Dänemark Wintertour
Wintertour durch Dänemark
Jahreswechsel in Dänemark im Dezember/Januar 2025/2026
9 Tage Wohnmobil, Wind, Weite & winterliche Küsten
Dänemark im Winter ist leise, weit und ehrlich.
Wir waren mit unserem Camper Muki unterwegs, von Nordsee bis Ostsee, von Stränden über Leuchttürme bis zum höchsten Punkt des Landes.
Ohne Plan, aber mit viel Zeit, Gløgg und Meerblick.
Inhaltsverzeichnis
Unsere Route
Die Top 3 Highlights der Reise
Unsere Stellplatz-Favoriten
Unsere Reiseroute in Etappen
Tag 1 – Willkommen im Hygge-Modus
Tag 2 – Strandfreiheit auf Rømø
Tag 3 – Von Dänemarks ältester Stadt zum Hafen der Riesen
Tag 4 – Dünen, Panzer & Nordseeweite
Tag 5 – Silvester zwischen Søndervig & Hvide Sande
Tag 6 – Der Tag danach: Vesløs
Tag 7 – Von Grenen nach Sæby
Tag 8 – Windräder & Ostseewellen
Tag 9 – Haderslev & Abschied
Fazit: Winter in Dänemark mit dem Camper
Unsere Reisekosten
Unsere Route
Stuttgart→ Trøjborg → Rømø → Vandhodje Mondovejen → Ribe → Esbjerg → Kallesmaerskvej Blavand → Nymindegab Strand → Hvide Sande → Lyngvig Leuchtturm →Søndervig → Vesløs → Skagen → Grenen → Sæby → Ebeltoft → Møllehøj → Rade Strand Haderslev → Twielenfleth → Stuttgart

Die Top 3 Highlights der Reise
1. Lakolk Strand Rømø
Stellt euch vor, ihr seid zum allerersten Mal in Dänemark und werdet direkt von diesem Anblick empfangen. Für uns war es genau so ein Moment. Der Lakolk Strand auf Rømø war unsere erste Begegnung mit der dänischen Nordseeküste und wir waren sofort Feuer und Flamme! Wir hatten schon viel gehört, aber die schiere Weite dieses Strandes hat uns einfach umgehauen. Dieses Gefühl von unendlichem Raum, die frische Brise und die Möglichkeit, mit dem Wohnmobil direkt bis ans Wasser zu fahren, absolut unser TOP 1.

2. Der Leuchtturm Lyngvig Fyr

3. Grenen bei Skagen

Unsere Stellplatz-Favoriten (Freistehen & Stellplätze)
Hier zeigen wir euch unsere Stellplatz-Highlights aus Dänemark – Fjorde, Strände, Häfen & Naturspots. Kleiner Hinweis: Wildcampen ist in Dänemark offiziell nicht erlaubt, das reine Übernachten im Fahrzeug wird aber meist toleriert, wenn man unauffällig bleibt und nichts „campermäßig“ aufbaut.
Sæby

Ebeltoft

Handerslev

Esbjerg Strand

Direkt am modernen Yachthafen Esbjerg Søsport findet ihr diesen kostenlosen Stellplatz. Die markierten Flächen bieten Platz für über 10 Wohnmobile und liegen unmittelbar am Wasser. Das gesamte Viertel an der Esbjerg Brygge ist architektonisch super modern gestaltet und bietet ein richtig schickes Hafen-Ambiente. Ihr steht direkt am Hafenbecken. Das absolute Highlight ist die Nähe zum Sædding Strand. Nur ein kurzes Stück entfernt thronen die „Mennesket ved Havet“ die berühmten weißen Riesenskulpturen („Die vier weißen Männer“), die man sich in Esbjerg auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es ist ein reiner Parkplatz ohne Strom oder Wasser.
Autocamp Ringkobing Fjord, Hvide Sande

Der Platz ist ein reiner Übernachtungsspot ohne Strom, man muss also autark sein. Bezahlt wird unkompliziert am Automaten. Die Abrechnung gilt immer für den Zeitraum von 20:00 Uhr bis 09:00 Uhr (Nebensaison ca. 20–21 €).
