Österreich
Österreich
Manchmal braucht es keine große Planung.
Nur das Wohnmobil, ein paar freie Tage und die Richtung Berge.
Im Juni 2025 waren wir mit unserem Muki in Österreich unterwegs.
Über bekannte Alpenpässe, zu ruhigen Almen und vor allem zu Stellplätzen,
bei denen nicht der Platz im Vordergrund steht, sondern die Menschen dahinter.
Viele unserer Stopps lagen auf Landvergnügen-Höfen.
Genau diese Mischung aus Landwirtschaft, Gastfreundschaft und Ruhe
macht für uns den besonderen Reiz dieser Art zu reisen aus.
Unsere Route
· Timmelsjoch
· Jaufenpass · Stranig
· Weißensee · Arriach
· Hochrindl
· St. Margarethen
· Krakauebene
· Sölkpass · Saalfelden

Timmelsjoch & Jaufenpass – Einstieg in die Alpen

Timmelsjoch

Jaufenpass
Der erste große Höhepunkt unserer Route war das Timmelsjoch, eine der eindrucksvollsten Alpenstraßen zwischen Österreich und Italien. Die Straße schlängelt sich mit zahlreichen Kehren hinauf in die Bergwelt, immer wieder eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf Gletscher, Täler und schroffe Felslandschaften. Diese Passstraße ist nicht nur eine Verbindung zwischen Nord und Süd, sie ist selbst ein Erlebnis. An mehreren Aussichtspunkten haben wir angehalten, weil weiterfahren einfach zu schade gewesen wäre.
Direkt im Anschluss führte uns der Jaufenpass weiter. Weniger hoch als das Timmelsjoch, aber landschaftlich ebenso reizvoll, sanftere Kurven, lichter Wald und lange Blicke ins Tal machten das Fahren angenehm und entspannt.
Timmelsjoch:
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Höhe: ca. 2.509 m
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Strecke: ca. 50 km, rund 44 Kehren
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Maut: PKW ca. 20 €, Motorrad ca. 18 €,
Wohnmobile über 3,5 t ca. 30 € einfache Strecke -
Saison: ca. Juni–Oktober, nur tagsüber befahrbar
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Straßenzustand: gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten und Rasthaus an der Passhöhe
Jaufenpass:
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Höhe: ca. 2.094 m
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Strecke: ca. 31 km, etwa 20 Kehren
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Mautfrei
- Saison: Mai bis November, Winterfahrten nur eingeschränkt möglich
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Straßenzustand: gut, mit schönen Blicken auf Täler und Berge
Straniger Alm - erster Landvergnügen-Stopp
Wir sind über Landvergnügen zur Straniger Alm gekommen.
Schon die Fahrt zur Straniger Alm war spannend. Etwa 10 Kilometer über eine schmale, kurvige Schotterstraße, mitten durch die wunderschöne Natur. Unterwegs gab es tolle Ausblicke ins Gailtal und auf die Berge.
Oben angekommen, fühlt man sich sofort wohl. Kühe auf der Wiese, das Läuten der Glocken und eine gemütliche Hütte sorgen für echte Alm Stimmung. Das Essen ist super, besonders der Gailtaler Almkäse, der direkt dort gemacht wird.
Ein besonderes Erlebnis war das Almfrühstück. Frische Produkte von der Alm, Kaffee mit Bergblick, einfach herrlich! Die frische Luft und die Ruhe machen den Morgen perfekt.
Alles wirkt echt und ehrlich. Die Gastgeber sind freundlich, und man fühlt sich sofort willkommen. Die Alm ist auch ein guter Startpunkt für Wanderungen, Biketouren oder Motorradausflüge.
Wer Natur, Ruhe und echtes Almleben sucht, ohne viele Touristen ist hier genau richtig. Die Mischung aus Abenteuer, Gemütlichkeit, leckerem Essen und wundervoller Aussicht macht die Straniger Alm zu einem ganz besonderen Ort in Kärnten.


