal feststecken am Strand – Luft raus, Luft rein – und weiter geht’s nach Berat, die Stadt der 1000 Fenster. Danach fahren wir direkt weiter in die beeindruckende Osum-Schlucht, wo wir einen traumhaften Übernachtungsplatz finden.

Am nächsten Tag fahren wir durch die Schlucht, halten an unzähligen Aussichtspunkten und starten dann unsere nächste 4x4-Piste: 35 km Offroad bis Permët.
Petulla Caffe Camping wird ein Highlight – so herzlich und sooo gutes Essen!

Nach einem verregneten Stopp in Permët starten wir früh zu den heißen Quellen Banjë – traumhaft leer am Morgen.

Ksamil? Wunderschön türkis – aber viel zu überlaufen. Ein Aperol, ein kurzer Blick – und weiter.
Die Seilzugfähre nach Butrint ist dafür ein kleines Abenteuer für sich (3 Minuten, 15 € fürs Wohnmobil).

ETAPPE 5 – Griechenland, zurück nach Albanien & der Süden

7.–11. Juni | Epirus – Plataria – Llogara-Pass – Fier – Divjakë

In Griechenland machen wir einen kurzen Abstecher nach Epirus und finden in Plataria einen fast einsamen Stellplatz und eine fantastische Ölmanufaktur mit der seltenen Olivensorte Chondroelia Igoumenitsa.

Zurück in Albanien genießen wir den legendären Llogara-Pass – einer der Höhepunkte der ganzen Reise.

Dann landen wir am Strand bei Fier – toller Sandstrand, aber starker Wind sorgt für Sand überall (wirklich überall!).

Durch Zufall entdecken wir in Divjakë einen kleinen Markt – Verständigung per Hand und Fuß, aber die Händler freuen sich riesig.
Im Divjaka-Karavasta-Nationalpark finden wir sogar einen befahrbaren Strand, an dem wir ganz alleine übernachten können. Natur pur, sauber und wunderschön!

ETAPPE 6 – Tirana, Kruja & zurück an unseren Lieblingsstrand

12.–16. Juni | Tirana – Kruja – Durrës – Sanddüne Rana e Hedhun

Für Tirana wählen wir den Stellplatz beim Hotel Baron – perfekt angebunden, super günstig. Tirana selbst: sauber, modern, interessante Museen , aber eine schöne Altstadt fehlt.

Weiter geht es nach Kruja,  unser erster richtiger Campingplatz in Albanien!
Burg, Basar, Geschichte und ein Campingplatz mit Aussicht, herrlich.
Am Opferfest erleben wir sogar einen traditionellen Tiermarkt, faszinierend und eindrucksvoll.

Und dann… zurück zu unserem absoluten Lieblingsstrand bei Durrës.
Strandplatzsuche ist in Albanien zwar nie einfach,  aber genau deswegen landen wir am Ende doch wieder dort, wo es am schönsten ist.

Zur Krönung besuchen wir die Düne Rana e Hedhun,  eine beeindruckende wandernde Düne, die den Berg hinaufzieht. Unser letzter Strandtag in Albanien ist perfekt.

ETAPPE 7 – Theth, Shkodrasee & Rückreise durch Montenegro & Kroatien

17.–20. Juni | Theth – Lake Shkodra – Bucht von Kotor – Drage – Österreich

Bevor es ins Theth-Tal ging, deckten wir uns noch mit Wassermelonen ein. Die Anfahrt nach Theth war aufregend: eng, viel Gegenverkehr, aber landschaftlich grandios.
Oben angekommen war es durch das Opferfest extrem voll – wir schauten uns um, aßen etwas, und fuhren am selben Tag wieder zurück.

Am Lake Shkodra Resort fanden wir dann einen ruhigen Platz zum Runterkommen.

Weiter ging’s über die Grenze nach Montenegro: Budva, Kotor und ein Stellplatz direkt am Meer bei Autocamp Todorovic. Abenteuerliche Sanitäranlagen, aber traumhafter Ausblick und Feigen vom Baum – unbezahlbar.