Unsere Reise in Etappen
Tag 1 – Willkommen im Hygge-Modus
27.12.2025 | Stuttgart– Trøjborg
Unsere Wintertour nach Dänemark begann mit einer langen Anfahrt von rund 11 Stunden, viel Verkehr, viele Kilometer, aber voller Vorfreude. Gegen 15 Uhr sind wir angekommen, genau rechtzeitig für einen spektakulären Sonnenuntergang an unserem ersten Stellplatz.
Dieser lag direkt an der Trøjborg Burgruine ein ganz besonderer Ort. Die Ruine war einst eine bedeutende Wasserburg und liegt heute ruhig eingebettet in der Landschaft. Man kann hier wunderbar spazieren gehen, die alten Mauern besichtigen und die Geschichte dieses Ortes auf sich wirken lassen. Den kostenlosen Parkplatz haben wir über Park4Night gefunden, absoluter Glücksgriff.
Zum Abend gab es eine gemütliche Resteverwertung vom Weihnachtsessen, genau das Richtige nach einem langen Reisetag und perfekt fürs erste Dinner im Wohnmobil.
Am nächsten Morgen wurden wir dann mit einem mindestens genauso spektakulären Sonnenaufgang belohnt.
Ein kleines Highlight zwischendurch: Der Hund vom benachbarten Bauernhof schaut regelmäßig vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, ein sehr sympathischer Platzwächter. 🐕
Und wer mag, kann am kleinen Verkaufshäuschen sogar leckeres Rhabarber-Gelee kaufen.
Ein ruhiger, besonderer Start in unsere Winterreise durch Dänemark.
Tag 2 – Strandfreiheit auf Rømø
28.12.2025 | Lakolk Strand Insel Rømø
Tag 3 – Von Dänemarks ältester Stadt zum Hafen der Riesen
29.12.2025 | Ribe und Esbjerg
Am dritten Tag unserer Wintertour ging es nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Die Altstadt ist klein, gemütlich und voller Charme, schräge, teils schief stehende Häuser, enge Gassen, Kopfsteinpflaster und viele liebevolle Details. Beim Spaziergang durch die Stadt fühlt man sich schnell ein paar Jahrhunderte zurückversetzt, ruhig, entschleunigt und richtig schön.
Danach fuhren wir weiter zum Bådtrailerparkering Esbjerg, um Schiffe zu beobachten. Das ist dort wirklich beeindruckend, weil die großen Frachter und Schiffe verdammt nah an einem vorbeifahren, man steht fast direkt an der Fahrrinne. Die Zufahrt ist hier allerdings zwischen 18 und 6 Uhr gesperrt, vor allem um nächtlichen Verkehr, Lärm und wildes Übernachten im Hafenbereich zu vermeiden. Übernachten ist dort daher nicht erlaubt.
Für uns reichte es für eine kurze Kaffeepause im Camper mit den restlichen Plätzchen, bevor wir ein Stück weiter zum Parkplatz am Esbjerg Strand gefahren sind. Im Winter ist der Parkplatz angenehm ruhig, viel Platz, kein Trubel, ideal, um entspannt zu stehen und einen Spaziergang zu machen.
Vom Parkplatz aus ging es zu Fuß zum Strand, zu den bekannten „Mennesket ved Havet“ den großen weißen Männerstatuen, die Richtung Meer schauen. Bei Ebbe wirkt die Landschaft dort besonders weit und ruhig. Wir sind ein Stück ins Watt und Richtung Meer gelaufen, während die Sonne langsam unterging und alles in warmes Licht getaucht wurde.
Zurück am Camper wurde noch schnell etwas gekocht, bevor wir den Abend gemütlich mit einem Glühwein im Wohnmobil ausklingen ließen. (Da kannten wir Gløgg noch nicht 🙂
Ein entspannter Tag zwischen Geschichte, Hafen und Nordsee.