Landvergnügen pur: Morgens über den Wolken aufwachen und dem Läuten der Kuhglocken lauschen. Die Straniger Alm ist für uns einer der spektakulärsten Stellplätze in Kärnten. Die Anfahrt über die Schotterkehren erfordert etwas Mut und ein kompaktes Wohnmobil, aber die Belohnung ist frischer Almkäse direkt vom Erzeuger und ein Blick bis zum Großglockner.
Wohnmobil auf dem Landvergnügen-Stellplatz der Straniger Alm in den Karnischen Alpen in Kärnten.
Ort/Region:
Straniger Alm, auf ca. 1501 m Höhe im Kärntner Gailtal, direkt am Karnischen Höhenweg. ☀️
Produkte & Hofangebote:
– Gailtaler Almkäse g.U. traditionell hergestellt aus Alm‑Milch
– Ziegen‑ und Kuhmilchprodukte (z. B. Schnittkäse, Hartkäse)
– Joghurt, Almbutter
– Speck, Würste, Salami
– Ziegenmilchprodukte
Kulinarik & Service:
– Warme Küche mit hausgemachten Schmankerln aus eigenen Produkten
– Brettljause, Almfrühstück & regionale Spezialitäten
– Gemütliche Alm‑Atmosphäre mit Blick auf die Karnischen Alpen
Saison & Öffnungszeiten:
– Geöffnet ca. Juni bis Ende September (bei Schönwetter teilweise bis Oktober)
– Gastronomie & Hofbetrieb saisonal, genaue Daten am besten direkt erfragenstraniger-alm.at
Landvergnügen ist ein Netzwerk aus Höfen, Almen und ländlichen Betrieben, bei dem man mit dem
Wohnmobil kostenfrei 24 h auf naturnahen Stellplätzen stehen kann, weit weg vom
Campingplatz-Trubel und oft direkt bei Menschen, die hier leben und arbeiten.
Weißensee - Urlaub in der Karibik der Alpen


Unser nächstes Ziel war der Weißensee in Kärnten, ein besonderer Ort für alle, die im Urlaub Wert auf unberührte Natur und echte Erholung legen. Auf 930 Metern Seehöhe gelegen, beeindruckt der See vor allem durch sein kristallklares Wasser, das offiziell Trinkwasserqualität aufweist und im Sommer angenehme Temperaturen von bis zu 25 Grad erreicht. Da zwei Drittel des Ufers komplett naturbelassen und nicht durch Straßen erschlossen sind, bleibt die Atmosphäre ruhig und fernab vom Massentourismus. Wer die Landschaft erkunden möchte, kann dies wunderbar zu Fuß auf den zahlreichen Wanderwegen, mit dem Mountainbike oder ganz entspannt mit den Linienschiffen der Weißensee Schifffahrt tun, die die verschiedenen Anlegestellen miteinander verbinden. Besonders im Winter bietet die Region ein einzigartiges Erlebnis, wenn der See zur größten Natureisfläche Europas gefriert und zum Eislaufen, Eisstockschießen oder für lange Spaziergänge einlädt. Wir aber genossen die warmen Sommer-Temperaturen, ließen die Füße ins Wasser baumeln und genossen ein Bierchen am Ufer, bevor es weiter ging.
Ort/Region:
Weißensee (Kärnten) – kristallklarer Gebirgssee auf ca. 930 m.
Hochrindl (Nockberge) – Almregion auf über 1.600 m mit weiten Wiesen und sanften Gipfeln.
Highlights / Sehenswürdigkeiten:
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Kristallklarer Weißensee, Panoramablick auf Berge
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Hochrindl-Almen mit Wanderwegen und Aussichtspunkten
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Bewirtschaftete Almhütten & Gasthöfe
Aktivitäten:
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Wandern: Rundwege am See und Almen
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Baden, Stand-Up-Paddling, Mountainbike & E-Bike
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Fotografie & Naturbeobachtung
Kulinarik / Essen:
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Gasthöfe & Almhütten mit regionalen Spezialitäten
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Almjause, Käsesorten, Süßspeisen wie Kaiserschmarrn
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Seeterrassen direkt am Wasser
Wohnmobil / Parken:
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Stellplätze am Seeufer und bei Wanderstarts, meist 15–25 €/Nacht
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Frischwasser, Entsorgung und Strom an offiziellen Plätzen
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Wildcampen außerhalb offizieller Plätze verboten, nur auf Stellplätzen erlaubt
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Früh ankommen lohnt sich in der Hauptsaison
Besonderheiten:
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Übergang von ruhigem See zu alpiner Almregion
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Ruhige, naturnahe Umgebung, ideal für Familien & Naturfans
Tipp:
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Früh am See sein für Morgenlicht & Spiegelungen
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Hochrindl morgens starten für klare Sicht
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Regionale Spezialitäten probieren und Stellplatz früh sichern
Weitere Landvergnügen-Höfe auf unserer Route durch Österreich
Wir lieben es, auf Landvergnügen-Höfen zu stehen. Deshalb haben wir auf unserer Österreich-Route gezielt Landvergnügen-Höfe angesteuert und die Reise danach geplant.