In Kroatien machten wir einen Zwischenstopp in Ston und dann am Camping Romantica in Drage – teuer, aber sauber und für eine Nacht okay.

Letzter Halt: der Fritzhof am Steinernen Meer – ein Ort, den ihr schon kanntet und immer wieder gerne besucht.

Damit endete eure große Albanienreise – voller Abenteuer, Natur, Überraschungen und unvergesslicher Momente. 🇦🇱🚐✨

Unsere Reisekosten Albanien 2024

Unsere Reise durch Albanien fand vom 28.05.2024 bis 21.06.2024 statt.
Insgesamt legen wir rund 4600 Kilometer zurück.
Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht.

Fahrkosten

  • Tanken: 955 €
  • Maut: 277 €
  • Fähre: 35 €

Unterkunft

  • Campingplätze, Stellplätze & Entsorgung: 172 €

Verpflegung

  • Restaurants
    & Bars: 240 €
    Lebensmittel:
    261 €

Gesamtkosten: 1.940,00 €

Tipps für die Planung unserer Albanien-Reise

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die uns bei der Planung und unterwegs in Albanien wirklich geholfen haben. Nichts Wildes, einfach Sachen, die man vorher gut gebrauchen kann und die uns einiges leichter gemacht haben.


Infos holen,  am liebsten von anderen Reisenden

Wir haben uns viele Tipps über Social Media geholt. Vor allem von anderen Campern und Reisenden, die gerade erst dort waren. Das war oft aktueller und ehrlicher als alles andere, gerade wenn es um Straßen, Orte oder Stellplätze ging.


Route selbst bauen mit Google Maps

Unsere Route haben wir uns komplett selbst mit Google Maps zusammengestellt. So konnten wir flexibel bleiben und unterwegs spontan entscheiden, wo wir länger bleiben oder etwas auslassen.
Wichtig: Strecken dauern in Albanien oft länger als gedacht, lieber nicht zu voll planen.


Reiseführer, der uns wirklich geholfen hat

Trotz Social Media hatten wir auch einen klassischen Reiseführer dabei und der hat sich gelohnt. Der Reiseführer von Ulrike Staub war für uns super hilfreich, vor allem für Roadtrip und Camper. Viele kurze Infos, gute Tipps und kein unnötiges Blabla.

👉 Reiseführer: Mit dem Wohnmobil nach Albanien (Womo-Reihe, Band 75)
➡️ [Bei Amazon ansehen]*

👉 Reiseführer:
GPS-Offroad-Tourenbuch Albanien (Pistenkuh)
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🚐 Praktische Dinge, die in Albanien wirklich sinnvoll sind

Albanien ist kein schwieriges Reiseland, aber an vielen Stellen einfach anders. Straßen, Stellplätze und Wege sind oft ursprünglicher  und genau dafür sind ein paar Dinge besonders hilfreich, die man in anderen Ländern kaum braucht.

Dinge, die wir empfehlen können:

  • Offline-Karten / Straßenatlas – Empfang ist nicht überall selbstverständlich
    ➡️ [Bei Amazon ansehen]*

     

  • Schaufel / Klappspaten
    Klingt banal, hat uns aber schon mehrfach geholfen. Sand, Kies oder weicher Untergrund sind keine Seltenheit, mit einer Schaufel kommt man oft schneller wieder frei als gedacht.
    ➡️ [Bei Amazon ansehen]*

     

  • Traktionshilfen / Sandbleche (leicht & kompakt)
    Gerade an Stränden, auf Schotter oder feuchtem Boden extrem hilfreich.
    Gibt Sicherheit, wenn man gern etwas abseits steht.
    Wir haben die "ARB 2 Stück Bergungsboards "Tred Pro" schwarz"
    (unbezahlte Werbung


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Weniger planen, mehr erleben

Unser wichtigster Tipp: lieber weniger vornehmen.
Albanien ist kein Land zum Durchhetzen. Wer sich Zeit lässt, erlebt mehr
und reist entspannter.