Tag 4 – Dünen, Panzer & Nordseeweite
30.12.2025 | Weg durch den Truppenübungsplatz Blåvand – Nymindegab Strand – Hvide Sande
Von Esbjerg ging es für uns heute Richtung Hvide Sande und der Weg dorthin hatte es in sich. Offroad-Feeling & kleine Gänsehaut-Momente inklusive.
Wir sind über die legendäre Militär-Panoramastraße (Kallesmærskvej) zwischen Blåvand und Vejers gefahren. Eine wirklich besondere Strecke: mitten durch das größte Militärgelände Dänemarks, rechts und links endlose Heide- und Dünenlandschaften und man weiß nie, ob hinter dem nächsten Hügel plötzlich ein Panzer auftaucht.
Solange die roten Kugeln an den Masten unten sind, gehört die Piste uns. Sind sie oben, heißt es: Stopp – Schießbetrieb.
Schon ziemlich beeindruckend, auch wenn wir leider keinen Panzer zu Gesicht bekommen haben.
Weiter ging es mit einem kleinen Zwischenstopp am Nymindegab Strand. Dieser Spot ist einfach traumhaft: oben auf der Düne stehen, den Wind im Gesicht und dieser Blick. Ringkøbing Fjord auf der einen Seite, die wilde Nordsee auf der anderen.
Kurz durchgeatmet, den Sand aus den Schuhen geschüttelt und weiter Richtung Norden.
In Hvide Sande angekommen, ging es direkt an den Ringkøbing Fjord. Unser Stellplatz: Autocamp Ringkøbing Fjord. Ein wirklich schöner Platz mit direktem Blick aufs Wasser.
Der Platz ist sauber, ruhig und völlig okay. 22 € pro Nacht finden wir für das, was geboten wird vor allem in der Nebensaison schon etwas sportlich, aber der Ausblick ist einfach einmalig und macht vieles wieder wett.
Hvide Sande selbst ist ein typischer kleiner Küstenort, geprägt von Fischerei, Hafen und ordentlich Wind. Besonders spannend ist die Schleuse mit der Brücke, die den Fjord mit der Nordsee verbindet. Wenn Schiffe durchfahren und die Brücke geöffnet wird, bleibt alles stehen, Zuschauen lohnt sich.
Am Nachmittag hieß es dann:
„Wir gehen heute schick essen“, hat er gesagt …
Am Ende saßen wir bei Fish & Chips, draußen, mit Mütze auf, die ich nicht mal absetzen musste. Aber ehrlich, genau so muss es im Norden sein. Einfach, lecker und entspannt.
Danach noch kurz in den Lebensmittelladen, ein bisschen durch die Regale geschlendert, Produkte entdeckt und natürlich Gløgg eingekauft. Den haben wir uns später draußen am Camper beim Sonnenuntergang schmecken lassen.
Unsere Camper-Nachbarn gesellten sich dazu, wir kamen ins Quatschen – und so wurde es ein richtig schöner, gemütlicher Ausklang dieses Tages.
Tag 5 – Eisbaden & Leuchtturm-Zauber: Silvester 2025 zwischen Søndervig und Hvide Sande
31.12.2025 |Leuchtturm Leuchtturm Lyngvig – Søndervig – Hvide Sande
Der Plan für diesen Tag war eigentlich ganz klar, an unserem traumhaften Platz in Hvide Sande bleiben und dort ganz entspannt Silvester verbringen.
Aber dann erreichte uns am Abend noch ein Tipp: Am Silvestertag findet in Søndervig das traditionelle Winterbaden statt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Also morgens schnell frühstücken und los ging’s Richtung Søndervig.
Auf dem Weg lag noch der Leuchtturm Lyngvig Fyr, wo wir einen Zwischenstopp eingelegt haben. Ein wirklich besonderer Ort. Dünen, Wind, Meer und dieser markante Leuchtturm, der seit 1906 zwischen Nordsee und Fjord steht und früher den Schiffen den sicheren Weg gewiesen hat. Perfekt für einen Morning Walk, ruhig, weit und einfach beeindruckend. Danach ging es weiter nach Søndervig, unserem eigentlichen Ziel. Schon bei der Einfahrt in den Ort war klar. Hier ist richtig was los. Wir suchten einen Parkplatz für Muki und pilgerten einfach mit den Menschenmassen Richtung Strand, sehr praktisch, da musste man wirklich niemanden nach dem Weg fragen.