Unterkirchenhof
Ein ruhiger Familienbetrieb mit Viehhaltung, mit Hofladen mit Butter, Käse, Speck, Wurst und unser kleines Highlight: Kärntner Nudeln in vielen verschiedenen Füllungen, tiefgefroren zum Mitnehmen. Als Stellplatz steht man direkt am Hof zwischen Wiesen, mit Blick in die Berge und ohne viel Trubel. (Nach aktuellem Stand in der App scheint der Unterkirchenhof ab 2026 nicht mehr gelistet zu sein.)

Hiasl Zirbenhütte
Die Hiasl Zirbenhütte liegt auf der Hochrindl und wirkt wie eine klassische Almhütte, unkompliziert, herzlich und mit regionaler Küche. Die Zirbenstube duftet angenehm nach Holz und auf der Terrasse hat man freie Sicht auf die Nockberge. Wanderwege starten direkt vor der Tür. Der Stellplatz ist ruhig und passt perfekt für eine Nacht oben am Berg.

Meissnitzerhof
Hier steht man am Ortsrand in der Nähe von Rindern, Schweinen, Schafen und Hühnern, sieht den Alltag der Landwirtschaft und hat trotzdem Ruhe. Der tolle Hofladen "Troadkosten" hat hausgemachten Käse, Topfen, Butter, Joghurt, Speck, alles frisch und regional. Total lecker fanden wir den Rahmkoch.

Bergerhof
Der höchstgelegene bewirtschaftete Hof der Steiermark (1.450 m). Schon die Anfahrt in die Krakau ist ein Erlebnis. Top Fleischqualität. Wir haben Rostbraten gekauft und direkt auf dem Grill zubereitet, der beste Rostbraten, den wir je hatten! Im Hofladen gibt es außerdem Knödel, Wurstwaren, Schnäpse, Liköre alles hausgemacht. Der Betrieb legt großen Wert auf die Erhaltung alter Nutztierrassen. Man steht direkt bei den Schweinen und kann das Hofleben hautnah miterleben.
Das Beste kommt zum Schluss: Gipfelleuchten am Steinernen Meer
Eigentlich war dieser gesamte Trip genau auf diesen Moment ausgerichtet. Den Fritzhof und das Steinerne Meer. Als wir letztes Jahr auf der Rückreise von Albanien einen Stopp am Fritzhof Almdorf machten, erzählte uns die Gastgeberin von „Berge in Flammen“. Wir konnten damals leider nicht länger bleiben, aber der Termin wurde sofort für das nächste Jahr fixiert. Somit war dieses Event das eigentliche Ziel unserer Reise, das große Finale und ein absolutes Highlight zum Abschluss eines tollen Urlaubs.
Über den Sölkpass: Abkürzung mit Aussicht

Anstatt die Autobahn zu nehmen, sind wir über den Sölkpass Richtung Ziel gezuckelt. Eine kurvige Angelegenheit, aber landschaftlich einfach unschlagbar.

- Höhe: ca. 1.790 m
- Strecke: ca. 50 km, einige Kehren
- Maut: Mautfrei
- Saison: ca. Mai–Oktober (Wintersperre, keine Räumung)
- Straßenzustand: Gut ausgebaute Passstraße mit Aussichtspunkten; kann im Sommer Frostschäden aufweisen.
Unser „Home away from home“: Fritzhof Almdorf
Wir waren ja schon öfter hier und es fühlt sich jedes Mal wie Heimkommen an. Die Gastgeber sind super herzlich und der Stellplatz ist ein Traum. Man macht die Tür auf und hat direkt dieses Mega-Panorama vor der Nase.


Fritzhof Almdorf
- Stellplatz: Top-Lage mit Aussicht, Strom/Wasser vorhanden.
- Hofleben: Viele Tiere zum Beobachten.
- Geheimtipp: Das kleine Verkaufshäuschen. Hier gibt’s hausgemachte Salben, die wirklich extrem gut helfen (wir haben uns direkt wieder eingedeckt!).
- Aktiv: Wander- und Radwege.
- Details & Preise: Alle Infos zu den Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt beim Fritzhof Almdorf.
Gänsehaut-Moment: Berge in Flammen



Heute ist das Ganze eine logistische Meisterleistung der lokalen Bergvereine und Freiwilligen. Die Leute schleppen das Brennmaterial, oft hunderte Fackeln oder Holzstöße, stundenlang zu Fuß hoch in die extrem steilen Gipfelregionen. Da gibt es keine Lifte, das ist pure Knochenarbeit. Nur so entstehen dann diese riesigen, leuchtenden Symbole wie Edelweiß oder Kreuze direkt in der Wand.








































































































