Das Winterbaden ist dort ein echtes Silvester-Highlight. Hunderte Menschen gehen gemeinsam ins eiskalte Meer, um das alte Jahr symbolisch hinter sich zu lassen. Laut, fröhlich, verrückt und eine ganz besondere Atmosphäre, die man einfach mal erlebt haben muss.
Auf dem Rückweg zum Wohnmobil legten wir noch einen Stopp beim Bäcker ein, um eine traditionelle Kransekage zu kaufen. Der typische dänische Neujahrskuchen besteht aus Mandelmasse, wird oft ringförmig oder als kleiner Turm gebacken und gehört hier einfach zum Jahreswechsel dazu.
Kein Preis ausgezeichnet und wir sind in Dänemark ja immer sehr vorsichtig mit Preisen. Aber was soll so ein Kuchen schon kosten? 5 oder 8 Euro vielleicht?
Am Ende waren es 22 € für ein bisschen Mandelmasse. 😅
Tja … Spaß kostet. Und Tradition offenbar auch.
Eigentlich wollten wir uns danach einen neuen Platz für die Nacht suchen aber das stellte sich als schwierig heraus. Überall Camping verboten, und der Camping- bzw. Stellplatz vor Ort gefiel uns ehrlich gesagt gar nicht.
Ein kurzer Blick reichte und Entscheidung getroffen: zurück nach Hvide Sande. Und was sollen wir sagen: Unser Platz war noch frei und auch unsere Nachbarn vom Vorabend waren noch da. Wieder Glühwein draußen, ein kurzer Abstecher zum Fischhändler, zurück zum Camper, Muki noch schnell silvesterfest dekoriert und dann ging es wieder raus auf einen Glühwein mit den Nachbarn. Nach dem Kochen traf man sich noch einmal draußen, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Und besser hätten wir uns unseren Silvester-Stellplatz wirklich nicht aussuchen können, direkt am Fjord, rundherum überall Feuerwerk, etwas entfernt von uns, was uns sehr gefallen hat. Nicht laut, aber wunderschön anzusehen, das müssen wir schon zugeben. Die Schiffe im Hafen hupten zum Jahreswechsel, was für ein Erlebnis.
Noch gut eine Stunde nach Mitternacht wurde überall weiter geböllert, dann fing es an zu regnen.
Also ab in den Camper, von dort aus noch das restliche Feuerwerk genießen und den letzten Sekt trinken.
Besser hätte das neue Jahr wirklich nicht starten können.
Tag 6 – Der Tag danach: Entspannt ins neue Jahr in Vesløs
01.01.2026 | Vesløs
Nach der Silvesternacht haben wir erst mal ausgeschlafen und es ganz ruhig angehen lassen. Kein Stress, kein Plan, einfach treiben lassen. Danach ging es ein Stück weiter Richtung Norden.
In Vesløs haben wir dann einen richtig schönen Stellplatz entdeckt.
Ein kostenloser Parkplatz, direkt am Wasser, mit weiter Sicht und absoluter Ruhe genau das, was man sich nach Silvester wünscht. 🌊
Ein kleiner Spaziergang am Wasser, ein paar Muscheln gesammelt, frische Luft geschnappt und dann zurück in den Camper. Dort haben wir es uns gemütlich gemacht und unser traditionelles Neujahrsessen gekocht, Nudeln mit Tomatensoße. 🍝😄
Mehr ist heute nicht passiert und genau das war perfekt. Ankommen, runterfahren, genießen.
Tag 7 –Zwei Meere und ein Wintermärchen: Von der Nordspitze Grenen ins hyggelige Sæby
02.01.2026 | Skagen – Grenen - Sæby
Der Tag begann früh. Direkt nach dem Frühstück ging es los, unser Ziel war klar: Skagen, Grenen der nördlichste Punkt Dänemarks.
Gestartet sind wir noch bei bestem „Strandwetter“ 😄 Schon ein paar Kilometer später fing es an zu schneien, der Wind nahm zu und die Sicht wurde immer schlechter. Eigentlich kein guter Tag, um Strecke zu machen, aber wir wollten unbedingt nach Skagen.
250 Kilometer durch Schneetreiben und Böen später erreichten wir Skagen. Und dann die Überraschung: fast leere Parkplätze, kaum Menschen. Vom Parkplatz am Bunkermuseum aus ging es zu Fuß weiter, rund 1 km gegen den Wind, Mütze tief ins Gesicht gezogen, Sand und Schnee im Gesicht, bis wir schließlich Grenen erreichten.
Und dort angekommen war es einfach nur beeindruckend.
Hier treffen Nordsee (Skagerrak) und Ostsee (Kattegat) direkt aufeinander. Die Wellen kommen aus zwei Richtungen, prallen aufeinander und vermischen sich sichtbar. Zwei Meere, zwei Strömungen, pure Kraft. Laut, wild, rau und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Man steht genau dazwischen und spürt, wie klein man eigentlich ist.
Zurück am Camper gab es erst mal einen heißen Kaffee, um wieder warm zu werden. Durchgepustet, glücklich und mit diesem Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.
Nach dem Stopp in Skagen war für uns noch nicht Schluss. Wir sind weitergefahren, etwa 50 km Richtung Süden, bis nach Sæby. Über Park4Night hatten wir einen Parkplatz gefunden und der entpuppte sich als echter Volltreffer.
Der Parkplatz liegt direkt am Strand, offen, ruhig und bei unserer Ankunft komplett leer. Kein Verkehr, keine Häuser, kein Licht nur wir, der Camper und das Meer.
Der Strand selbst ist weit und naturbelassen. Feiner Sand, Muscheln, dunkles Wintermeer und dieser typische nordische Wind, der einen sofort wach macht. Wir sind ein Stück am Wasser entlanggelaufen, haben dem Meer zugehört und die Stimmung aufgesogen, bis wir gemerkt haben, dass die Finger langsam taub wurden. ❄️😄
Also zurück in den Camper, Heizung an, Jacken aus und erst mal ankommen. Dann gab es Gløgg, schön heiß, während draußen die Wellen weiter rauschten. Drinnen warm und gemütlich, draußen kalt und wild, genau diese Mischung macht solche Plätze für uns perfekt.
Ein ruhiger, stimmungsvoller Abschluss eines langen Tages.
Genau so fühlt sich unterwegs sein im Winter an. 🤍🚐
Tag 8 – Eine Nacht zwischen Ostseewellen und den vier Windrädern
03.01.2026 | Ebeltoft
Der Tag startete mit einem ausgedehnten Morgenwalk am winterlichen Strand von Sæby. Leerer Strand, kalte Luft, viele große Muscheln, besser kann ein Wintermorgen kaum sein. 🐚
Danach hieß es wieder: Strecke machen, denn unsere Zeit wird langsam knapp.
Über Park4Night steuerten wir unseren nächsten Spot,
bei Ebeltoft an
Ein ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, perfekt gelegen für einen Spaziergang mit Aussicht.
Camper geparkt, warm eingepackt und los ging es zu den spektakulären vier Windrädern, die direkt im Meer stehen. Man läuft vom Parkplatz aus am Wasser entlang über einen schmalen Weg und einen kleinen Damm direkt auf sie zu. Je näher man kommt, desto gewaltiger wirken sie. Wenn man daruntersteht und nach oben schaut, wird einem schon etwas mulmig , riesig, kraftvoll und beeindruckend zugleich.
Zurück am Camper war dann wieder Gløgg-Zeit
Dazu wurde im Omnia noch nach dänischem Rezept gekocht und der Abend ganz gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen gelassen.
Ein ruhiger, entspannter Tag mit vielen kleinen Highlights.
Tag 9 – Abschied von Dänemark: Auf dem Dach Jütlands & ein letzter Blick in Haderslev
04.01.2026 | Møllehøj – Haderslev
Der Tag startete sehr früh. Um 8 Uhr Abfahrt, denn wir wollten zum Sonnenaufgang am höchsten natürlichen Punkt Dänemarks stehen. Ziel war Møllehøj bei Skanderborg.
Mit 170,86 Metern ist Møllehøj heute offiziell der höchste natürliche Punkt des Landes. Lange Zeit war das allerdings umstritten: Früher galten auch Ejer Bavnehøj und Yding Skovhøj als höchste Erhebungen. Erst genaue Vermessungen zeigten, dass Møllehøj ohne künstliche Aufschüttungen oder Grabhügel, tatsächlich der höchste Punkt ist.
Vom Parkplatz aus geht man etwa 500 Meter zu Fuß durch eine offene, leicht hügelige Landschaft bis zur kleinen Erhebung. Kein Gipfelkreuz, kein Trubel, einfach Natur. Und wir hatten richtig Glück: Wir waren komplett allein dort. Sonnenaufgang, kalte Luft, Ruhe, ein ganz besonderer Moment.
Danach ging es weiter Richtung Süden zu unserem nächsten Spot, Haderslev
(über Park4Night gefunden)
Schon die Bewertungen klangen vielversprechend: „schwierige Anfahrt, viele haben sich festgefahren“ also genau unser Ding 😄
Und tatsächlich: wieder ein echter Glücksgriff. Ruhiger Parkplatz direkt am Wasser, Natur pur, viel Platz und absolute Ruhe.
Da wir früh dran waren und die Sonne schon schön stand, hieß es: Grill raus!
Angrillen 2026 ✔️
Eine gute rote Wurst vom Grill, Schnee im Sand, Sonne im Gesicht, mehr braucht es nicht. 🌭☀️
Danach ein Spaziergang am Strand, Schwäne, Enten und Möwen beobachten und den Fischern zusehen, die hier tatsächlich auf Meerforellen angeln.
Zum Abschluss ein traumhafter Sonnenuntergang und später noch der Vollmond über dem Meer.
Ein Tag, der leise anfing und wunderschön endete.
Fazit: Winter in Dänemark mit dem Camper
Nach neun Tagen Wintercamping in Dänemark ziehen wir für uns ein ganz klares Fazit:
Dänemark im Winter ist kein “schöner Zufall” es ist ein Erlebnis. Leere Strände, raue Nordsee, Fjorde, Dünen, Wind, salzige Luft und dieses ganz besondere Licht. Orte, die sonst voll sind, gehören einem fast alleine. Man spürt wieder, wie schön langsames Reisen sein kann.
Wintercamping hat uns hier komplett abgeholt. Kein Stress, keine Erwartungen, kein voller Kalender wir, und diese Ruhe, die man sofort spürt. Genau das hat uns gut getan.
Dänemark im Winter fühlt sich ehrlich an. Entschleunigt. Hygge, aber nicht im kitschigen Postkartenstil, sondern echt, draußen am Strand, im Wind, im Schnee, im Camper mit heißem Gløgg und kalten Fingern.
Das war ganz sicher nicht unser letztes Mal.
Reisekosten Dänemark Winter 2025
Unsere Reise durch Dänemark fand vom 26.12.2025 bis 06.01.2026 statt.
Insgesamt legten wir rund 2954 Kilometer zurück.
Hier findest du unsere komplette Kostenübersicht.
Fahrtkosten
- Tanken: 635 €
- Maut: 0 €
- Fähre: 0 €
Unterkunft
- Campingplätze, Stellplätze & Entsorgung: 50 €
Essen & Trinken
- Restaurants & Bars: 25 €
- Lebensmittel: 159 €
Für 9 Wintertage sind die Ausgaben ziemlich überschaubar. Liegt vor allem daran, dass wir viel frei standen, spontan unterwegs waren, keinen großen Einkaufs- oder Ausgehfokus hatten und außerdem Camping im Winter generell eher „ruhiger“ ist.
Sprit war diesmal der größte Posten, aber das war es uns wert


































































